Wie soll der Rei­fen der Zukunft aus­se­hen? Diese Frage beant­wor­ten die gro­ßen Rei­fen­her­stel­ler gerne publi­kums­wirk­sam mit Kon­zept­rei­fen auf gro­ßen Mes­sen. Und den Gen­fer Auto­sa­lon (7.3. - 19.3. 2017) lässt dabei nie­mand gerne aus, der seine Vor­stel­lung popu­lär machen will. Goo­dyear fiel schon im letz­ten Jahr mit sei­ner Vision Eagle 360 Urban als dem Rei­fen der Zukunft als Kugel auf. In die­sem Jahr ging der Rei­fen­her­stel­ler noch einen gehö­ri­gen Schritt weiter.

Eagle 360 Urban Nässe-Profil

Der ver­än­der­bare Rei­fen: Eagle 360 Urban im Nässe-Profil

Goo­dyear hat dem aktu­el­len Eagle 360 Urban, der mit einem 3D Dru­cker pro­du­ziert wird, neu­er­dings künst­li­che Intel­li­genz ein­ge­haucht. Kenn­zei­chen ist eine bio­ni­sche Ober­flä­che und ver­än­der­bare Lauf­flä­che , die Infor­ma­tio­nen auf­sam­meln und direkt in die Fahr­pra­xis umset­zen kann. Der Kugel­rei­fen, auf dem die Karos­se­rie schwebt wie die Magnet­schwe­be­bahn auf der Schiene, passt sich blitz­schnell an neue Situa­tio­nen an und stellt sich auf die situa­ti­ven Bedürf­nisse von flot­ten und ihren Nut­zern ein.

Eagle 360 Urban mit Trocken-Profil

Der ver­än­der­bare Rei­fen: Eagle 360 Urban im Trocken-Profil

Der Eagle 360 Urban ist von einem Sen­sor­netz­werk durch­zo­gen, das nicht nur Daten von der Fahr­bahn, son­dern auch von ande­ren Fahr­zeu­gen, der Infra­struk­tur und Sys­te­men zum Verkehrs- und Mobi­li­täts­ma­nage­ment sam­melt. Er ver­knüpft die Infor­ma­tio­nen mit­ein­an­der und ver­ar­bei­tet sie mit­hilfe sei­nes neu­ra­len Net­zes, das über selbst ler­nende Algo­rith­men ver­fügt, sofort wei­ter. So kann der Eagle 360 Urban im Ver­kehrsall­tag die rich­tige Ent­schei­dung tref­fen. Auf­grund sei­ner künst­li­chen Intel­li­genz lernt er aus frü­he­ren Erfah­run­gen und kann sein Ver­hal­ten fort­lau­fend optimieren.

Die bio­ni­sche Außen­haut des Kon­zept­rei­fens besteht aus extrem elas­ti­schen Poly­me­ren. Sie ver­fügt über eine Fle­xi­bi­li­tät ähn­lich der mensch­li­chen Haut und kann sich aus­wei­ten und wie­der zusam­men­zie­hen. Unter der äuße­ren Schicht sitzt ein schaum­ar­ti­ges Mate­rial, das stark genug ist, um trotz des Fahr­zeug­ge­wichts fle­xi­bel zu blei­ben. Antriebs­ele­mente unter der Haut, die wie Mus­keln funk­tio­nie­ren, bewe­gen mit­hilfe eines elek­tri­schen Impul­ses die ein­zel­nen Sek­to­ren im fle­xi­blen Laufflächendesign.

Auf diese Weise fügen sie bei Nässe Ver­tie­fun­gen hinzu und straf­fen die Lauf­flä­che wie­der, wenn es tro­cken ist. So ent­steht ein maß­ge­schnei­der­tes Lauf­flä­chen­de­sign, mit dem sich der Eagle 360 Urban opti­mal an die jewei­lige Fahr­bahn­be­schaf­fen­heit und an die Wit­te­rungs­be­din­gun­gen anpas­sen kann. Auch diese Infor­ma­tio­nen und das dar­aus abge­lei­tete Fahr­ver­hal­ten teilt der Rei­fen mit ande­ren Fahr­zeu­gen und allen ande­ren Teil­neh­mern im Inter­net der Dinge.

Ver­let­zun­gen heilen

Wenn die bio­ni­sche Außen­haut des Rei­fens ver­letzt wurde, kön­nen die Sen­so­ren in der Lauf­flä­che den Scha­den sofort loka­li­sie­ren. Dann dreht sich der Rei­fen auf eine neue Auf­stands­flä­che. Damit redu­ziert sich der Druck auf die beschä­digte Stelle, sodass ein Selbst­hei­lungs­pro­zess star­ten kann. Er basiert auf Mate­ria­lien, die sich auto­ma­tisch in Rich­tung der Ver­let­zung bewe­gen. Sie rea­gie­ren phy­sisch und che­misch mit­ein­an­der und bil­den neue mole­ku­lare Ver­bin­dun­gen, wel­che die Ver­let­zung schließen.

 

 

Goo­dyear hat Stu­den­ten der fran­zö­si­schen Design­schule ISD Rubika dazu ein­ge­la­den, ein Kon­zept­fahr­zeug für den Eagle 360 Urban zu ent­wer­fen. Sie haben in enger Zusam­men­ar­beit mit den Ent­wick­lern des Rei­fen­her­stel­lers den „Vision UMOD“ kon­zi­piert – ein Fahr­zeug, das auf das Mobi­li­täts­be­dürf­nis in den Städ­ten von mor­gen zuge­schnit­ten ist.