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Die Auto­welt zog es die­ser Tage nach Chi­na. Vom 21. bis 29. April 2013 fand in Shang­hai die größ­te Auto­mes­se der Welt statt.

Im ers­ten Quar­tal 2013 wur­den in Chi­na 3,9 Mil­lio­nen Autos ver­kauft. In Deutsch­land kön­nen wir glück­lich sein, wenn die Bran­che Ende 2013 wie­der die 3-Mil­lio­nen-Mar­ke knackt. Alles in allem ist der chi­ne­si­sche Markt 2013 für 14 bis 15 Mil­lio­nen ver­kauf­te Neu­wa­gen gut. Und das, obwohl in Metro­po­len wie Shang­hai wegen des über­bor­den­den Ver­kehrs Num­mern­schil­der inzwi­schen ver­stei­gert wer­den, und dabei das monat­li­che Kon­tin­gent von 9 000 Stück trotz Prei­sen von über 10 000 Euro pro Schild ruck­zuck aus­ver­kauft ist.

In Euro­pa läuft das Auto­ge­schäft ange­sichts der Finanz­kri­se außer­or­dent­lich zäh und nie­mand erwar­tet so schnell irgend­ei­ne Bes­se­rung. Kein Wun­der, dass man sich auf Wachs­tums­märk­te wie Chi­na kon­zen­triert. So prä­sen­tier­ten Audi, BMW, Mer­ce­des und Volks­wa­gen auf der Mes­se in Shang­hai ihre wich­tigs­ten Neu­hei­ten. Chi­ne­sen mögen Stu­fen­heck­wa­gen, also bekom­men sie die A3-Limou­si­ne. Chi­ne­sen lie­ben auch SUVs immer mehr, also haben VW Cross­Blue Con­cept, BMW X4 Con­cept und Mer­ce­des GLA ihre Welt­pre­mie­re nicht in Detroit oder Genf, son­dern in Shang­hai.

Volks­wa­gen ist mit sei­nen unzäh­li­gen Mar­ken der Markt­füh­rer in Chi­na. Das gegen­wär­ti­ge Ange­bot aus der Pro­duk­ti­on in zwei Joint Ven­tures mit SAIC (Shang­hai Volks­wa­gen) und FAW (First Auto­mo­bi­le Works) und aus impor­tier­ten Fahr­zeu­gen setzt sich aus 90 ver­schie­de­nen Model­len zusam­men.

Die chi­ne­si­schen Auto­her­stel­ler tun sich nach wie vor sehr schwer. Ihre Pro­duk­te kön­nen mit west­li­chen Stan­dards nicht mit­zie­hen. Den größ­ten Markt­an­teil hat noch die bei uns recht unbe­kann­te Fir­ma Gre­at Wall mit zir­ka 3,7 Pro­zent. Und ab und zu stel­len die Chi­ne­sen immer noch dreis­te Kopi­en west­li­cher Ver­kaufs­schla­ger als Mes­se­neu­hei­ten ab.