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Kategorie: Test

Stuttgart als Testfeld für autonomes Fahren

Erpro­bung der Pra­xis: Mer­ce­des fährt nun auto­nom durch Stutt­gart, aller­dings beglei­tet von zwei geschul­ten Testern.

Jetzt geht das Tes­ten rich­tig los: Mercedes-Benz darf die nächste Gene­ra­tion auto­nom fah­ren­der Autos auf öffent­li­chen Stra­ßen im Stutt­gar­ter Raum tes­ten. Dies hat das zustän­dige Regie­rungs­prä­si­dium beschlos­sen. Getes­tet wird in ers­ter Linie das Auto, das per App fah­rer­los zum Besit­zer kommt.

Ziel der auto­no­men Test­wa­gen­flotte auf Basis der V-Klasse von Mercedes-Benz ist es, die neu­este Sen­sor­ge­ne­ra­tio­nen sowie das „DAVOS“-Betriebssystem (Daim­ler Auto­no­mous Vehi­cle Ope­ra­ting Sys­tem) inten­siv im rea­len Ver­kehr zu erpro­ben. Neu an Bord sind dabei neben Lidar-Sensoren auch Deep-Learning-Technologien sowie bis­her im Auto­mo­bil­be­reich kaum ver­wen­dete Gra­fik­pro­zes­so­ren (GPUs). Die Erpro­bung des voll­au­to­ma­ti­sier­ten Fah­rens wird auch künf­tig aus Sicher­heits­grün­den immer von zwei spe­zi­ell geschul­ten Fah­rern im Auto überwacht.

Bereits 2011 hatte Mercedes-Benz die Geneh­mi­gung für das Tes­ten auto­no­mer Fahr­zeuge auf deut­schen Stra­ßen erhal­ten und damit erfolg­reich die Bertha-Benz-Fahrt im August 2013 absol­viert, bei der das For­schungs­fahr­zeug S 500 Intel­li­gent Drive rund 100 Kilo­me­ter zurück­legte. Basie­rend auf den damals gesam­mel­ten Erfah­run­gen sowie aus zahl­lo­sen wei­te­ren Erpro­bungs­fahr­ten welt­weit hat Mercedes-Benz das Davos für auto­nom fah­rende Fahr­zeuge entwickelt.


Testfeld Autobahn: Schilder für Computer

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Neues für den Schil­der­wald. An die­sen zei­chen ori­en­tie­ren sich die Auto­pi­lo­ten in den künf­ti­gen selbst­fah­ren­den Autos. Die Test­stre­cke befin­det sich in Süd­bay­ern rund um das Auto­bahn­drei­eck Hol­le­dau ent­lang der A9 und A93.

Neue Schil­der kom­men ins Land. Aber wer ein sol­ches Zei­chen sieht, kann es getrost miss­ach­ten, denn es ist nicht für Men­schen gedacht. Es dient den Auto­pi­lo­ten in den künf­ti­gen com­pu­ter­ge­steu­er­ten, selbst­fah­ren­den Autos zur Stand­ort­be­stim­mung. Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Ver­kehr und digi­tale Infra­struk­tur initi­ierte ein „Digi­ta­les Test­feld Auto­bahn“ (DTA) für Indus­trie und For­schung, das nun mit sol­chen Schil­dern aus­ge­stat­tet wird, die der Com­pu­ter lesen kann. Inno­va­tive Unter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen kön­nen dort moderne und zukunfts­wei­sende Sys­teme und Tech­no­lo­gien im Real­ver­kehr erpro­ben, z.B. Sen­so­ren, Mess­ein­rich­tun­gen, die Kom­mu­ni­ka­tion von Fahr­zeu­gen unter­ein­an­der oder mit der Infra­struk­tur. Minis­ter Alex­an­der Dobrindt: „Auto­ma­ti­sierte und ver­netzte Fahr­zeuge steu­ern hoch­prä­zise über die Fahr­bahn. Dafür müs­sen sie zu jeder Zeit punkt­ge­nau wis­sen, wo sie sich befin­den. Die spe­zi­el­len Land­mar­ken­schil­der auf dem Digi­ta­len Test­feld Auto­bahn sind dafür ein wich­ti­ger Fix­punkt. Zusam­men mit moderns­ter Sen­so­rik und einer zen­ti­me­ter­ge­nauen digi­ta­len Karte sind die neuen Schil­der ein wei­te­rer Bau­stein auf dem Weg zur ers­ten voll­di­gi­ta­li­sier­ten und voll­ver­netz­ten Straße.“

Die neuen Land­mar­ken­schil­der wer­den von der Auto­bahn­di­rek­tion Süd­bay­ern rund um das Auto­bahn­drei­eck Hol­le­dau auf der A9 und der A93 errich­tet - im Abstand von etwa 2,5 Kilo­me­tern. Sie haben keine Ähn­lich­keit mit StVO-Ver­kehrs­zei­chen und für den mensch­li­chen Fah­rer keine Bedeutung.


Test: Halt dein Cockpit sauber

Cockpit Reiniger Action

Aktion sau­be­res Cock­pit. Wel­ches das rich­tige Mit­tel dazu ist, hat die GTÜ nun getestet.

Es geht um die Rei­ni­gung des Cock­pits und ande­rer Kunst­stoff­teile im Fahr­zeu­gin­nen­raum. Die Gesell­schaft für Tech­ni­sche Über­wa­chung (GTÜ)  emp­fiehlt drin­gend, nicht irgend­ei­nen Rei­ni­ger zu ver­wen­den und hat des­halb nicht ver­schie­dene Rei­ni­gungs­mit­tel unter die Lupe genom­men. Von stark lösungs­mit­tel­hal­ti­gen Sub­stan­zen wie etwa Ter­pen­tin, Nagel­la­ckent­fer­ner oder andere leicht ver­flüch­ti­gende Flüs­sig­kei­ten zur Ent­fer­nung von Schmutz und Fle­cken rät die GTÜ dage­gen drin­gend ab, weil sie unter Umstän­den die Ober­flä­che der Airbag-Module angrei­fen und das Mate­rial dadurch porös wer­den kann. Bei einem Unfall mit Airbag-Aktivierung bestehe dann die Gefahr, dass sich Kunst­stoff­teile der Arma­tu­ren­ta­fel ablö­sen und schwere Ver­let­zun­gen ver­ur­sa­chen. Aber wel­che Cock­pi­t­rei­ni­ger sind empfehlenswert?

Cockpit Reiniger Sortiment

Nicht weni­ger als ein Dut­zend Cockpit-Reiniger ste­hen auf dem Prüfstand.

Die GTÜ hat in einem Pra­xis­test zwölf Cock­pi­t­rei­ni­ger mit­ein­an­der ver­gli­chen. Test­sie­ger mit dem Prä­di­kat „sehr emp­feh­lens­wert“ wurde caramba Cockpit-Spray Fresh gefolgt von sechs eben­falls sehr emp­feh­lens­wer­ten Pro­duk­ten. In der Rei­hen­folge ihrer Plat­zie­rung waren das Nig­rin Cockpit-Spray, Aral Cock­pit Spray, Prim-Auto Cock­pit Pflege, Armor-All Tie­fen­pfle­ger, Sonax Cock­pit Pfle­ger und RS 1000 Cockpit-Pflege. Auf den wei­te­ren Plät­zen noch ein­mal fünf als „emp­feh­lens­wert“ klas­si­fi­zierte Pro­dukte von biloxxi, Liqui Moly, Meguiar‘s, Aero und Audi, die unter den Bezeich­nun­gen „Cockpit-Pflege“ bezie­hungs­weise „Inte­rior Clea­ner“ firmieren.

Test­kri­te­rien

Gewer­tet hat die GTÜ in den vier Haupt­ka­te­go­rien Anwen­dung, Reinigung/Wirkung, Ver­träg­lich­keit und Kos­ten. Da ging es unter ande­rem um Dosier­bar­keit, Ver­teil­bar­keit und Ergie­big­keit der Pro­dukte, die auf­grund ihrer Kon­sis­tenz und mit Hilfe der Sprüh­vor­rich­tun­gen mög­lichst spar­sam und ziel­ge­nau anzu­wen­den sein sollten.

Ent­schei­dend war aller­dings die Prü­fung der Rei­ni­gungs­wir­kung auf typi­scher­weise im Auto ver­bau­tem Kunst­stoff, bei der die Test­pro­dukte mit schwie­ri­gen, aber rea­li­täts­na­hen Bedin­gun­gen kon­fron­tiert wur­den. Sechs in der Kli­ma­kam­mer auf dem Ver­suchs­trä­ger bei Tem­pe­ra­tu­ren von minus 20 bis plus 60 Grad „ein­ge­ba­ckene“ Test­schmutze von Staub über Kugel­schrei­ber­stri­che, fünf­pro­zen­ti­ger Salz­lö­sung, Cola-Orangensaftgemisch, Milch­kaf­fee und Schmier­fett waren gemäß Bedie­nungs­an­lei­tung zu beseitigen.

Format: DIN A4 quer

Sau­ber­män­ner: Kei­ner der Rei­ni­ger war schlecht, so das Ergeb­nis des Tests.

Das Ergeb­nis die­ser Putz­ak­tion lässt sich alles in allem als befrie­di­gend bis sehr gut beschrei­ben. Die größ­ten Pro­bleme machte allen­falls die Wagen­schmiere, mit der knapp die Hälfte der Rei­ni­ger nicht son­der­lich gut zurecht kam. Staub sowie Salz­was­ser und erstaun­li­cher­weise auch das Cola-Saftgemisch konn­ten sich im auto­mo­bi­len Kunst­stoff hin­ge­gen nicht nach­hal­tig ver­ewi­gen. Alle Rei­ni­ger sorg­ten hier für makel­lose Sau­ber­keit, so das Fazit der Tes­ter von der GTÜ.


Scheinwerfertest: Die wahren Leuchten

Lichttest 2016Memmingen, am 07.09.2016

ADAC tes­tet Auto­licht bei SUV - Dioden sind wahre Leuchten.

Ein Ver­gleichs­test von Schein­wer­fern mit lich­te­mit­tie­ren­den Dioden (LED) bei SUV-Modellen bringt es an den Tag: Alle sechs unter­such­ten Fahr­zeuge (VW Tiguan, Audi Q3, BMW X1, Seat Ateca, Hyun­dai Tuc­son, Nis­san Qas­h­qai) zei­gen eine gute bis sehr gute Aus­leuch­tung. Der ADAC tes­tete Grund­aus­leuch­tung, Licht­qua­li­tät, Blend­wir­kung sowie Licht-Assistenzsysteme. Am bes­ten schnitt der Tiguan ab, der als ein­zi­ger über einen dyna­mi­schen Fernlicht- und Kur­ven­licht­as­sis­ten­ten verfügt.
Die Licht­tech­nik hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eine rasante Ent­wick­lung erfah­ren. Neben der bewähr­ten, tech­nisch aber über­hol­ten Halo­gen­tech­nik ver­bau­ten die Her­stel­ler zunächst Xenon-Scheinwerfer und zuletzt ver­mehrt LED-Scheinwerfer. Tech­nisch bie­ten LED-Lichtsysteme hand­feste Argu­mente: Neben der län­ge­ren Halt­bar­keit gegen­über Glüh­bir­nen (Halo­gen) und Gas­ent­la­dungs­lam­pen (Xenon) spre­chen vor allem der geringe Ener­gie­ver­brauch sowie die dem Tages­licht ähn­li­che Licht­farbe für LED-Schweinwerfer.

ADAC KFZ Lichttest, Ingolstadt Audi Lichtkanal, 13.09.2016, BMW X1

ADAC Licht­test,  BMW X1

Gekop­pelt mit Licht­as­sis­tenz­sys­te­men bie­ten LED-Lichtsysteme eine deut­lich bes­sere Aus­leuch­tung und damit mehr Sicher­heit. Ein dyna­mi­scher Fern­licht­as­sis­tent bei­spiels­weise ist in der Lage, vor­aus­fah­rende oder ent­ge­gen­kom­mende Fahr­zeuge gezielt aus­zu­blen­den. Dabei bleibt das Fern­licht aktiv und leuch­tet die Berei­che links und rechts vom Fahr­zeug aus.
Die­ses Mehr an Sicher­heit muss sich der Ver­brau­cher meist mit einem sat­ten Auf­preis erkau­fen. Gutes Licht sollte aber laut ADAC seri­en­mä­ßig zu haben sein. Dass die LED-Lichtsysteme ins­be­son­dere bei den asia­ti­schen Mar­ken an teure Aus­stat­tungs­li­nien gekop­pelt sind, kri­ti­siert der Club ebenfalls.


Die großen Winterreifentests: ADAC und Auto Bild

Win­ter­rei­fen­test des ADAC bei Ulri­chen in der Schweiz.

Deutsch­land - ein Land der Rei­fen­tests. Kaum eine Nation nimmt Rei­fen der­art minu­tiös unter die Lupe wie Deutsch­land. Die bei­den größ­ten Tes­t­in­stan­zen sind hier der Auto­fah­rer­club ADAC, die für die­sen Win­ter nicht weni­ger als ins­ge­samt 35 Rei­fen in drei Dimen­sio­nen geprüft haben und die auf­la­gen­starke Auto Bild, die im 1. Aus­wahl­ver­fah­ren gleich mal 50 Rei­fen­mo­delle in der Kom­pakt­wa­gen­di­men­sion 205/55 R16 unter die Lupe nahm. Neben rei­nen Win­ter­rei­fen kamen beim ADAC auch Ganz­jah­res­rei­fen auf den Prüf­stand - über die wir schon berich­te­ten. Ein All­roun­der, der zu allen Jah­res­zei­ten ver­läss­li­che Fahr­ei­gen­schaf­ten bie­tet, war, so die Autoclub-Tester, nicht dabei. Ganz­jah­res­rei­fen blei­ben eben ein Kompromiss.

Beim ADAC Win­ter­rei­fen­test  zeig­ten sich kaum Über­ra­schun­gen. Viele gute und zum Teil sehr gute Ein­zel­ei­gen­schaf­ten las­sen den Käu­fern die Wahl. Hier soll­ten die Ver­brau­cher sich am bes­ten in Bezug auf ihre indi­vi­du­el­len Anfor­de­run­gen bera­ten las­sen. Eines fällt aller­dings hin­sicht­lich der Rei­fen­aus­wahl auf: Rei­fen von Con­ti­nen­tal, zum Teil Miche­lin, Fulda und wei­tere, sonst immer dabei, sind dies­mal in die­sem Test nicht ver­tre­ten. Grund: Wegen der Umstel­lung auf ein neue Modell sei der Rei­fen im Han­del von nicht erhält­lich gewe­sen, so der Club.

ADAC Winterreifen 2016 Mittelklasse

In der unte­ren Mit­tel­klasse (Rei­fen­größe 225/45 R17) gibt es unter den 13 getes­te­ten Win­ter­pneus nur ein gutes Modell. Die ADAC-Tester stel­len für diese Rei­fen­di­men­sion beson­dere Anfor­de­run­gen an die Haf­tung, die der Dun­lop Win­ter Sport 5 am bes­ten erfüllt. Ein brei­tes Feld aus zehn Model­len zeigt hier Schwä­chen und erreicht die Gesamt­note „befrie­di­gend“, gefolgt von zwei Rei­fen, die auf­grund von Näs­se­schwä­chen nur ein „aus­rei­chend“ erhielten.

Ergeb­nisse des ADAC Winterreifentest.

In der Klein­wa­gen­di­men­sion 185/65 R15 errei­chen von den 15 getes­te­ten Model­len zwei das Urteil „gut“: Der Goo­dyear Ultra Grip 9 punk­tet mit dem gerings­ten Kraft­stoff­ver­brauch, der Miche­lin Alpin A4 mit dem gerings­ten Ver­schleiß im Gesamt­ver­gleich. Elf Modelle erzie­len ein „befrie­di­gend“, und zwei fal­len vor allem wegen ihrer schwa­chen Sei­ten­füh­rung mit dem Urteil „man­gel­haft“ durch.

Die auf­la­gen­starke Auto Bild zog ein ers­tes Fazit vor allem aus dem umfang­rei­chen Vor­test, bei dem die soge­nann­ten „Billig-Reifen“ rei­hen­weise durch­fie­len. Das Urteil bestä­tigte sich dann auch bei den wei­te­ren Tests für SUV-Reifen in der Auto Bild all­rad und für Sport­rei­fen in der Auto Bild sports­cars. Auto Bild-Tester und Redak­teur Dierk Möl­ler fasst zusam­men: „Alle drei Tests zei­gen: Sicher­heit und Qua­li­tät haben ihren Preis. Billig-Reifen ist nicht zu trauen.“

Diese lan­de­ten durch­weg auf den letz­ten Plät­zen, vor allem wegen der enorm lan­gen Brems­wege bei Nässe und auf tro­cke­ner Piste. Für den Test kaufte die Auto Bild im Han­del anonym 50 Rei­fen­sätze. Bereits nach der Vor­runde war für 23 Kan­di­da­ten Schluss wegen zum Teil deut­lich ver­län­ger­ten Brems­we­gen auf nas­ser Fahr­bahn. Auf­fäl­lig: Kein Billig-Reifen schafft es in die zweite Test­runde.  Dafür hatte Das Ham­bur­ger Blatt den Con­ti­nen­tal Winter-Contact TS 860 im Test­pro­gramm, der glatt auf Platz eins in der Gesamt­wer­tung kam. Zudem über­zeu­gen der Miche­lin Alpin 5 und der Ultrag­rip 9 von Goo­dyear, die auf den Plät­zen zwei und drei folgen.

Sowohl bei den SUV, als auch bei den Highspeed-Pneus kön­nen wie­derum die Mar­ken­her­stel­ler punk­ten: Die Rei­fen von Goo­dyear (Ultrag­rip Per­for­mance SUV Gen-1 / Ultrag­rip Per­for­mance Gen-1) sind Test­sie­ger. Auf Rang zwei folgt Con­ti­nen­tal (Winter-Contact TS 850P SUV / Winter-Contact TS 850P). Die Win­ter­rei­fen von Dun­lop (Win­ter Sport 5 SUV / Win­ter Sport 5) sichern sich den drit­ten Platz.

 


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