GTÜ-Sommerscheibenreinigertest 2016

Der rich­tige Schei­ben­rei­ni­ger sorgt für den bes­se­ren Durchblick.

Die Gesell­schaft für Tech­ni­sche Über­wa­chung (GTÜ) hat gemein­sam mit „Auto Bild“ zehn aktu­elle Sommer-Fertigmischungen für die Schei­ben­wasch­an­lage getes­tet. Test­sie­ger mit dem Prä­di­kat „sehr emp­feh­lens­wert“ wurde Sonax Xtreme Schei­ben­rei­ni­ger Som­mer im Drei-Liter-Gebinde zum Preis von knapp acht Euro. Auf Platz 2 lan­dete Schei­ben­klar Som­mer gebrauchs­fer­tig von Ernst im Fünf-Liter-Kanister zu 2,75 Euro. Das bil­ligste Pro­dukt im Test schnitt eben­falls mit einer über­durch­schnitt­li­chen Rei­ni­gungs­leis­tung als „sehr emp­feh­lens­wert“ ab. Das belohn­ten die GTÜ-Prüfer mit dem Sie­gel „Preis-Leistungssieger“.

Format: DIN A4 quer

Die Ergeb­nisse im Überblick.

Punkt­gleich auf dem drit­ten Rang eta­blier­ten sich zwei wei­tere „sehr emp­feh­lens­werte“ Fer­tig­pro­dukte: Das CW 1:100 Super Schei­ben­rei­ni­ger Fer­tig­ge­misch von Dr. Wack im Drei­li­ter­pack zu 7,99 Euro und Shell Easy Clean Som­mer Klar­sicht gebrauchs­fer­tig im Zwei-Liter-Beutel für 6,99 Euro.
Auf den wei­te­ren Plät­zen, alle mit dem Prä­di­kat „emp­feh­lens­wert“, ran­gie­ren in knap­pem Abstand zuein­an­der OMV Caris­tal Pre­mium Sum­mer Ready To Use, Nig­rin Schei­ben­klar Fer­tig­mix, Rob­by­rob Klar­blick Sommer-Scheibenreiniger gebrauchs­fer­tig, Total wash Sommer-Scheibenreiniger gebrauchs­fer­tig, Aral Kla­re­Sicht Som­mer Fer­tig­mix und Auto­sol Schei­ben­rei­ni­ger gebrauchsfertig.
Um die Wir­kung der Schei­ben­rei­ni­ger unter repro­du­zier­ba­ren Bedin­gun­gen zu tes­ten, bedien­ten sich die GTÜ-Experten eines spe­zi­ell für der­ar­tige Ver­su­che ein­ge­rich­te­ten Prüf­stan­des und ver­wen­de­ten eigens ange­misch­ten, stan­dar­di­sier­ten Test­schmutz nach zwei unter­schied­li­chen Rezep­tu­ren. Ein Chemie-Gemisch aus Rei­fen­abrieb, Brems­staub, Abgas­ruß, Heiß­wachs und Moto­renöl steht für Stadt­schmutz, wie er sich als soge­nann­ter „Hydro­phob­schmutz“ beson­ders bei inner­städ­ti­schen Fahr­ten auf der Auto­scheibe ansam­melt. Über Land spie­len haupt­säch­lich hart­nä­ckige Insek­ten­rück­stände eine Rolle – für den Ver­such syn­the­tisch simu­liert aus Eigelb, Eiweiß, Puder­zu­cker und Ethanol.
Ent­schei­dend fürs Test­er­geb­nis war die Anzahl an Wisch­vor­gän­gen, die benö­tigt wur­den, um in getrenn­ten Ver­suchs­rei­hen für Stadt- und Insek­ten­schmutz die am Prüf­stand instal­lierte Auto­scheibe eines Mercedes-Benz SLK so zu rei­ni­gen, dass wie­der für ordent­li­chen Durch­blick gesorgt war.
Zum GTÜ-Testprogramm gehörte auch die Bewer­tung der Anwen­dung. Dabei ging es hin­sicht­lich der Bedie­nungs­an­lei­tung und Beschrif­tung um exakte Pro­dukt­an­ga­ben, Sicherheits-, Umwelt- und Ent­sor­gungs­hin­weise sowie deren Les­bar­keit und Verständlichkeit.
Im gro­ßen Kapi­tel Ver­träg­lich­keit beur­teil­ten die GTÜ-Prüfer mög­li­che Angriffe der Fer­tig­mi­schun­gen auf Lack und Poly­car­bo­nat, ein Kunst­stoff, der viel­fach für Streu­schei­ben von Schein­wer­fern ver­wen­det wird. Trotz lan­ger Ein­wir­kungs­dauer bei den Ver­su­chen von bis zu 48 Stun­den wur­den meist keine oder nur geringe Schä­den regis­triert. Den Test auf Alko­hol­sta­bi­li­tät bestan­den alle Fer­tig­mi­schun­gen ohne Ein­schrän­kun­gen. Dabei wer­den Sommer- und Win­ter­schei­ben­rei­ni­ger gemischt, um her­aus­zu­fin­den, ob es durch den Alko­hol im Win­ter­pro­dukt zu Aus­fäl­lun­gen von Fest­stof­fen kommt, die bei­spiels­weise zu Ver­stop­fun­gen an Wischer­dü­sen, Zulei­tun­gen und Pumpe der Schei­ben­wasch­an­lage füh­ren könnten.