Der Winter setzt dem Auto ordentlich zu. Kälte, Schnee, Frost und Streusalz machen jedem Fahrzeug zu schaffen. Deshalb sollte das Auto bei einsetzender Kälte gut präpariert sein, um Pannen und teure Schäden zu vermeiden. Denn gerade im Winter ist ein Liegenbleiben mit dem Auto besonders unangenehm. Deshalb stellen wir hier einige Punkte für einen Wintercheck zusammen, damit Sie für Eis und Schnee gewappnet sind. Einen solchen Wintercheck bietet aber auch jede Werkstatt an. Die Kosten hierfür liegen bei zehn bis dreißig Euro.

 

Wintercheck: Was brauche ich, um mit dem Auto gut über den Winter zu kommen.

Gute Sicht durch freie Scheiben

Ein Sehschlitz reicht nicht aus. Fahrzeugscheiben sind vor Fahrtantritt komplett von Schnee und Eis zu befreien – dies schreibt Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung vor. Andernfalls kann es ein Bußgeld in Höhe von zehn bis 30 Euro geben. Laternenparker können ein Lied davon singen: Es ist manchmal mühsam mit dem Eiskratzer die Scheiben völlig vom Eis und Schnee zu befreien, doch es muss sein. Aber mit etwas Voraussicht lässt sich das Leben erleichtern. Ein Blick auf die Wettervorhersage verrät, ob Frost kommt, gefrierender Regen möglich ist oder einfach nur Schneefall. Da hilft es schon, die Frontscheibe mit einem Pappkarton zu bedecken. Eleganter ist allerdings eine Folie für die Frontscheibe, die schon für 10 – 20 Euro zu haben ist. Sie erspart das morgendliche Kratzen.

Die Scheiben müssen komplett frei sein. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung vor.

 

Scheibenwaschanlage und Scheibenwischer

Gerade im Winter verschmutzen die Scheiben durch Salz und Matsch auf den Straßen schneller. Deshalb sollte die Scheibenwaschanlage immer gut gefüllt sein. Beim Waschwasser kommt es auf die richtige Mischung an. Frostschutz nachzufüllen mit einem Schuss Reinigungszusatz ist meistens ratsam. Viele Frostschutzmittel reichen verdünnt im Verhältnis 1 + 1 bis etwa minus 15 Grad. Dies dürfte in den meisten Regionen für die Scheibenwaschanlage ausreichen. In kälteren Gegenden muss das Frostschutzmittel eben unverdünnt verwendet werden und reicht dann bis minus 25/30 Grad. Aber auch für die Scheibenwischer ist der Winter eine harte Zeit. Die Wischergummis werden extrem beansprucht, können rissig werden und wischen nicht mehr richtig. Dann sind neue fällig.

Winterreifen sind nun eindeutig gekennzeichnet durch eine Schneeflocke. Das M+S-Symbol alleine reicht nicht mehr aus.

Winterreifen

Sie sind im Winter die beste Wahl. In Deutschland bestimmt eine sogenannte „situative Winterreifenpflicht“, dass alle Autos mit Winterreifen ausgerüstet sein müssen, wenn winterliche Bedingungen vorherrschen, nämlich bei Schnee, Matsch und Glätte. Winterreifen sind mit einem Erkennungsmerkmal, der „Schneeflocke“ ausgezeichnet. Zugelassen sind aber auch Ganzjahresreifen, sofern diese mit einer Schneeflocke als wintertauglich ausgewiesen werden können. Mit Sommerreifen bei winterlichen Bedingungen unterwegs zu sein, kostet den nötigen Grip auf der Straße und 60 Euro Bußgeld. Nicht vergessen, die Profiltiefe zu checken. Gesetzlich vorgeschrieben sind zwar nur 1,6 mm. Im Winter darf es aber wirklich ein bisschen mehr sein. Experten raten zwischen 3 und 4 mm.

Die Kälte setzt der Batterie ordentlich zu. Deshalb den Zustand der Batterie in den Wintercheck mit einbeziehen.

 

Wintercheck für die Batterie

Der Winter  beansprucht auch die Batterie extrem. Deren Funktionsfähigkeit sollte schon im Herbst überprüft werden. Die Batterie selbst zu checken setzt einiges an Werkstattwissen voraus, deshalb empfehlen wir den Besuch in einer Werkstatt. Ältere Batterien, das heißt älter als 4 Jahre, können hier leicht an die Leistungsgrenze kommen. Denn im Winter und bei Dunkelheit arbeiten viele elektrische Verbraucher im Dauerbetrieb: Heizung, insbesondere Sitzheizung und Scheinwerfer. Schwache Batterien kündigen sich an, etwa beim Anlassen des Motors. Deshalb sei dem Startvorgang eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Ist die Batterie zu schwach und lässt sich auch durch Aufladen nicht wieder regenerieren hilft nur Austauschen.

Türen und Schlösser

Die Situation ist bekannt: Nach einer durchfrorenen Nacht geht die Autotür nicht mehr auf: Klarer Fall von festgefroren. Dem kann man vorbeugen: Am besten schon vor dem ersten Frost die Türdichtungen mit einem Gummipflegemittel einreiben, damit die Dichtungen nicht aneinander festfrieren können. Aber auch das Schloss kann zufrieren. Dagegen gibt es ganz einfache Mittel wie ein Enteisungsspray. Dumm ist nur, wenn das über Nacht im Auto bleibt.

Frostschutz für den Kühler

Das ist im Winter überlebenswichtig: Denn nur mit ausreichend Frostschutzmittel kann der Motor und das Kühlaggregat extrem tiefe Temperaturen überleben. Ob genügend im Kühlkreislauf ist, kann jede Werkstatt sehr einfach und schnell mit einer Spindel feststellen. Der Gefrierpunkt sollte hierzulande zwischen minus 20 und 30 Grad liegen. Anderseits kann die gefrorene Flüssigkeit durch Ausdehnung teure Schäden an Motor, Kühler und Leitungen anrichten. Das Frostschutzmittel bewirkt im übrigen mehr, als nur den Gefrierpunkt des Kühlwassers herabzusetzen, nämlich die Verminderung mineralischer Ablagerung und die Stabilisierung der elektrischen Leitfähigkeit. Alle drei Jahre sollte die Kühlflüssigkeit mitsamt Frostschutz ausgewechselt werden. Allerdings: Altes Frostschutzmittel ist extrem giftig und muss fachgerecht entsorgt werden.

Die Beleuchtung

Schon beim Übergang in den Winter gehen herkömmliche Glühbirnen gerne kaputt. Es gilt also, die ganze Beleuchtungsanlage zu überprüfen oder überprüfen zu lassen. Viele Werkstätten und auch die Prüforganisationen wie TÜV, Dekra usw., nehmen alljährlich im Oktober an sogenannten „Lichtwochen“ teil und bieten eine kostenlose Überprüfung und auch Einstellung der Scheinwerfer an – eine Gelegenheit, die Autofahrer nutzen sollten. Grade in der dunklen Jahreszeit sollte die Beleuchtungsanlage gut funktionieren.

Bremsen

Der Winter beansprucht auch die Bremsanlage mehr, denn im Winter wird häufiger gebremst. Ein Blick auf die  Stärke der Bremsbeläge und das Alter der Bremsflüssigkeit ist also angebracht und im Wintercheck jeder Werkstatt enthalten.

Motoröl

Auch Motoröl ist bei niedriger Temperatur zäher, vor allem wenn die Betriebstemperatur noch nicht erreicht ist. Moderne Motoren fahren mit Mehrbereichsöl, das auch bei unterschiedlichen Temperaturen eine solche Viskosität beibehält. Dann reißt der Ölfilm nicht ab. Damit das aber auch so bleibt, ist der regelmäßige Ölwechsel erste Servicepflicht. Eine stabile Viskosität bieten vollsynthetische Öle. Die sind zwar etwas teurer, bieten aber eine bessere gleichmäßige Schmierung.

Sinnvolles Zubehör

Neben der ohnehin verpflichtenden Pannenausrüstung wie Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste gibt es noch weiteres sinnvolles Zubehör, das bei einer Panne oder einer Behinderung in der Weiterfahrt nützlich sein kann. Das könnte etwa ein längerer Stau sein, bei dichtem Schneefall oder ähnlichen Wetterkapriolen. Dann ist eine wärmende Decke sehr angenehm, denn irgendwann wird auch die Heizung aussetzen. Eine kleine Reserve an Scheinwerferlampen und Rückleuchten erweist sich als nützlich. Ein herkömmliches Abschleppseil kann helfen, das Auto aus einer prekären Lage zu befreien. Ladekabel für die Batterie machen Hilfestellung möglich, wenn die Batterie doch einmal den Geist aufgibt. Ach ja, der fünfte Reifen – falls vorhanden. Der nutzt nur etwas, wenn er auch den richtigen Luftdruck hat. Deshalb auch die Luftkontrolle einbeziehen in den Wintercheck.

Autowäsche im Winter

Autowäsche bei Minusgraden können kontraproduktiv sein. So dringt Wasser in die Türen ein, gefriert und die Türen sind fest. Empfehlenswert ist die Autowäsche aber dennoch, um das Salz schnell wieder abzuwaschen. Das aber am besten bei Graden über Null. Dabei sollte der Unterboden nicht vernachlässigt werden. Eine Versiegelung mit Wachs hält das Auto danach länger sauber.

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