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Bent­ley prä­sen­tiert ein neu­es Flagg­schiff auf dem Pari­ser Auto­mo­bil­sa­lon (4. bis 19. Okto­ber 2014). Der neue Muls­an­ne Speed soll das „schnells­te Luxus­au­to­mo­bil der Welt“ wer­den, ver­kün­de­te Bent­ley. Dazu ver­pass­ten die Desi­gner und Inge­nieu­re dem Luxus-Bri­ten neue exklu­si­ve Design-Ele­men­te, eine Sport­ab­stim­mung für Fahr­werk und Len­kung und über­ar­bei­te­ten das Antriebs­ag­gre­gat.

In 4,9 Sekun­den kommt der knapp 5,58 Meter lan­ge und 2,6 Mega­gramm schwe­re Muls­an­ne Speed von null auf 100 km/h. Ende ist erst bei 305 km/h. Als Trieb­werk dient dem Bri­ten die ver­än­der­te Ver­si­on des 6,75-Liter-V8-Biturbo, wel­cher aus der klas­si­schen Muls­an­ne-Limou­si­ne bekannt ist. Der Hub­raum-Rie­se leis­tet im neu­en Speed 394 kW sowie ein maxi­ma­les Dreh­mo­ment von 1 100 New­ton­me­ter. Letz­te­res liegt schon bei 1 750 U/min an. Für die Über­tra­gung der Kraft an die Hin­ter­ach­se wird ein eben­so über­ar­bei­te­tes Acht­gang-Auto­ma­tik­ge­trie­be ver­wen­det.

Dass der neue Bent­ley – obwohl VW als Kon­zern­mut­ter dahin­ter steckt – kein Gering­ver­brau­cher ist, wie bei­spiels­wei­se ein Golf, dürf­te klar sein. Der Muls­an­ne Speed hat einen durch­schnitt­li­chen Ver­brauch von 14,6 Liter auf 100 Kilo­me­ter und einen CO2-Aus­stoß von „nur“ 342 Gramm pro Kilo­me­ter. Erreicht wird der bezif­fer­te Ener­gie­be­darf durch eine Zylin­der­ab­schal­tung bei nied­ri­ger Motor­be­an­spru­chung (der Muls­an­ne Speed läuft dann nur auf vier Töp­fen) und eine umge­stal­te­te Getrie­be­steue­rung.

Außer über die Fahr­mo­di „Bent­ley“ und „Com­fort“ lässt sich der Muls­an­ne Speed auch im „Sport“-Modus navi­gie­ren. Die Ein­stel­lung strafft Len­kung und Luft­fe­de­rung und soll dadurch ein direk­te­res Fahr­erleb­nis gewähr­leis­ten. Des Wei­te­ren wird die Motor­dreh­zahl fort­wäh­rend über 2 000 U/min gehal­ten, sodass die Tur­bo­la­der jeder­zeit ihre vol­le Leis­tungs­kraft ent­wi­ckeln kön­nen. Außer­dem kann der Fah­rer auch einen indi­vi­du­el­len Modus mit per­sön­li­chen Ein­stel­lun­gen für Len­kung, Fahr­werk und Motor fest­le­gen.

Sowohl der Edel­stahl-Küh­ler­grill als auch die Luft­aus­läs­se an den Kot­flü­geln sind in einer dunk­len Tönung gehal­ten. Dun­kel getön­te Ele­men­te sind über­dies in die Front­schein­wer­fer und die Heck­leuch­ten des Muls­an­ne Speed inte­griert. Als ers­tes Bent­ley-Modell bekommt er im lauf­rich­tungs­ge­bun­de­nen Design geschmie­de­te 21-Zoll-Fel­gen. Die Front­kot­flü­gel und die Tür­ein­stiegs­leis­ten tra­gen zudem das Speed-Emblem aus polier­tem Edel­stahl.

Außer neu­en Farb­kom­bi­na­tio­nen von Fur­nier- bezie­hungs­wei­se Leder­op­tio­nen kommt das Dick­schiff mit einer umfas­sen­den Seri­en­aus­stat­tung wie geloch­ten Leicht­me­tall­pe­da­len oder einem spor­tiv design­ten Schalt­he­bel. Bei Bedarf lässt sich der Innen­raum mit jeder Men­ge Tech­nik aus­stat­ten. Eine 60 Giga­byte gro­ße Fest­plat­te bie­tet Platz für per­sön­li­che Daten. Eben­so als Opti­on ver­fü­gen die Rück­sei­ten der Vor­der­sit­ze über selb­stän­dig aus­fahr­ba­re Tische mit Hal­te­run­gen und Anschlüs­sen für Tablet-PCs. Ein fahr­zeug­inter­nes W-LAN mit inte­grier­tem Rou­ter sorgt für den Inter­net­zu­gang. Für den Fond lässt sich außer­dem ein Kühl­fach für Geträn­ke ordern.

Nach der Pre­mie­re in Paris müs­sen die poten­zi­el­len Kun­den noch bis zum Jah­res­wech­sel war­ten, bis Bent­ley mit den Aus­lie­fe­run­gen des sport­li­chen Luxus­li­ners star­tet. Bleibt noch ein wenig Zeit zum Spa­ren, denn min­des­tens 272 200 Euro kos­tet der Muls­an­ne Speed.