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Die Firma Alpina ist für ihre Fahrzeug-Kleinserien auf BMW-Grundlage bekannt. Seit etlichen Jahrzehnten bringen die Allgäuer ihr eigenen Interpretationen der Münchner Mobile. Gerade erst Ende 2013 hatte Alpina das Coupé mit Namen B4 – die Abkürzung bedeutet Benzinmotor und BMW-4er-Reihe – auf der Tokyo Motor Show präsentiert. Jetzt wollen die Buchloer pünktlich vor dem Frühjahr die offene Variante auf dem Genfer Automobilsalon (6. bis 26. März 2014) zeigen.

Angetrieben wird das Cabrio von der gleichen Maschine wie das B4 Coupé. Der Dreiliter-Otto aus dem BMW 435i wurde von Alpina noch mal ordentlich nachbearbeitet. Verändert wurde vor allem die Art der Beatmung: Während im Münchner Original ein einzelner Turbolader mit TwinScroll-Technik rotiert und 306 PS herbeizitiert, sind im Alpina-Aggregat zwei Turbos am Werk. Das liefert auch mehr Kraft: Der Bi-Turbo holt 410 PS zwischen 5 500 und 6 250 Touren sowie 600 Newtonmeter bei 3 000-4 000 Umdrehungen heran. Derart ausgebildet, sprintet der offene Alpina in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, nach 15,6 Sekunden streift die Nadel über den 200er-Strich. Maximal sind 301 km/h machbar, das ist für ein Mittelklasse-Cabrio beinahe Rekord.

Die Kraft wird im Alpina-Cabrio via Achtgang-Sport-Automatik auf die Hinterräder oder auf Wunsch auch auf den Allradantrieb befördert. Das Getriebe bietet einen zusätzlichen Sportmodus, in dem die Schaltzeiten abermals reduziert werden. Es kann ebenso per Paddles am Lenkrad geschaltet werden.

Auch das B4 Cabrio ist anhand charakteristischer Merkmale wie einem Frontspoiler mit Schriftzug, 20-Zoll-Alus mit den bekannten 20 Speichen und ovalen Doppelendrohren als Alpina zu identifizieren. Bremsscheiben mit Durchmessern von 370 Millimetern (vorn) und 345 Millimetern (hinten) sowie blau lackierte Bremssättel bringen den Buchloer Frischlüfter wieder zum Stehen.

Nach ersten Informationen von Alpina kostet das Cabrio ungefähr 75 000 Euro. Damit ist es nicht nur etwa 7 000 Euro teurer als das B4 Coupé, sondern liegt auch mit 20 000 Euro über dem bevorstehenden 435i Cabriolet. Aber dafür gibt es im Allgäu nicht nur mehr Power, sondern auch eine Lederausstattung, beheiztes Sportgestühl, eine Klimaautomatik, Xenon-Licht sowie ein Sportlenkrad.