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Mit Revolutionen lässt sich der britische Sportwagenbauer Morgan traditionell gerne ein wenig Zeit: Seit 1936 wird das vorzeige Modell der Marke schlechthin, der Roadster, fast gleichbleibend produziert. Jetzt stellt Morgan auf dem Genfer Autosalon zwei ganz neue Antriebe für den Klassiker vor.

Nach mittlerweile acht Jahren Pause wird der Plus 8 neubelebt. Er war von 1968 bis 2004 in Serie, wurde sodann aber zugunsten des mittlerweile wieder eingestellten Aero 8 aufgegeben. Der neue Plus 8 besitzt als Herzstück einen 4,8-Liter-V8 mit 367 PS und 490 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Die Maschine kommt aus dem alten BMW 550i. In Kombination mit einem durch Aluminium erreichten Leergewicht von 1 100 Kilogramm geht es fix voran. Mit der manuellen Sechsgang-Schaltung wird nach 4,5 Sekunden 100 km/h erreicht, maximal sind 250 km/h drin.

Den Durchschnittsverbrauch gibt Morgan mit 12,1 Liter auf 100 Kilometer an. Einen Liter wirtschaftlicher ist der Plus 8 mit Sechsstufen-Automatik. Dieser beschleunigt mit 4,2 Sekunden auch etwas schneller von null auf 100. Im Sport-Modus der Automatik werden dann die Gänge bis zu 6 500 Touren ausgedreht. Morgan unterstreicht die Komfortnote des neuen Plus 8: Auch große Fahrer sollen komfortabel in dem 4,01 Meter langen Fahrzeug unterkommen. Außer einem Mohair-Verdeck sorgen eine Klimaanlage sowie ein CD-Radio für das Wohlergehen. In Großbritannien gibt es den Plus 8 für  85.200 Pfund, das sind  etwa 102 000 Euro.

Fast bahnbrechend mutet die zweite Neuerscheinung auf dem Morgan-Stand in Genf an: der elektrische Plus E. Er wurde zusammen mit den britischen Firmen Zytek und Radshape konzipiert und soll die Kundenreaktionen testen. Wenn genügendes Interesse besteht, könnte der Roadster in Serie gehen. Der 1 250 Kilogramm gewichtige Morgan Plus E teilt sich den Alu-Aufbau mit seinem V8-Bruder. Als Antrieb tritt ein 95 PS starker Elektromotor aus dem Hause Zytek auf. Er beschleunigt den Wagen in sechs Sekunden von null auf 100 km/h, die Spitze betitelt Morgan mit 185 km/h an. Bezüglich der Reichweite sollen 193 Kilometer möglich sein. Anfangs sollen zwei Plus E als Konzeptfahrzeuge hergestellt werden: ein Modell mit manuellem Fünfgang-Getriebe und Li-Ionen-Akku sowie eines mit alternativer Batterietechnik inklusive sequenziellem Getriebe.