Noch bleibt Diesel der preisgünstigste Kraftstoff. Doch manche Politiker sehen hier noch Steuerpotenzial.

Eigentlich sollte der Dieselkraftstoff aufgrund der Abgas-Affäre bei Volkswagen teurer werden. Dies war der Wille mehrerer Umweltminister der Länder NRW, Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen, die Anfang April einen Vorstoß auf einer Sonderkonferenz der Umweltminister unternahmen, um unter anderem Steuervorteile abzuschaffen  und den Kraftstoff somit teurer zu machen.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) lehnte den Vorschlag der fünf Umweltminister zur Verteuerung des Diesel-Sprits bereits im Vorfeld der Ministerkonferenz ab: „Eine Verteuerung des Dieselkraftstoffs würde Handwerk und Verbraucher schädigen“, hieß es in einer Erklärung des Verbandes. „Dieselfahrer würden dann dreifach zur Kasse gebeten: beim höheren Anschaffungspreis, bei der Steuer und schließlich beim Kraftstoff, so ein ZDK-Sprecher. Dies träfe vor allem Millionen Berufspendler, die sich aus guten Gründen für sparsame und effiziente Dieselfahrzeuge entschieden hätten.

Die Umweltminister konnten sich auf der Konferenz allerdings nicht auf den Vorschlag der fünf einigen, da in diesem Gremium Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden. Der Vorstoß gilt damit als abgelehnt. Zudem sollte auch dem Kraftfahrt-Bundesamt die Hoheit über Abgaskontrollen bei Autos entzogen werden. Darum sollte sich das Umweltbundesamt kümmern.

So bleibt in der Frage der Dieselbesteuerung noch einmal alles beim alten – bis zum nächsten Vorstoß.