Autoteile-lexikon
Ölfilter
Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen werden mit Öl geschmiert. Aufgrund der ständigen Reibung, die durch die Bewegungen der Motorbauteile entsteht, kommt es dabei auch zu Metallabrieb. Außerdem führt die Hitze bei der Verbrennung dazu, dass ein Teil des Öls verbrennt. Der Ölfilter hat die Aufgabe, diese Verunreinigungen (Verbrennungsrückstände, Staub, Metallabrieb) herauszufiltern und so eine vorzeitige Verschlechterung des Schmieröls zu vermeiden und eine ausreichende Schmierung zu gewährleisten. Außerdem verbessert er häufig die Kühlung bzw. Wärmeabfuhr des Ölstroms. Er ist somit wichtig für die Funktionsfähigkeit und die Lebensdauer eines Motors.
Bauformen:
Prinzipiell lassen sich Ölfilter bezüglich deren Bauform unterscheiden. So gibt es Wechselfilter und Gehäusefilter.
Bei einem Wechselfilter handelt es sich um einen Schmierölfeinfilter. Das Filterelement befindet sich hierbei in einem nicht zu öffnenden, druckdichten Gehäuse. Dieses Gehäuse wird über ein Gewinde direkt am Motorblock angeschraubt. Bei einem Service wird der gesamte Wechselfilter ausgetauscht.
Ein Gehäusefilter besteht aus einem zu öffnenden Gehäuse, welches dauerhaft mit dem Motorblock verbunden ist. Bei einem Service muss nur das Filterelement ausgetauscht werden, bei dem Gehäuse handelt es sich also um ein Lebensdauerbauteil.
Für die Ölfiltration werden unterschiedliche Filterelemente eingesetzt. Als Werkstoff wird häufig imprägniertes Papier oder spezielles Fasermaterial verwendet. Am weitesten verbreitet ist dabei Cellulose, wobei dieser in beliebigem Anteil auch Kunststoff- oder Glasfasern beigemischt sein können.
Weiterhin unterscheidet man Hauptstromfilter und Nebenstromfilter.
Beim Hauptstromfilter wird die gesamte Ölfördermenge durch den Filter geführt und gereinigt, bevor sie zu den Schmierstellen gelangt. Dabei werden Schmutzpartikel, die zu Schäden und Verschleiß führen könnten, sofort herausgefiltert.
Bei Nebenstromfiltern fließt immer nur ein Teil (ca. 8 - 10%) der Ölfördermenge, da er in einem zum Hauptstrom parallel verlaufenden Zweig, dem Nebenstrom, liegt. Zwar kann so auch ungefiltertes Öl zu den Schmierstellen gelangen, allerdings erfolgt durch Nebenstromfilter eine langsamere und somit intensivere Reinigung als bei Hauptstromfiltern.
In modernen Fahrzeugen werden heutzutage fast ausschließlich Hauptstromfilter verbaut.
Montage/Instandsetzung:
Da ein verstopfter Ölfilter keine Schmutzpartikel mehr aufnehmen kann, sollte bei einem Ölwechsel immer auch der Ölfilter gewechselt werden. Wird der Ölfilter nicht zusammen mit dem Motorenöl gewechselt, kann es sein, dass sich bereits abgeschiedene Schmutzpartikel wieder ablösen. Außerdem unterliegen Ölfilter einer Alterung, die insbesondere die Dichtungen und das Filterelement betrifft. Daher sollten Ölfilter in periodischen Intervallen ausgetauscht werden, typischerweise einmal pro Jahr oder entsprechend der Herstellerangaben. Heutzutage liegen die Serviceintervalle normalerweise zwischen 15.000 und 50.000 km, wobei der Trend zu immer höheren Intervallen geht. Ein Ölfilterwechsel kann von versierten „Schraubern“ ohne großen Aufwand selbst durchgeführt werden. Folgende Schritte sollen eine Orientierung geben:
Ausgetauschte Ölfilter sind als Sondermüll zu behandeln und entsprechend zu entsorgen!
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Bauformen:
Prinzipiell lassen sich Ölfilter bezüglich deren Bauform unterscheiden. So gibt es Wechselfilter und Gehäusefilter.
Bei einem Wechselfilter handelt es sich um einen Schmierölfeinfilter. Das Filterelement befindet sich hierbei in einem nicht zu öffnenden, druckdichten Gehäuse. Dieses Gehäuse wird über ein Gewinde direkt am Motorblock angeschraubt. Bei einem Service wird der gesamte Wechselfilter ausgetauscht.
Ein Gehäusefilter besteht aus einem zu öffnenden Gehäuse, welches dauerhaft mit dem Motorblock verbunden ist. Bei einem Service muss nur das Filterelement ausgetauscht werden, bei dem Gehäuse handelt es sich also um ein Lebensdauerbauteil.
Für die Ölfiltration werden unterschiedliche Filterelemente eingesetzt. Als Werkstoff wird häufig imprägniertes Papier oder spezielles Fasermaterial verwendet. Am weitesten verbreitet ist dabei Cellulose, wobei dieser in beliebigem Anteil auch Kunststoff- oder Glasfasern beigemischt sein können.
Weiterhin unterscheidet man Hauptstromfilter und Nebenstromfilter.
Beim Hauptstromfilter wird die gesamte Ölfördermenge durch den Filter geführt und gereinigt, bevor sie zu den Schmierstellen gelangt. Dabei werden Schmutzpartikel, die zu Schäden und Verschleiß führen könnten, sofort herausgefiltert.
Bei Nebenstromfiltern fließt immer nur ein Teil (ca. 8 - 10%) der Ölfördermenge, da er in einem zum Hauptstrom parallel verlaufenden Zweig, dem Nebenstrom, liegt. Zwar kann so auch ungefiltertes Öl zu den Schmierstellen gelangen, allerdings erfolgt durch Nebenstromfilter eine langsamere und somit intensivere Reinigung als bei Hauptstromfiltern.
In modernen Fahrzeugen werden heutzutage fast ausschließlich Hauptstromfilter verbaut.
Montage/Instandsetzung:
Da ein verstopfter Ölfilter keine Schmutzpartikel mehr aufnehmen kann, sollte bei einem Ölwechsel immer auch der Ölfilter gewechselt werden. Wird der Ölfilter nicht zusammen mit dem Motorenöl gewechselt, kann es sein, dass sich bereits abgeschiedene Schmutzpartikel wieder ablösen. Außerdem unterliegen Ölfilter einer Alterung, die insbesondere die Dichtungen und das Filterelement betrifft. Daher sollten Ölfilter in periodischen Intervallen ausgetauscht werden, typischerweise einmal pro Jahr oder entsprechend der Herstellerangaben. Heutzutage liegen die Serviceintervalle normalerweise zwischen 15.000 und 50.000 km, wobei der Trend zu immer höheren Intervallen geht. Ein Ölfilterwechsel kann von versierten „Schraubern“ ohne großen Aufwand selbst durchgeführt werden. Folgende Schritte sollen eine Orientierung geben:
- Lösen der Ölablassschraube und Ablassen des Altöls in ein geeignetes Behältnis (z. B. Ölauffangwanne).
- Ausbau des alten Ölfilters. Sollte sich der Ölfilter nicht von Hand lösen lassen, sollte ein Ölfilterlöseschlüssel verwendet werden.
- Ölen der Gummidichtung des neuen Ölfilters.
- Einschrauben des neuen Ölfilters.
- Ölablassschraube wieder einschrauben.
- Einfüllen des frischen Motoröls bis zum Normalstand, dabei stets die Mengenangaben des Herstellers beachten.
- Starten des Motors und Prüfung auf Dichtheit.
Ausgetauschte Ölfilter sind als Sondermüll zu behandeln und entsprechend zu entsorgen!
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