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Kategorie: Forschung

Verbrennungsmotoren haben (doch noch) Zukunft

Zur Zeit wird hef­tig gestrit­ten in Sachen Emis­sio­nen von Ver­bren­nungs­mo­to­ren. Aber wie sieht die Zukunft der Auto­mo­bi­le aus?  Dabei ist vor allem der Die­sel­mo­tor schon in Ver­ruf gekom­men. Alter­na­ti­ven ste­hen hoch im Kurs. Aber obwohl die angeb­lich „sau­be­ren“ E-Autos doch noch wie Blei in den Schau­fens­tern der Auto­häu­ser ste­hen, ver­spre­chen Poli­tik und Auto­in­dus­trie den „Strom­ern“ eine gro­ße Zukunft - Jetzt stellt Zulie­fe­rer Con­ti klar: Ver­bren­nungs­mo­to­ren wird es wei­ter­hin geben.

Es soll eine Viel­falt der Antriebs­sys­te­me neben­ein­an­der exis­tie­ren, so wie Con­ti­nen­tal die auto­mo­bi­le Zukunft sieht. Und der Ver­bren­nungs­mo­tor habe sei­nen Zenit noch nicht über­schrit­ten. Foto: Con­ti­nen­tal

So erklärt Con­ti­nen­tal: „Die Autos der Zukunft wer­den elek­trisch fah­ren. Dazu voll ver­netzt und auto­ma­ti­siert. Wir rech­nen 2025 mit einem Markt­an­teil für rein elek­tri­sche Antrie­be in Höhe von etwa zehn Pro­zent“, sag­te Con­ti-Vor­stands­vor­sit­zen­der Dr. Elmar Degen­hardt. Für Hybrid­an­trie­be wer­de er vor­aus­sicht­lich nahe­zu 30 Pro­zent betra­gen. Der Ver­bren­nungs­an­trieb hat sei­nen Zenit also tat­säch­lich erst noch vor sich.

Der Verbrennungsmotor ist noch nicht am Ende

Erst nach 2025 erwar­tet Con­ti­nen­tal einen lang­sa­men Volu­men­rück­gang beim Ver­bren­nungs­an­trieb. Bis dahin kön­ne er noch viel effi­zi­en­ter wer­den, etwa auch durch 48-Volt-Sys­te­me, und habe sei­nen Zenit erst noch vor sich, ist sich Degen­hardt sicher. Der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer rech­net somit in der kom­men­den Deka­de wei­ter­hin mit gro­ßem Wachs­tums­po­ten­zi­al für Tech­no­lo­gien, die den Kraft­stoff­ver­brauch von Fahr­zeu­gen sen­ken. Nur damit lie­ßen sich die welt­weit zuneh­mend stren­ge­ren Abgas­nor­men und Emis­si­ons­vor­ga­ben wei­ter­hin erfül­len.

In kon­ven­tio­nel­len Antrie­ben wird daher nach Ein­schät­zung des Unter­neh­mens der Anteil an Elek­tro­nik, Sen­so­rik und Soft­ware wei­ter zuneh­men. Die erwar­te­ten Umsatz­zu­wäch­se mit Tech­no­lo­gien für elek­tri­sche Antrie­be sol­len die nach 2025 vor­aus­sicht­lich sin­ken­den Umsät­ze aus Geschäf­ten mit Pro­duk­ten und Sys­te­men für Fahr­zeu­ge mit kon­ven­tio­nel­lem Antrieb mehr als aus­glei­chen.


So autonom fährt die S-Klasse ab Herbst

Mer­ce­des-Benz Intel­li­gent Dri­ve in der neu­en S-Klas­se mit stre­cken­ba­sier­ter Anpas­sung der Geschwin­dig­keit.

Mit neu­en oder in ihren Funk­tio­nen erheb­lich erwei­ter­ten Fahr­as­sis­tenz-Sys­te­men soll die neue Mer­ce­des-Benz S-Klas­se im Herbst einen wei­te­ren Schritt hin zum auto­no­men Fah­ren schaf­fen. Mit ver­bes­ser­ten Kame­ra- und Radar­sys­te­men hat sie das Ver­kehrs­um­feld bes­ser im Blick. Außer­dem bezieht sie Kar­ten- und Navi­ga­ti­ons­da­ten in die Berech­nung des Fahr­ver­hal­tens mit ein.

 

Neue Assistenten sind dabei

 

Hier die wich­tigs­ten Funk­tio­nen: Der Akti­ve Abstands-Assis­tent Distro­nic und der Akti­ve Lenk-Assis­tent unter­stüt­zen den Fah­rer beim Abstand­hal­ten und Len­ken kom­for­ta­bler; die Geschwin­dig­keit wird durch den Distro­nic-Assis­ten­ten jetzt auch bei Kur­ven, Kreis­ver­keh­ren, Kreu­zun­gen sowie Aus­fahr­ten und zum Abbie­gen auto­ma­tisch ange­passt. Der Stre­cken­ab­schnitt wird dann in Abhän­gig­keit vom gewähl­ten Fahr­pro­gramm kraft­stoff­s­pa­rend, kom­for­ta­bel oder dyna­misch durch­fah­ren. Danach beschleu­nigt das Fahr­zeug wie­der auf die Setz­ge­schwin­dig­keit. Hin­zu kom­men der Akti­ve Not­halt-Assis­tent und ein erheb­lich ver­bes­ser­ter Akti­ver Spur­wech­sel-Assis­tent. Der Fah­rer erkennt jeder­zeit auf einen Blick, wel­che Assis­tenz­funk­tio­nen er gewählt hat und auf wel­che Situa­tio­nen die Sys­te­me gera­de reagie­ren. Ein­deu­ti­ge Icons – etwa ein Lenk­rad mit Hän­den auf bei­den Sei­ten – infor­mie­ren ihn sowohl auf dem Bild­schirm als auch im Head-up-Dis­play.

 

Schneller als vermutet zum „Automatisierten Fahren“

 

„Die neue S-Klas­se hebt Mer­ce­des-Benz Intel­li­gent Dri­ve auf das nächs­te Niveau“, sagt Dr. Micha­el Haf­ner, Lei­ter Auto­ma­ti­sier­tes Fah­ren und Akti­ve Sicher­heit bei Mer­ce­des-Benz. „Wir nähern uns dem Ziel des auto­ma­ti­sier­ten Fah­rens kon­se­quent und schnel­ler, als vie­le ver­mu­ten.“ Als Pio­nier der auto­mo­bi­len Sicher­heit forscht Mer­ce­des-Benz so inten­siv wie kei­ne ande­re Auto­mo­bil­mar­ke auf die­sem Gebiet. Haf­ner: „Die Soft­ware-Pro­gram­mie­rung der Assis­tenz­funk­tio­nen machen wir seit jeher inhouse. Wir sind daher sehr schnell in der Umset­zung neu­er Ideen.“


E-Autos: Die ungenutze Prämie

E-Autos: Die Käu­fer üben sich in Zurück­hal­tung.

Kaufprämie wird kaum genutzt

Ein hal­bes Jahr nach dem Start der Kauf­prä­mie für E-Autos lie­gen die Stro­mer immer noch wie Blei in den Auto­re­ga­len. Bis zum Ende des Jah­re 2016 waren es gera­de mal etwas über 9 Tau­send Anträ­ge, die auf die E-Auto-Prä­mie gestellt wur­den - fast die Hälf­te kam von Unter­neh­men. Dabei woll­ten nur 5.100 Antrag­stel­ler in ein rei­nes Elek­tro­au­to stei­gen und die vol­le För­de­rung von 4.000 Euro ein­strei­chen. Rund 3.900 bevor­zug­ten ein Plug-in-Hybrid, das nur mit 3.000 Euro unter­stützt wird.

unerfülltes Ziel der Bundesregierung

Die vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten für die seit Juli 2016 erhält­li­che Prä­mie von ins­ge­samt 1,2 Mil­li­ar­den Euro wol­len sich Bund und Her­stel­ler tei­len. Die Anzahl der Anträ­ge bleibt aller­dings nach wie vor mei­len­weit hin­ter den Erwar­tun­gen zurück. Das Ziel der Bun­des­re­gie­rung eine Mil­li­on Elek­tro­fahr­zeu­gen bis 2020 zuzu­las­sen, ist nicht mehr rea­lis­tisch. Auch die Erwar­tung der Bun­des­re­gie­rung durch die Prä­mi­en den Kauf von min­des­tens 300.000 Fahr­zeu­gen anzu­kur­beln wird wohl uner­füllt blei­ben. Die Nach­fra­ge bleibt schwach. Die klei­nen E-Autos blei­ben ein teu­rer Kauf, die Reich­wei­ten blei­ben beschei­den und die Lade­sta­tio­nen sind noch rar.

E-Autos: Die Lade­sta­tio­nen blei­ben noch rar.  © RUB, Foto: Schir­de­wahn

Technologie soll sich durchsetzen

Den­noch bleibt Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dob­rindt (CSU) opti­mis­tisch, dass sich die­se Tech­no­lo­gie durch­set­zen wer­den. Es sei eine Fra­ge der Zeit, die Akzep­tanz müs­se wach­sen, auch wenn dabei noch „ein Stück Dyna­mik“ feh­le, wie der Minis­ter sich gegen­über der „Deut­schen Pres­se Agen­tur“ äußer­te. Woher die feh­len­de Dyna­mik kom­men soll, bleibt aller­dings noch offen.


Eine Frage der Haftung

Das Auto fährt von selbst - Poli­tik, Indus­trie und nicht zuletzt Ver­si­che­run­gen ver­spre­chen sich vom auto­no­men Fah­ren sin­ken­de Unfall­zah­len in Euro­pa. Ein zen­tra­les Pro­blem liegt in der recht­li­chen Absi­che­rung. Wer trägt die Ver­ant­wor­tung, der Fah­rer oder die Sys­te­me?

Autos, die eine Park­lü­cke erken­nen kön­nen und von selbst ein­par­ken, die von selbst in der Spur blei­ben und an einer roten Ampel anhal­ten, oder die selb­stän­dig im Park­haus ein- und aus­fah­ren - all das und noch viel mehr ist kein Sci­ence-Fic­tion mehr, son­dern tech­nisch bereits mög­lich und steht davor, Rea­li­tät zu wer­den. Der Kern der Sache liegt aber weni­ger in der tech­ni­schen Mach­bar­keit als in der juris­ti­schen Ver­ant­wor­tung. Es geht schlicht und ergrei­fend um die Fra­ge der Haf­tung. Anders gespro­chen: Wer muss haf­ten, wenn trotz aller Vor­sicht und allem High­Tech ein auto­nom fah­ren­des Auto einen Unfall ver­ur­sacht, also jeman­dem über­fährt im schlimms­ten Fal­le? Die­se grund­sätz­li­che Fra­ge wird der­zeit in der Regie­rungs­ko­ali­ti­on kon­tro­vers behan­delt. Bis­her, und so regelt es die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung bis heu­te, wird der Fah­rer in die Ver­ant­wor­tung und damit auch in die Haf­tung genom­men. Aber bis­her kann­te die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung auch kei­ne selbst­fah­ren­den Autos.

 

Kontroversen bei Gesetzesänderung

 

Die recht­li­che Grund­la­ge hät­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dob­rindt (CSU) gern neu gere­gelt. Auto­ma­ti­sier­te Sys­te­me soll­ten mit vol­ler Kon­trol­le über ein Fahr­zeug dem Fah­rer recht­lich gleich­ge­stellt wer­den. Erst vor weni­gen Tagen hat das Bun­des­ka­bi­nett ein Stra­te­gie­pa­pier ver­ab­schie­det, aus dem her­vor­geht, „dass die ord­nungs­ge­mä­ße Nut­zung auto­ma­ti­sier­ter und ver­netz­ter Fahr­zeu­ge kei­ne Sorg­falts­pflichts­ver­let­zung des Fah­rers dar­stellt. Der Fah­rer haf­tet dem­nach also nicht, son­dern letzt­lich der Her­stel­ler. Für Dob­rindt lau­tet so das „inno­va­ti­ons­freund­lichs­te“ Stra­ßen­ver­kehrs­recht der Welt. Es soll dem Auto­land Deutsch­land auch einen tech­no­lo­gi­schen Vor­sprung und wei­te­ren Fort­schritt in Sachen Auto­ma­ti­sie­rung und Ver­net­zung bewah­ren.

Sein Kabi­netts­kol­le­ge und Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) lehnt aller­dings eine Geset­zes­än­de­rung ab. Für ihn bleibt der Fah­rer in der Ver­ant­wor­tung. Inwie­weit das Sys­tem bei einem Unfall ver­ant­wort­lich ist, sol­len sei­ner Mei­nung nach die Gerich­te im Ein­zel­fall klä­ren. Der Fah­rer ist dem­nach auch für die Sys­te­me im auto­no­men Fahr­zu­stand ver­ant­wort­lich. Kri­ti­ker sehen in die­ser Hal­tung eine Mani­fes­ta­ti­on für den tech­no­lo­gi­schen Rück­schritt.


Künstliche Intelligenz in selbstfahrenden Autos - Wer soll überfahren werden?

pgott­schalk / foto­lia

Selbst­fah­ren­de Autos sind kei­ne Zukunfts­vi­si­on mehr. Sie wer­den immer erfolg­rei­cher im offe­nen Stra­ßen­ver­kehr erprobt. So leg­ten die 20 auto­no­men Goog­le Autos in ver­gan­ge­ner Zeit Jahr rund 3 Mil­lio­nen Kilo­me­ter ohne einen selbst­ver­schul­de­ten Feh­ler oder Unfall zurück. Die Algo­rith­men sind äußerst vor­sich­ti­ge Fah­rer. Sie über­prü­fen z.B. beim Grün wer­den der Ampel in Mil­li­se­kun­den, ob sich die ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer über­haupt an die Regeln hal­ten, bevor es los­fährt.

Auch deutsche Autohersteller wollen mit KI Autos zu Entscheidungen bringen

Aber nicht nur Goog­le arbei­tet im neu­en Markt der auto­no­men Fahr­zeu­ge. Auch Daim­ler und BMW ver­su­chen sich in die­ser Bran­che zu eta­blie­ren. Doch so ver­schie­den die Fahr­zeu­ge aus­se­hen und im Detail funk­tio­nie­ren, haben sie doch alle das glei­che Pro­blem. Den so genann­ten „Trol­ley-Effekt“, wel­cher im Gro­ben die Fra­ge auf­wirft, ob man einen Men­schen töten soll um ande­re zu ret­ten. Wie ent­schei­det man sich, wenn man unkon­trol­liert auf eine Men­schen­men­ge fährt? Über­fährt man beim Aus­wei­chen lie­ber eine Per­son als zehn in der Men­schen­men­ge oder fährt man gegen die Wand und opfert sich selbst?

Vor die­sem Schritt ste­hen nun die Ent­wick­ler der Fahr­zeu­ge, die „pro­gram­mie­ren“ müs­sen, wie sich das Fahr­zeug bei wel­chem Sze­na­rio zu ver­hal­ten hat. Natür­lich soll das Auto so wenig Men­schen­le­ben wie nur mög­lich gefähr­den, aber gibt es dafür eine über­haupt eine rich­ti­ge Lösung?

In jedem Fall erwar­tet uns eine span­nen­de Zukunft, wie wir Sie bis­lang nur aus Fil­men ken­nen. So ein Fahr­zeug muss geson­dert gewar­tet und viel­leicht auch gewa­schen wer­den. Auch der momen­tan boo­men­de Gebraucht­wa­gen­markt wird sicher­lich von die­ser Ent­wick­lung pro­fi­tie­ren.

Wie ste­hen Sie zu dem The­ma und was wäre Ihr Lösungs­vor­schlag zu der “Trol­ley-Pro­ble­ma­tik“? Kommt ein selbst­fah­ren­des Auto für Sie über­haupt in Fra­ge oder ver­las­sen Sie sich nur auf Ihre eige­nen Fähig­kei­ten im Stra­ßen­ver­kehr?