Auch im Jahr 2018 kommt es zu Änderungen bei Gesetzen und Bußgeldverordnungen für den Straßenverkehr. Einige dieser Neuerungen sind ab Januar 2018 bereits aktiv, andere Gesetze gelten erst im Laufe des Jahres. Auch wichtige Entscheidungen (mögliches Dieselfahrverbot) werden im Laufe dieses Jahres beschlossen. In diesem Artikel finden Sie eine kleine Übersicht über neue Regelungen im Straßenverkehr.

Auch im Jahr 2018 gibt es neue Gesetze und Regelungen für Autofahrer.

Wenig war im Auto-Jahr 2017 so präsent wie der Dieselskandal. Und zu den wichtigsten Änderungen im Jahr 2018 könnte das Dieselfahrverbot in Großstädten gehören. Wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber entscheidet, wird Auto-Deutschland aber erst im Februar erfahren.

Die Pkw-Maut steckt in den Startlöchern

Die viel diskutierte und vom Bundesrat beschlossene Pkw-Maut geht 2018 in die technische Umsetzung. In Kraft treten soll die Maut jedoch erst 2019. Für deutsche Autofahrer bedeutet dies eine jährliche Gebühr – abhängig von Fahrzeug und entsprechender Abgasnorm. Die maximale Belastungsgrenze aber, liegt bei 130 Euro. Ausländische Autofahrer bezahlen Vignetten, die jeweils für einen festgelegten Zeitraum gelten.

Kfz-Steuer steigt 2018 deutlich

Nach Einschätzung vieler Experten steigen die Abgaben der Kfz-Steuer ab September 2018 deutlich an. Grund dafür ist ein strengeres Prüfverfahren zu den Abgas- und Verbrauchs-Angaben der Automobilhersteller. Zwangsläufig werden höhere Ergebnisse herauskommen. Und da ein großer Anteil der Kfz-Steuer abhängig ist von Verbrauch und Abgas-Ausstoß, wird auch diese in Zukunft steigen.

Wie hoch der Anstieg ausfällt, wird abhängig sein vom Fahrzeugmodell. Einige Modelle erwartet lediglich eine Steuererhöhung von wenigen Prozent. Die Steuer anderer Modelle kann sich sogar verfünffachen. Die neue Regelung gilt jedoch nur für Neuwagen, die nach dem 1. September 2018 erstmalig zugelassen werden.

Gesetz zur Winterreifenpflicht tritt in Kraft

Ab 1. Januar 2018 dürfen nur noch Winterreifen und Ganzjahresreifen verkauft werden, die mit einer Schneeflocke (dem Alpine-Symbol) gekennzeichnet sind. M+S (für Matsch + Schnee) reicht ab dann nicht mehr aus. Aber keine Angst: Bis 2018 angeschaffte Winterreifen mit alter Bezeichnung dürfen noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden. Der Verstoß gegen die Winterreifenpflicht wird ab Januar 2018 zudem mit 75 statt 60 Euro Bußgeld bestraft. Lesen Sie hier, worauf Sie im Winter achten müssen: Wintercheck für’s Auto.

Neue Typ- und Regionalklassen bei Kfz-Versicherung

Jährlich werden die Regionalklassen, also die Risiko-Einstufungen für Bundesländer, angepasst. Wachsende Kosten erwarten regelmäßig die Autobesitzer in Ballungsgebieten wie Berlin, München oder Hamburg. In ländlichen Gebieten kommt es auch in diesem Jahr zu Entspannungen. Die entsprechenden Anpassungen werden von den Versicherungen meist schon im Herbst eines Jahres bekanntgegeben. So können sich Autobesitzer bei steigenden Kosten rechtzeitig zum Jahreswechsel noch für eine andere Versicherung entscheiden.

Notruf-System eCall ab April 2018

Neue, in der EU zugelassene Autos müssen ab 1. April 2018 ein sogenanntes eCall-System besitzen. Dieses integrierte Notfall-System sendet nach einem Unfall automatisch einen Notruf ab. Der Gesetzgeber verspricht sich schnellere Hilfe am Unfallort und dementsprechend weniger Verkehrstote.