sde2019827 / Fotolia

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Die Welt der kleinen SUVs bekam 2010 mit dem Nissan Juke eine neue Facette. Auch mit diesem coupéähnlichem SUV hatte Nissan Erfolg – so wie mit seinem ersten Crossover, dem Qashqai. Mit einer Eroberungsrate von knapp 80 Prozent ist der Juke das Nissan-Modell, welches die meisten neuen Kunden für die Marke gewinnt. Mit knapp 10 000 verkauften Stück pro Jahr in Deutschland erreicht das Auto auch mehr Käufer als der Kleinwagen Micra. Jetzt steht ein Facelift an, das auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2014) zu sehen ist.

Statt vier sind in Zukunft nur noch drei Motoren verfügbar. Während der 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS unverändert besteht, fällt der 94 PS starke 1,6-Liter-Einstiegsbenziner weg. Die 117-PS-Variante des 1,6-Liter-Benziners wird durch den bekannten 115-PS-Vierzylinder-Turbo aus dem Qashqai getauscht. Trotz des reduzierten Hubraumes übertrifft der 1.2 DIG-T – nun in Kombination mit einem Sechsgang-Handschaltgetriebe – seinen Vorläufer in Sachen Drehmoment sowie Beschleunigung und ist mit 5,5 statt 6,0 Liter je 100 Kilometer auch sparsamer. Der 1,6-Liter-Turbobenziner mit nach wie vor 190 Pferdestärken wurde optimiert: Er entwickelt nun im Drehzahlkeller mehr Drehmoment. Als Alternative zur Sechsgang-Schaltung ist für den Juke 1.6 DIG-T 4WD ein neues CVT-Getriebe verfügbar. Eine beträchtliche Verbesserung ergibt sich bei den Fronttrieblern: Das Ladevolumen stieg hier um bemerkenswerte 40 Prozent auf nunmehr 354 Liter – anscheinend wurde der Raum bislang nicht richtig ausgenutzt. Zusätzliche Flexibilität gewährleisten die flach umlegbaren Rücksitze und der zweistufige Ladeboden im Kofferraum.

Die äußere Optik des Juke ändert sich nur in Details. Vor allem sind die oberen Leuchten jetzt hakenförmig. Die unteren, runden Scheinwerfer leuchten nun aus verspiegelten Höhlen und die Partie unterhalb des Stoßfängers wurde neu gestaltet. Außerdem gibt es nun mehr Möglichkeiten zur Individualisierung. Es gibt jetzt zehn Außenlackierungen, unter anderem neue Töne in Gelb, Blau und Rot. Auch kontrastierende Farben für Außenspiegelkappen, Seitenschweller, Dachspoiler und Türgriffe sind verfügbar. Eine weiße Außenlackierung lässt sich zum Beispiel mit roten Außenspiegeln, Stoßfängern und Scheinwerfern kombinieren, oder ein rotes Fahrzeug mit schwarzen Akzenten und so weiter. Innen ist ebenso viel Farbe möglich: Die Mittelkonsole und andere Komponenten gibt es nicht nur in Weiß oder Schwarz, sondern auch in Rot oder Gelb. Optional ist künftig ein großes Glasschiebedach vorrätig. Es schiebt sich beim Öffnen nach außen über den hinteren Teil des Daches, sodass die Kopffreiheit nicht beschränkt wird.

Des Weiteren  gibt es eine verbesserte Version von Nissan Connect, welche jetzt die Nutzung von Apps für soziale Netzwerke oder Internet-Radio gestattet. Zum weiteren Technikangebot gehört ein 360-Grad-Kamerasystem zum sicheren Einparken und einfacheren Manövrieren. Zum ersten Mal gibt es auch im Juke das Sicherheitspaket Nissan Safety Shield. Dazu zählen Kollisionswarnung, Totwinkel- und Spurhalteassistent sowie eine Erkennung für Personen im Umkreis des Autos. Markteinführung wird der geliftete Juke im Juni oder Juli 2014 haben. Die Preise begannen bislang bei 15 450 Euro. Da die Einstiegsversion wegfällt, dürfte der Basispreis steigen und etwa auf Höhe der alten 117-PS-Version liegen – das entsprächen 18 600 Euro.