Bargeld lacht – doch soll es nach jüngsten Plänen der Bundesregierung in Zukunft nur noch in begrenzter Höhe zur Bezahlung erlaubt sein. Der Kfz-Verband wehrt sich. Foto: shutterstock

 

Es ist eine der jüngsten Ideen der Bundesregierung zur Terrorbekämpfung: Die Einführung einer Obergrenze für Barzahlungen im Inland. Hier nannte das Bundesfinanzministerium einen Betrag von 5.000 Euro, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am letzten Mittwoch berichtete. Da dieser Betrag bei einer größeren Autoreparatur schnell erreicht ist, reagierte nun auch der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) in einer Stellungnahme auf die Regierungspläne. Der Verband, der für rund 38.000 Kfz-Betriebe spricht, steht Ansinnen eher ablehnend gegenüber.

Eine solche Obergrenze, so teilte der ZDK mit, greife nicht nur in die Entscheidungsfreiheit der Autohäuser und Kfz-Betriebe ein, sondern auch in die Verfügungsfreiheit der Kunden. Zudem gebe es bereits Regelungen aus dem Geldwäschegesetz, die beispielsweise beim Autokauf mit Barzahlung in einer Höhe von 15.000 Euro unter anderem verstärkte Überprüfungspflichten vorsehen. Diese Maßnahmen seien nach Ansicht des ZDK „angemessen und ausreichend“.

„Ein Verbot der Barzahlung von mehr als 5.000 Euro würde im Kfz-Gewerbe vermutlich bürokratischen Mehraufwand verursachen, ohne dass auf den ersten Blick signifikante Effekte einer solchen Beschränkung bei der Bekämpfung  von Geldwäsche und Terrorismus zu erkennen seien“, so der ZDK in seiner Stellungnahme.

Mit der Ablehnung steht der ZDK nicht allein. Dem Bericht in der FAZ zufolge gab es Kritik an den Plänen zur Bargeld-Obergrenze unter anderem auch von Gebrauchtwagenhändlern, Juwelieren und nicht zuletzt von Verbraucherschützern, die Nachteile für Verbraucher vor allem aus Datenschutzgesichtspunkten befürchten.