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Als der erste Opel Omega A im Jahr 1986 das Licht der Welt erblicktem, ahnte wohl noch niemand, dass der Rüsselsheimer Autoschmiede ein großer Wurf gelungen war. Als Nachfolger des damals schon legendären Opel Rekord E genoss die Karosse der oberen Mittelklasse schnell hohes Ansehen und wurde von den deutschen Autofahrern ebenso schnell ins Herz geschlossen. Ein überaus großzügiges Platzangebot im Inneren sowie der riesige Kofferraum trafen den Nerv der Zeit.

Die noble Karosse sollte den Hersteller Opel mit einem für damalige Verhältnisse aerodynamischen Fahrwerk sowie mittels Drei-Wege-Katalysator und innovativer Technologie weit nach vorne bringen. Zwar wurde nach Angaben von „T – Online“ der avisierte Rekord in puncto Verkaufszahlen nicht ganz erreicht, dennoch wurden immerhin über zwei Millionen Exemplare verkauft. Und ein weiterer Meilenstein wurde gesetzt:

Als letzter großer aus dem Hause Opel besaß er den Hinterradantrieb und bildete damit die Basis für das kommende Flaggschiff, den Opel Senator. Leider hat es der Grand Senior nicht zum Kultstatus geschafft. Auch die Kraftprotze Omega 3000 und Opel Omega Lotus mit bis zu 377 PS änderten daran im Grunde wenig. Dennoch muss irgendetwas an ihm sein, denn auch heute prägen die Fahrzeuge vor allem aus der zweiten Generation unser Straßenbild.

Opel Omega A 1 und A 2

In der Zeit von 1986 bis 1993 wurden die Modelle Opel Omega A 1 und A 2 gebaut. Unterschiedliche Aggregate trieben die Fahrzeuge der oberen Mittelklasse an:

– Vierzylinder Ottomotoren von 82 (1m8 L Hubraum) PS bis zu 125 PS (2,4 L Hubraum),

– Sechszylinder Ottomotoren von 150 PS (2,6 L Hubraum) bis zu 204 PS (3 L Hubraum),

– 2,3 L Dieselvariante mit Turbolader 99 PS oder ohne Turbolader 73 PS.

Wahlweise gibt es zu diesen Modellen (wie auch bei dem Facelifting der Generation B) die bei Opel schon mittlerweile traditionelle Caravan Variante.

Insbesondere die A Baureihen hatten lange mit einem Makel zu kämpfen: eine unbefriedigende Verarbeitungsqualität. Sein Status: „Der Zuverlässige“ war angekratzt. Dennoch oder gerade aus diesem Grunde vielleicht, wurde der Omega 1987 zum Auto des Jahres gekürt.

Opel Omega B1 und B 2

Der Opel Omega B 1 (1994 bis 1999) und der B 2 (1999 bis 2003) war in unterschiedlicher Motorisierung, die nach wie vor durch Qualität zu überzeugen wusste, erhältlich:

– Vierzylinder Ottomotoren von 115 PS (2 L Hubraum) bis zu 144 PS (2,2 L Hubraum),

– Sechszylinder-Ottomotoren von 170 PS (2,5 l Hubraum) bis 218 PS (3,2 l Hubraum),

– Vier- und Sechszylinder-Turbodieselmotoren von 100 PS (2,0 l – DTi) bis 150 PS (2,5 L – DTi).

2003 wurde Produktion eingestellt

Mitte des Jahres 2003 wurde die Produktion eingestellt. Ein unmittelbarer Nachfolger wurde von Opel nicht bekannt gegeben. Doch auch 12 Jahre danach, sieht man zahlreiche Varianten des Opel Omega in unseren Straßen. Das hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Eine gute Pflege und eine regelmäßige Wartung sind das eine. Ebenso bedeutsam ist es jedoch für alle Liebhaber der schmucken Karosse, dass nach wie vor nahezu alle Ersatzteile vorrätig. Gegenüber Fahrzeugen der neuesten Generationen können versierte Handwerker hier noch selbst aktiv werden und Reparaturen vornehmen.

Mängelliste und TÜV

Auch wenn der gute alte Omega B mittlerweile in die Jahre gekommen ist, beim TÜV schneidet er durchaus nicht schlecht ab. Mal abgesehen von den herkömmlichen Verschleißteilen wie Bremsen (Leitungen), Achsmanschetten oder Auspuffanlage, halten sich die festgestellten Mängel durchaus bei den meisten Modellen in Grenzen. Typische Beanstandungen sind demnach

– Korrosion an der Kennzeichenleuchte (daher ohne Funktion),

– Korrosion an Türen,

– ABS Lampe ohne Funktion,

– Mängel bei der Leuchtweitenregulierung,

– Airbag Lampe leuchtet permanent oder gar nicht.

Vorgestellt wurden Fahrzeuge aus den Baujahren 2001 und 2002. All die genannten Mängel sind einfach zu beheben, ausreichend Ersatzteile sind vorhanden.