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Bei den EuroNCAP-Crashtests gibt es einen gleichbleibenden Wettlauf: Zunächst erweitern die EuroNCAP-Experten den Test um moderne Sicherheitsfeatures und die Autohersteller schneiden miserabel ab. Daraufhin passen die Autofabrikanten ihre Konstruktionen an und liegen mit ihren neuen Modellen fast alle auf Fünf-Sterne-Niveau. Aktuell scheint Letzteres der Fall zu sein: Von zwölf neuen Autos schnitten beim EuroNCAP-Crashtest elf mit der Maximalnote ab. Geschafft haben das die Modelle Audi Q3, BMW 1er, Chevrolet Captiva, Fiat Freemont, Ford Ranger, Hyundai Veloster, Mercedes M-Klasse, Opel Astra, Opel Zafira Tourer, Lancia Thema und Toyota Yaris. Ausschließlich der Lancia Voyager bekam vier Sterne.

Mit dem Ford Ranger bekam nun zum ersten Mal ein Pick-up die Traumnote. Die dritte Generation des Fahrzeugs wurde von Ford Australia entwickelt und bietet eine bedeutende Verbesserung gegenüber der vorherigen Version, die 2008 grade mal zwei Sterne erhielt. Die Experten betonen besonders die guten Ergebnisse in puncto Fußgängerschutz. In dieser Disziplin glänzen auch der BMW 1er, die Mercedes M-Klasse und der Toyota Yaris. Ein Lob von den EuroNCAP-Experten gibt es auch für den der Fiat Freemont, die M-Klasse und die beiden Lancias durch ihre aktive Fronthaube. Diese Art von Hauben werden bei einem Fußgänger-Aufprall automatisch angehoben, um eine Verletzung durch harte Teile vorzubeugen.

Fiat Freemont, Lancia Voyager und Lancia Thema sind die ersten drei Fahrzeuge von Chrysler und Fiat, die nach der Aneignung der Chrysler-Mehrheit durch Fiat für Europa umgelabelt wurden. Der Thema bekam ganze fünf Sterne, während der Voyager einen darunter lag. Verglichen mit dem Crashtest-Ergebnis im Jahre 2007 hat sich der Voyager in der neuen Variante beim Fußgängerschutz deutlich verbessert, schneidet jedoch beim Schutz von erwachsenen Insassen und Kindern noch nicht optimal ab.