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Während der VW Jetta in Deutschland eher ein Mauerblümchen-Dasein führt, läuft er außerhalb wie geschnitten Brot. Nach Angaben von VW ist der Stufenheck-Golf eine der international erfolgreichsten Limousinen. Seit 1979 wurden knapp 14 Millionen Exemplare verkauft, davon allein im Jahr 2003 mehr als 925 000 Stück. Dadurch avanciert der Jetta im vorherigen Jahr zum weltweit meist verkauften Volkswagen. In Amerika ist die Limousine bereits jahrzehntelang die Nummer eins im VW-Programm. Auf der New York Auto Show (18. bis 27. April 2014) zeigt der Hersteller jetzt ein Update für die US-Version des Jetta. Im Herbst 2014 kommt der Viertürer dann mit europäischen Spezifikationen ebenso zu uns nach Deutschland.

Äußerlich gibt es keine revolutionären, aber gleichwohl auffällige Änderungen. An der Front gibt es nicht nur einen neuen Stoßfänger, sondern auch einen neuen Grill mit drei Querstreben und auf Nachfrage Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurven-, Abbiege- und Tagfahrlicht. Letzteres wird von 15 LEDs gebildet, welche in einer Kette um den Hauptscheinwerfer angeordnet sind. Ebenso die Nebelscheinwerfer wurden neu geformt. Vom Aussehen unterscheiden sich der normale Jetta und das Hybrid-Modell: Der Hybrid ist beispielsweise an seinem zum Teil geschlossenen Kühlergrill erkennbar.

Ebenso am Heck gibt’s feine Änderungen: So wurden Kofferraumhaube, die Rückleuchten, die Schriftzüge und der Stoßfänger so modifiziert, dass die Limousine nun breiter wirkt. Der Hybrid hebt sich in dieser Ansicht beispielshalber durch einen eigenständigen Diffusor ab. Um die Luft mit noch weniger Widerstand um den Jetta strömen zu lassen, haben die Macher auch im Verborgenen Änderungen vorgenommen. Verschiedene Lufteinlässe und die Wasserfang-Leisten an der A-Säule wurden verbessert und der Unterboden im Bereich der Hinterachse verkleidet.

Der neue Jetta wird mit einer ganzen Flotte moderner Assistenzsysteme ausgestattet. Dazu zählen ein Totwinkel-Warner, eine Kollisionswarnung für die Front und ein Rückfahr-Warnsystem für das Ausparken aus einer Querlücke. Dieses System kann sogar sich nähernde Objekte in bis zu 40 Meter Entfernung orten und akustisch Alarm schlagen, falls ein Zusammenstoß droht. Reagiert der Autofahrer nicht, bremst das System auch von allein.

Ebenfalls ein Novum an Bord ist ein Zweiliter-TDI Clean Diesel mit 150 Pferdestärken. Er ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Sechsgang-DSG erweiterbar. Im Vergleich zum zehn PS schwächeren Vorläufer soll er noch weniger verbrauchen. Um die Abgasreinigung, insbesondere um die Reduktion der Stickoxide (NOx) kümmert sich ein SCR-System (Selective Catalytic Reduction) in Kombination mit dem Additiv AdBlue. Neben dem Sauberdiesel wird es in den USA drei Benzinmotoren mit 115, 170 und 210 PS geben, alle Aggregate wurden bezüglich des Verbrauches gedrosselt. Ferner im Programm ist auch ein Hybrid mit einer Systemleistung von 170 PS.

Im Interieur gibt es ebenfalls Veränderungen, so erhält der Stufen-VW neue Instrumente in einer Tubenoptik, auf Wunsch eine farbige Multifunktionsanzeige sowie einen optisch aufgewerteten Innenraum. Welche Motoren in Deutschland geplant sind und was der Jetta bei uns kostet, wurde noch nicht veröffentlicht. Gegenwärtig ist das Einstiegsmodell 1.2 TSI mit 105 PS ab 21 725 Euro erhältlich, der Hybrid ist geringstenfalls 31 700 Euro teuer.