E-Autos: Die Käufer üben sich in Zurückhaltung.

Ein halbes Jahr nach dem Start der Kaufprämie für E-Autos liegen die Stromer immer noch wie Blei in den Autoregalen. Bis zum Ende des Jahre 2016 waren es gerade mal etwas über 9 Tausend Anträge, die auf die E-Auto-Prämie gestellt wurden – fast die Hälfte kam von Unternehmen. Dabei wollten nur 5.100 Antragsteller in ein reines Elektroauto steigen und die volle Förderung von 4.000 Euro einstreichen. Rund 3.900 bevorzugten ein Plug-in-Hybrid, das nur mit 3.000 Euro unterstützt wird.

Die voraussichtlichen Kosten für die seit Juli 2016 erhältliche Prämie von insgesamt 1,2 Milliarden Euro wollen sich Bund und Hersteller teilen. Die Anzahl der Anträge bleibt allerdings nach wie vor meilenweit hinter den Erwartungen zurück. Das Ziel der Bundesregierung eine Million Elektrofahrzeugen bis 2020 zuzulassen, ist nicht mehr realistisch. Auch die Erwartung der Bundesregierung durch die Prämien den Kauf von mindestens 300.000 Fahrzeugen anzukurbeln wird wohl unerfüllt bleiben. Die Nachfrage bleibt schwach. Die kleinen E-Modelle bleiben ein teurer Kauf, die Reichweiten bleiben bescheiden und die Ladestationen sind noch rar.

E-Autos: Die Ladestationen bleiben noch rar.  © RUB, Foto: Schirdewahn

Dennoch bleibt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) optimistisch, dass sich diese Technologie durchsetzen werden. es sei eine Frage der Zeit, die Akzeptanz müsse wachsen, auch wenn dabei noch „ein Stück Dynamik“ fehle, wie der Minister sich gegenüber der „Deutschen Presse Agentur“ äußerte. Woher die fehlende Dynamik kommen soll, bleibt allerdings noch offen.