Das Auto­ge­schäft läuft: Der Juni brach­te einen Zuwachs von 8,3 Pro­zent, das ers­te Halb­jahr 7,1 Pro­zent mehr.

Der Som­mer bleibt wech­sel­haft, dafür läuft das Auto­ge­schäft im Dau­er­hoch. Zu die­sem Fazit zum ers­ten Halb­jahr bei den Neu­zu­las­sun­gen kommt der Zen­tral­ver­band Deut­sches Kraft­fahr­zeug­ge­wer­be (ZDK). Mit 339.563 Pkw ver­zeich­ne­te das Kraft­fahrt-Bun­des­amt (KBA) für den Juni einen Anstieg der Neu­zu­las­sun­gen gegen­über dem Ver­gleichs­mo­nat des Vor­jah­res von 8,3 Pro­zent. Für die ers­te Jah­res­hälf­te ergibt sich mit über 1,73 Mil­lio­nen Neu­wa­gen ein Zuwachs von 7,1 Pro­zent. Die pri­va­ten Zulas­sun­gen lagen mit einem Anteil von 34,8 Pro­zent um 6,4 Pro­zent höher als im Ver­gleichs­zeit­raum.

Beliebt als Neu­wa­gen: Die neue Alfa Romeo Gui­lia ver­hilft der Mar­ke zu Zulas­sungs­sprün­gen.

 

Zuwächse bei fast allen Autoherstellern

 

Nahe­zu alle Her­stel­ler ver­zeich­ne­ten ver­gan­ge­nen Monat Zuwäch­se. Am höchs­ten fie­len sie mit 118,5 Pro­zent bei Alfa Romeo, wo gera­de die Giu­lia Markt­ein­füh­rung fei­ert, und bei Jagu­ar mit 101 Pro­zent aus. Markt­füh­rer Volks­wa­gen (+0,2 Pro­zent) sta­gnier­te, wäh­rend DS (-36,7 Pro­zent), Mitsu­bi­shi (-4,0 Pro­zent), Smart (-2,9 Pro­zent) und Toyo­ta (-6,2 Pro­zent) weni­ger Autos ver­kauf­ten als im Juni 2015. In den ers­ten sechs Mona­ten des Jah­res blie­ben von den deut­schen Her­stel­lern VW (-1,4 Pro­zent) und Smart (-4,7 Pro­zent) im Minus.

Bei den Impor­teu­ren DS (-15,4 Pro­zent), Suzu­ki (-6,4 Pro­zent), Seat (-1,3 Pro­zent) und Jeep (-1,0 Pro­zent) Ver­kaufs­ein­bu­ßen hin­neh­men muss­ten. Den pro­zen­tu­al größ­ten Sprung mach­te Jagu­ar mit 4.414 Autos und 99,5 Pro­zent Stei­ge­rung.

 

Aufteilung der Zulassungen nach Kraftstoffart

 

Ben­zi­ner bil­de­ten im ers­ten Halb­jahr 51,5 Pro­zent aller Neu­zu­las­sun­gen (+9,8 Pro­zent), Die­sel kamen auf 46,9 Pro­zent (+4,3 Pro­zent). 20.635 Neu­fahr­zeu­ge hat­ten einen hybri­den Antrieb – das ent­spricht einem Anteil von 1,2 Pro­zent (dar­un­ter 0,4 Pro­zent Plug-in-Hybri­de). 4.357 rei­ne Elek­tro­fahr­zeu­ge bewirk­ten im ers­ten Halb­jahr einen Neu­zu­las­sungs­an­teil von 0,3 Pro­zent. Flüs­sig- und erd­gas­be­trie­be­ne Pkw erreich­ten jeweils einen Anteil von 0,1 Pro­zent. Der durch­schnitt­li­che CO2-Aus­stoß sank ins­ge­samt auf 127,6 Gramm je Kilo­me­ter (-2,2 Pro­zent).

 

Aufteilung nach Fahrzeugkategorien

 

Das anteil­stärks­te Seg­ment war mit 25,9 Pro­zent erneut die Kom­pakt­klas­se, gefolgt von den Klein­wa­gen (14,3 Pro­zent), der Mit­tel­klas­se (12,8 Pro­zent) und den SUV (12,2 Pro­zent). Deut­li­che Zuwäch­se von über 20 Pro­zent zeig­ten sich bei den SUV (+26,1 Pro­zent) und den Wohn­mo­bi­len (+23,6 Pro­zent). Die Seg­men­te Ober­klas­se (-6,5 Pro­zent) und Vans (-3,2 Pro­zent) wie­sen in der Halb­jah­res­bi­lanz als ein­zi­ge einen Rück­gang auf.

Der Nutz­fahr­zeug­markt zog im ers­ten Halb­jahr um 8,4 Pro­zent an. Auch die Zahl der Besitz­um­schrei­bun­gen stieg. Von Janu­ar bis Juni wech­sel­ten ins­ge­samt fast 4,27 Mil­lio­nen gebrauch­te Kraft­fahr­zeu­ge aller Fahr­zeug­klas­sen (+1,3 Pro­zent) und 192.316 Kfz-Anhän­ger (+2,9 Pro­zent) den Besit­zer.

Auch bei den Gebrauch­ten bleibt der Markt in Schwung: Mehr als 658.000 Pkw wech­sel­ten den Besit­zer. Ins­ge­samt rech­net der ZDK im lau­fen­den Jahr mit mehr als 3,2 Mil­lio­nen Pkw-Neu­zu­las­sun­gen sowie mit 7,3 bis 7,4 Besitz­um­schrei­bun­gen sowie einem sta­bi­len Werk­statt­ge­schäft auf dem Niveau des ver­gan­ge­nen Jah­res.