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Elektroauto-Kennern sind die Lampo-Studien der Firma Protoscar schon seit etlichen Jahren ein Begriff. Nur die Optik wirkte bisweilen eher etwas klobig. Mit dem neusten Fahrzeug soll sich das aber sofort grundlegend ändern. Vorgestellt wird der Lampo3 auf dem Genfer Autosalon vom 8. bis zum 18. März 2012.

Der 4,69 Meter lange Lampo3 fusst auf den Erfahrungen, die über 500 verschiedene Fahrer mit den vorherigen Modellen gemacht haben. Das Wort „Lampo“ steht nebenbei bemerkt im Italienischen für „Blitz“. Dazu paassend sind die offiziellen Fahrleistungen: 220 km/h Spitze und eine Beschleunigung auf Tempo 100 in nur 4,5 Sekunden. Möglich wird das durch 420 Kilowatt respektive 550 PS und 900 Newtonmeter höchstmögliches Drehmoment. Drei Elektromotoren betreiben den Lampo3. Zwei sind an der Hinterachse, einer an der Vorderachse.

Die 360 Kilogramm schweren Li-Ion-Batterien sind im Mitteltunnel verstaut. Ihre Lebensdauer setzt Protoscar auf 160 000 Kilometer fest. Sie besitzen eine Speicherkapazität von 32 Kilowattstunden. Der 1,7 Megagramm schwere Lampo3 kann auf unterschiedliche Weise aufgeladen werden: An der Haushaltssteckdose muss man zwölf Stunden warten, durch Schnellladung stehen schon nach nur zehn Minuten 100 Kilometer Reichweite zur Verfügung. Der Produzent selbst bezieht die Energie für den Lampo3 aus einem Solarkraftwerk in der Toskana, was pro Jahr rund 17 000 Kilowattstunden Strom erzeugen soll. Dabei verfolgt Protoscar den so genannten „Well-to-Wheel“-Ansatz. An erster Stelle ist der Lampo3 ein unverkäuflicher Prototyp, eine Kleinserie könnte aber laut Hersteller denkbar sein.