Als eine der bedeu­tends­ten Auto­mes­sen über­haupt öff­net die 66. IAA vom 16. bis zum 24. Sep­tem­ber ihre Tore.  Zu die­sem auto­mo­bi­len Groß­ereig­nis auf 230.000 Qua­drat­me­tern Flä­che haben sich rund 1.100 Aus­stel­ler ange­sagt. Trotz­dem wer­den wich­ti­ge Auto­mar­ken nicht mit von der Par­tie sein.

Besu­cher­an­sturm auf der Auto­mo­bil-Leit­mes­se IAA. Exper­ten ver­mu­ten Besu­cher-Rück­gang auf­grund von Her­stel­ler-Absa­gen.

Nur kei­ne Panik: Mer­ce­des hat wie­der die Fest­hal­le in Beschlag, BMW mie­tet die Hal­le 11 und VW stellt sei­ne Neu­hei­ten in Hal­le 3 vor. Deut­sche Auto­her­stel­ler zei­gen also Flag­ge. Den­noch hagel­te es schon im Vor­feld der Mes­se unge­wöhn­lich vie­le Absa­gen. So wird der Fiat-Chrys­ler-Kon­zern feh­len, wes­halb es also kei­nen neu­en Abarth, Lan­cia, Alfa, Jeep und auch kei­nen Fiat in den Frank­fur­ter Hal­len zu bewun­dern gibt. Und die schwe­di­sche Mar­ke Vol­vo ver­zich­tet schon zum zwei­ten mal auf ihren IAA-Auf­tritt. Auch Mitsu­bi­shi scheut dies­mal den Weg zur Mes­se.

Vol­vo-Neu­heit V90 Cross Coun­try, die nicht auf der IAA zu sehen sein wird. Der Her­stel­ler bleibt der Mes­se fern.

Absagen der Importeure

Wei­te­re Absa­gen kamen von Nis­san, Infi­niti, Rolls Roy­ce und auch von Tes­la. Der fran­zö­si­sche PSA-Kon­zern speckt ab und beschränkt sich auf die Mar­ke Citro­en. Auch Audi spart, ver­zich­tet auf einen Solo-Auf­tritt und gesellt sich in Hal­le 3 zu den Kon­zern­schwes­tern. Immer­hin mel­det die Mes­se über 50 Pkw-Mar­ken, die Frank­furt die Treue hal­ten. Aber die Neu­zu­gän­ge WEY und Che­ry aus Chi­na kön­nen die pro­mi­nen­ten Aus­fäl­le wohl nicht aus­glei­chen.

Messe für die neue, mobile Welt

Der Ver­band der Auto­mo­bil­in­dus­trie als Mes­se­ver­an­stal­ter betont hin­ge­gen das Mes­se­kon­zept. Es geht um die Dar­stel­lung der neu­es­ten Ent­wick­lun­gen in der auto­mo­bi­len Welt durch Digi­ta­li­sie­rung, Auto­ma­ti­sie­rung, Elek­tro­mo­bi­li­tät und neue Mobi­li­täts­leis­tun­gen. Dabei sind Face­book und Goog­le mit von der Par­tie.

Hohe Kosten für ein überlebtes Konzept

Ein Grund für die vie­len Absa­gen liegt sicher in den immensen Kos­ten. Ein Qua­drat­me­ter­preis von 166 Euro mag auf den ers­ten Blick gering erschei­nen, sum­miert sich aber bei einer Flä­che von 12.000 Qua­drat­me­tern, die BMW mit der Hal­le 11 mie­tet, auf run­de 2 Mil­lio­nen Euro rei­ne Mie­te. Die Kos­ten für dem Mer­ce­des-Auf­tritt in der Fest­hal­le schät­zen Exper­ten auf eine acht­stel­li­ge Sum­me. Der Auto­ex­per­te Fer­di­nand Duden­höf­fer sieht noch einen wei­te­ren Grund für die Absa­gen: Das Kon­zept habe sich über­lebt, im Inter­net kön­ne man neue Autos frü­her und bes­ser sehen als in einer Mes­se­hal­le. Nach dem Aus­stel­ler­schwund sei danach auch ein Zuschau­er­schwund und Bedeu­tungs­ver­lust der Mes­se zu befürch­ten.

An Neuheiten auf der IAA kein Mangel

Den­noch, aller Absa­gen zum Trotz, wird an Neu­hei­ten nicht gespart. Die ver­blie­be­nen Her­stel­ler bren­nen Feu­er­wer­ke ab. BMW bringt eine gan­ze Neu­hei­ten-Flot­te in Stel­lung. Bei Mer­ce­des gibt es eini­ge Welt­pre­mie­ren zu bewun­dern, VW modi­fi­ziert den Golf, der korea­ni­sche Auto­bau­er Hyun­dai ergänzt sei­ne Palet­te unter ande­rem mit einem neu­en SUV. Und auch Opel hat gemein­sam mit PSA schon eine Neu­heit in pet­to.

Wir wer­den wei­ter berich­ten.