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Kategorie: Reifen

GTÜ testet Reifenpannensets

Reifenpanne: Heute hilft nur noch das Reifenpannenset. Fotos: Tschovikov/GTÜ

Bei einer Reifenpanne war früher der Ersatzreifen die letzte Rettung. Mittlerweile haben die Autohersteller die Ersatzreifen aus Gewichtsgründen durch Reifenpannensets ersetzt. Aber meist machen die Autofahrer erst beim Zwangsstopp auf dem Standstreifen der Autobahn erste Bekanntschaft mit dem Set, das den platten Reifen wieder abdichten und mit Druck versorgen soll.  Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat zusammen mit der Fachzeitschrift „Auto Bild“ acht Reparatur-Kits zur Behebung einer Reifenpanne geprüft.

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Der veredelte GT: Ein Fall für Herrenreiter

Der Mercedes-AMG GT ist schon im Serientrimm ein überaus sportliches dynamisches Fahrzeug, welches mit einer guten Portion Rennwagen-DNA vorfährt. Mit seinen Tuningkomponenten impft der norddeutsche Automobilveredeler Luethen Motorsport dem schnittigen Stuttgarter nun noch ein zusätzliches Plus dieser sportiven Erbanlagen ein.

Schon aus der Ferne fallen die Luethen Motorsport-Schmiederäder in den Formaten 10×20 Zoll an der Vorderachse und 11×21 Zoll an der Hinterachse auf. Die eigens für den AMG-GT konstruierten Schmiederäder sorgen mit Pilot Super Sport-Hochleistungsbereifung des Entwicklungspartners Michelin – 265/30ZR20 vorn und 305/25ZR21 hinten (für 12×21 Zoll in 325/25ZR21) – sowie breiterer Spur für einen besonders satten Auftritt.


Großen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Fahrzeuges nehmen selbstverständlich auch die TÜV-geprüften Luethen Motorsport-Aerodynamikkomponenten, welche vollständig aus kohlefaserverstärktem Kunststoff bestehen. Auffälligstes Bauteil des Carbon-Paketes ist der verstellbare Heckflügel, der den AMG GT deutlich sportlicher dastehen lässt und zudem zusätzlichen Abtrieb an der Hinterachse generiert. Perfekt dazu passend hat Luethen Motorsport einen Heckdiffusor, einen Frontsplitter mit seitlichen Luftführungen, aggressiv gestaltete Lufteinlässe und geradlinige Seitenleisten im Programm.


Fast schon obligatorisch für sportlich ambitionierte Eigner eines AMG GT ist ferner eine Tieferlegung des Fahrzeugs. Das Serienfahrwerk ist zwar gut abgestimmt, jedoch schlichtweg zu hoch, wie Luethen Motorsport findet. Der Veredler bietet seinen Kunden im Fahrwerksbereich verschiedene Optionen. AMG GT-Besitzern die ihr Fahrzeug zum größten Teil auf der Straße bewegen, empfiehlt der Tuner verstellbare Sportfedern: „Für den sportlichen Straßenbetrieb und gelegentliche, nicht professionelle Rennstreckeneinsätze sind die Seriendämpfer ausreichend. Unsere einstellbaren Sportfedern kombinieren die Möglichkeit, die Fahrzeughöhe individuell einzustellen, ohne dabei auf die serienmäßigen elektronischen Einstellmöglichkeiten der Stoßdämpfer verzichten zu müssen“, erläutert Dipl.-Ing. (FH) Markus Lüthen.


Drehmoment, Leistung sowie Höchstgeschwindigkeit des Mercedes-AMG GT bleiben bei Luethen Motorsport ebenfalls nicht auf dem Serienstand. Für mehr Power ist ein zusätzliches Motorsteuergerät lieferbar, welches dem Fahrzeug bis zu 612 PS Leistung und 780 Nm Drehmoment verschafft, sodass eine Höchstgeschwindigkeit von (elektronisch begrenzten) 330 km/h erzielt werden kann.


Die großen Winterreifentests: ADAC und Auto Bild

Winterreifentest des ADAC bei Ulrichen in der Schweiz.

Deutschland – ein Land der Reifentests. Kaum eine Nation nimmt Reifen derart minutiös unter die Lupe wie Deutschland. Die beiden größten Testinstanzen sind hier der Autofahrerclub ADAC, die für diesen Winter nicht weniger als insgesamt 35 Reifen in drei Dimensionen geprüft haben und die auflagenstarke Auto Bild, die im 1. Auswahlverfahren gleich mal 50 Reifenmodelle in der Kompaktwagendimension 205/55 R16 unter die Lupe nahm. Neben reinen Winterreifen kamen beim ADAC auch Ganzjahresreifen auf den Prüfstand – über die wir schon berichteten. Ein Allrounder, der zu allen Jahreszeiten verlässliche Fahreigenschaften bietet, war, so die Autoclub-Tester, nicht dabei. Ganzjahresreifen bleiben eben ein Kompromiss.

Beim ADAC Winterreifentest  zeigten sich kaum Überraschungen. Viele gute und zum Teil sehr gute Einzeleigenschaften lassen den Käufern die Wahl. Hier sollten die Verbraucher sich am besten in Bezug auf ihre individuellen Anforderungen beraten lassen. Eines fällt allerdings hinsichtlich der Reifenauswahl auf: Reifen von Continental, zum Teil Michelin, Fulda und weitere, sonst immer dabei, sind diesmal in diesem Test nicht vertreten. Grund: Wegen der Umstellung auf ein neue Modell sei der Reifen im Handel von nicht erhältlich gewesen, so der Club.

In der unteren Mittelklasse (Reifengröße 225/45 R17) gibt es unter den 13 getesteten Winterpneus nur ein gutes Modell. Die ADAC-Tester stellen für diese Reifendimension besondere Anforderungen an die Haftung, die der Dunlop Winter Sport 5 am besten erfüllt. Ein breites Feld aus zehn Modellen zeigt hier Schwächen und erreicht die Gesamtnote „befriedigend“, gefolgt von zwei Reifen, die aufgrund von Nässeschwächen nur ein „ausreichend“ erhielten.

Ergebnisse des ADAC Winterreifentest.

In der Kleinwagendimension 185/65 R15 erreichen von den 15 getesteten Modellen zwei das Urteil „gut“: Der Goodyear Ultra Grip 9 punktet mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch, der Michelin Alpin A4 mit dem geringsten Verschleiß im Gesamtvergleich. Elf Modelle erzielen ein „befriedigend“, und zwei fallen vor allem wegen ihrer schwachen Seitenführung mit dem Urteil „mangelhaft“ durch.

Die auflagenstarke Auto Bild zog ein erstes Fazit vor allem aus dem umfangreichen Vortest, bei dem die sogenannten „Billig-Reifen“ reihenweise durchfielen. Das Urteil bestätigte sich dann auch bei den weiteren Tests für SUV-Reifen in der Auto Bild allrad und für Sportreifen in der Auto Bild sportscars. Auto Bild-Tester und Redakteur Dierk Möller fasst zusammen: „Alle drei Tests zeigen: Sicherheit und Qualität haben ihren Preis. Billig-Reifen ist nicht zu trauen.“

Diese landeten durchweg auf den letzten Plätzen, vor allem wegen der enorm langen Bremswege bei Nässe und auf trockener Piste. Für den Test kaufte die Auto Bild im Handel anonym 50 Reifensätze. Bereits nach der Vorrunde war für 23 Kandidaten Schluss wegen zum Teil deutlich verlängerten Bremswegen auf nasser Fahrbahn. Auffällig: Kein Billig-Reifen schafft es in die zweite Testrunde.  Dafür hatte Das Hamburger Blatt den Continental Winter-Contact TS 860 im Testprogramm, der glatt auf Platz eins in der Gesamtwertung kam. Zudem überzeugen der Michelin Alpin 5 und der Ultragrip 9 von Goodyear, die auf den Plätzen zwei und drei folgen.

Sowohl bei den SUV, als auch bei den Highspeed-Pneus können wiederum die Markenhersteller punkten: Die Reifen von Goodyear (Ultragrip Performance SUV Gen-1 / Ultragrip Performance Gen-1) sind Testsieger. Auf Rang zwei folgt Continental (Winter-Contact TS 850P SUV / Winter-Contact TS 850P). Die Winterreifen von Dunlop (Winter Sport 5 SUV / Winter Sport 5) sichern sich den dritten Platz.

 


Winterreifen: 13 im Test, vor zweien wird gewarnt

 

Winterreifentest von GTÜ und Auto Zeitung

Schon seit langem kooperieren die Überwachungsorganisation GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) und die „Auto Zeitung“ aus dem Motorpresse-Verlag, was die Tests angeht. So auch beim diesjährigen Winterreifentest, bei dem dreizehn Winterreifen der Größe 205/55 R16 auf einem VW Golf 1,6 TDI/1,4 TSIauf den Prüfstand kamen.

Die Ergebnisse können sich bis auf wenige Ausnahmen sehen lassen: Die Markenreifen im gehobenen Preissegment absolvierten die Tests auf winterlichen Straßenverhältnissen ohne größere Ausrutscher. Lediglich ein Reifen aus asiatischer Produktion fiel wegen mangelhafter Sicherheit durch.
Als Testsieger geht der brandneue Continental Winter Contact TS 860 mit der GTÜ-Bestnote „sehr empfehlenswert“ durchs Ziel – mit extrem gutem Gripp sowie sehr hohen Sicherheitsreserven auf Schnee und regennasser Fahrbahn. Auch bei trockenen Straßenverhältnissen fährt der Conti ganz vorne mit, nicht zuletzt dank des niedrigsten Rollwiderstands aller getesteten Reifen.
Auf Platz zwei landet der ebenfalls sehr empfehlenswerte reinrassige Winterprofi WR D4 von Nokian, der nicht nur auf Schnee, sondern auch bei Nässe und Trockenheit sicher und effizient rollt. Platz drei belegt der neue Pirelli Cinturato Winter, der auf Schnee und Nässe zwar Bestnoten erhält, dem es auf trockener Straße aber etwas an Griffigkeit mangelt. Zudem ist sein Rollwiderstand recht hoch. Knapp dahinter liegen punktgleich der Goodyear Ultra-Grip 9 und der Michelin Alpin 5, die sich keine ernsten Schwächen leisten. Auch „sehr empfehlenswert“ sind die in der Gesamtwertung folgenden Pneus Dunlop Winter Sport 5 und Hankook Winter i-cept RS2.

Ein Wermuthstropfen bleibt: Bei den Nachtests, die zur Überprüfung der Ergebnisse anstehen, lieferte ausgerechnet der Nokian-Reifen schlechtere Ergebnisse ab, die das Werk auf Nachfrage mit Fertigungsschwankungen zwischen verschiedenen Werken erklärte. Die Tester: „So wies der von Nokian gelieferte WR D4 aus finnischer Produktion einen um 6,5 Prozent besseren Nassgriff auf als das gekaufte Produkt aus einem russischen Werk.“  Das lässt gerade deshalb aufhorchen, weil Nokian noch Anfang dieses Jahres zugegeben hatte über Jahre hinweg bei Reifentests unabhängiger Zeitschriften betrogen zu haben, indem für die Tests besondere Reifen mit besseren Eigenschaften extra angefertigt worden sind. Die ersten Testsätze hatte Nokian direkt geliefert, die zum Nachtest benötigten Reifen wurden im Handel gekauft. Doch jetzt soll alles seine Richtigkeit haben, jedenfalls nach den Erkundigungen der Zeitschrift, die in ihrer Ausgabe 21/2016 berichtet: „Ab der DOT 2116 soll es laut Nokian zwischen beiden Werken jedoch keine Unterschiede mehr geben.“

Es gibt aber auch auf dem deutschen Markt immer noch Winterreifen speziell aus Asien, vor denen die GTÜ-Sicherheitsexperten regelrecht warnen müssen. Zu diesen Kandidaten gehört die Marke Westlake aus China. Der Winterreifen SW 618 legt insbesondere bei Nässe mit langem Bremsweg und frühem Aquaplaning ein sehr unsicheres bis gefährliches Fahrverhalten an den Tag. Von solchen Reifen sollte man allein aus Gründen der Sicherheit lieber die Finger lassen – warnen die Tester der Auto Zeitung.

Ergebnis der Test-Kooperation von GTÜ und Auto Zeitung – hier in der Tabelle der GTÜ zusammengefasst. Noch detaillierter finden sich die Ergebnisse im Heft der Auto Zeitung 21/2016.


ADAC testet Ganzjahresreifen – es bleibt ein Kompromiss

Es ist wieder so weit. Zwar sind die Temperaturen noch nicht ganz auf Winter eingestellt, dafür prasseln aber derzeit in kurzer Folge die Winterreifentests der einschlägigen Automagazine auf uns herab. Erster war diesmal der Autoclub ACE, der gemeinsam mit dem österreichischen Partnerclub  ARBÖ Ganzjahresreifen auf einem VW Golf VII in der populären Größe 205/55 R16V unter die Lupe genommen haben. Und weil der Marktanteil dieser Alleskönner weiter zunimmt, hat sich auch der ADAC dieser Reifenart ausführlich gewidmet und sich sieben Modelle für die untere Mittelklasse zur Brust genommen. Da alle Modelle über eine M+S-Kennzeichnung verfügen, gelten Sie auch als Winterreifen im Sinne der Straßenverkehrsordnung zur Erfüllung der situativen Winterreifenpflicht.

ADAC -Test der aktuellen Ganzjahresreifen. Fazit: Die Spezialisten haben ihre Berechtigung, Der Ganzjahresreifen bleibt ein Kompromiss, der Schwerpunkte setzen kann, aber an die Qualitäten eines Spezialisten nicht ganz herankommt.

 

Aber sind es wirklich Alleskönner? Um diese Frage zu beantworten hat der ADAC zum Vergleich je einen guten Sommerreifen und einen guten Winterreifen mit in den Test genommen. Und da zeigt sich erneut, dass Ganzjahresreifen auch keine Wunder vollbringen können. Es gibt eine Art entweder-oder: Entweder sind die Reifen stark auf Schnee, dann hapert es im Trockenen, oder sie glänzen im Trockenen dann hapert es im Schnee. Und eben das ist der Grund, weswegen es Spezialisten gibt. So schlußfolgert der ADAC: „Diese Differenzierungen der verschiedenen Anwendungsbereiche zeigen, dass die Sommer- und Winterspezialisten nach wie vor ihre Bedeutung haben und deswegen vorzuziehen sind, wenn widrigen oder extreme Wetter- und Straßenbedingungen souverän beherrscht werden müssen.“