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Bei Mercedes wird es zwei Neuerungen in der Markenwelt geben. Als Erstes wird bei dem Stuttgarter Autobauer die Luxus-Sub-Marke namens Maybach wieder in das Programm integriert, zweitens soll das kontinuierlich wachsende Modell- und Antriebsportfolio eine neue und überschaubarere Nomenklatur erhalten.

Die Maybach-Manufaktur fabrizierte von 1921 bis 1941 exquisite Automobile in Eigenregie. 1960 übernahm Daimler-Benz (die heutige Daimler AG) die Firma und tat bis zum Jahr 2000 nichts. Dann kündigte der Konzern die Wiedererbelebung an. Zwei Jahre darauf wurden schließlich die ersten Maybach 57 und 62 an Kunden ausgeliefert. Die hohen Entwicklungskosten sowie der schleppende Verkauf wurden der neuen alten Marke 2012 zum Verhängnis. Etwa 300 000 Euro Verlust machte Mercedes-Maybach pro verkauftem Luxus-Fahrzeug. Daher sollte der Name Maybach ab 2013 keine Verwendung mehr finden.

Doch nun die Kehrtwende: Noch im November 2014 wird der neue Mercedes-Maybach S 600 auf der Auto Show in Los Angeles debütieren. Dabei handelt es sich um eine S-Klasse, welche im Radstand erweitert wurde und dementsprechend mehr Platz sowie Komfort im Fond bieten dürfte als die alte Langversion. Im „kurzen“ Serien-Spitzenmodell S 600 verrichtet gegenwärtig ein Sechsliter-V12 mit 389 kW seine Arbeit. Dieses Aggregat könnte auch dem neuen Maybach zu genügend Schubkraft verhelfen. Preislich gibt es bislang noch keine Informationen, der Vorgänger-Maybach kostete geringstenfalls 390 201 Euro.

Die zweite Neuerung gibt es zu Anfang 2015: Die Anpassung der Fahrzeug- und Zusatzbezeichnungen an das steigende Modell- und Antriebsangebot.

Die fünf „Kernbuchstaben“ der Modellreihen werden weiterhin verwendet: „A„, „B„, „C„, „E“ und „S„. Alle SUV-Modelle erhalten fortan den vorgeschobenen Zusatz „GL“, Coupés mit vier Türen „CL“ und Roadster „SL“. Beispiel: Ein Mercedes GLE ist folglich ein SUV auf Grundlage der E-Klasse und der frühere Mercedes ML. Entsprechend dazu ist ein SLC ein Roadster auf C-Klasse-Basis, also der frühere SLK. Nur die G-Klasse und der SL fallen durch ihren Ikonen-Status demnächst aus dem Nomenklatur-Raster.

Damit nicht genug, ebenso die Antriebsarten werden neu definiert: „BlueTEC“ und „CDI“ sind obsolet und ein Dieselmotor lässt sich künftig an einem kleinen „d“ erkennen. „e“ steht dann für die Typen mit Plug-in-Hybrid, „c“ für den Gasbetrieb, „f“ für die Brennstoffzelle und „h“ für die Hybrid-Varianten ohne externe Lademöglichkeit. Künftig auch ohne Zusatz-Buchstabe bleiben die Modelle mit klassischen Ottomotoren.