ondrejschaumann / fotolia

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Skoda hat die Octavia-Reihe vollständig neu aufgelegt und bietet jetzt den Kombi erneut als Allradvariante unter dem Namen „4×4“ an. Das Vierrad-System arbeitet mit einer Haldex-Kupplung in der fünften Generation. Dieser Antrieb kommt beispielsweise bereits im neuen Golf 4Motion zum Einsatz und soll ab sofort auch den Skoda in der Spur halten.

Das neue System ist im Vergleich zur bereits im Allrad-Octavia verwendeten Haldex-4-Kupplung um 1,4 Kilogramm leichter. Die Technik antwortet innerhalb von Millisekunden auf alle denkbaren Antriebseinflüsse. Im gewöhnlichen Fahrbetrieb und bei geringer Last wird weitgehend die Vorderachse angetrieben. Das hilft beim Spritsparen, denn die Hinterräder werden ausschließlich bei Bedarf zugeschaltet. Ein Steuergerät berechnet das optimale Antriebsmoment, ein variabler Anpressdruck auf die Kupplungslamellen stellt den Kraftschluss her. Selbst wenn der Octavia Combi 4×4 schnell anfährt oder beschleunigt, drehen die Räder nach Angaben des Herstellers in der Regel nicht durch.

Standardmäßig ist die dritte Generation des Octavia Combi 4×4 mit elektronischen Differenzialsperren (EDS) an Vorder- und Hinterachse ausgestattet. Während die Haldex-Kupplung als Längssperre auftritt, hat EDS die Funktion einer Quersperre und soll beim Anfahren auf unterschiedlich griffigen Fahrbahnoberflächen helfen. Dreht ein Rad durch, wird die antreibende Kraft an das gegenüberliegende Rad übertragen. Dabei bremst die Technik das durchdrehende Rad gezielt ab und befördert die Kraft auf das besser greifende Rad. Zu den positiven Nebeneffekten soll auch gehören, dass der Reifenverschleiß reduziert wird.

Der Combi 4×4 kann mit einem 105 PS starken 1,6-Liter-Diesel oder einem Zweiliter-Diesel mit 150 PS geordert werden. Als Benziner ist ein 1.8 TSI mit 180 PS erhältlich. Der neue Allradler soll durchschnittlich 14 Prozent weniger Sprit als sein Vorgänger verbrauchen. Dabei helfen nicht nur ein um 40 Kilogramm verringertes Gewicht, sondern auch die verbesserte Allradtechnik, eine Bremsenergierückgewinnung und ein Start-Stopp-System.

Der Allrad-Octavia kann etwa Mitte Mai 2013 bestellt werden. Er ist in den Ausstattungsversionen Ambition und Elegance zu bekommen. Die Preise will Skoda in den folgenden Tagen bekannt geben. Der Octavia mit reinem Frontantrieb beginnt bei 19 040 Euro.