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Wer in Frankreich mit einem Kraftfahrzeug unterwegs ist, muss vorläufig kein Alkoholtestgerät mehr mit sich führen. Nach Angaben des ACE Auto Club Europa ist die erst im Juli 2012 neu eingeführte Pflicht zur privaten Mitnahme von Pusteröhrchen vom französischen Innenminister abermals ausgesetzt worden. Bis dato musste jeder Fahrer eines Pkw, Lkw, Busses, oder Motorrades – mit Ausnahme von Mofas – ein unbenutztes Messgerät zur Feststellung des Atemalkohols mit sich tragen.

Der Stopp der Vorschrift gilt laut Automobilclub ACE ab sofort. Ob es eine veränderte Anschlussregelung geben wird, sei offen. Wer in Frankreich keinen Alkoholtester mit sich führt und bei einer Polizeikontrolle eine Strafe fällig wird, sollte den Betrag nur unter Vorbehalt zahlen und gegen den Bescheid prompt Rechtsmittel einlegen, rät der ACE. Eine Übergangsfrist war nach der ursprünglichen Verordnung sowieso vorgesehen, nach der erst ab März 2013 ein Verwarnungsgeld notwendig gewesen wäre. Der ACE hält es aber nicht für ausgeschlossen, dass einige Polizisten von der Entscheidung ihrer Zentralregierung in Paris noch nichts mitbekommen haben.

Frankreich wollte mit der Maßnahme den Kampf gegen die dort noch verbreiteten Alkoholfahrten aufnehmen. Dagegen gab es Vorbehalte beispielsweise wegen des frühen Verfallsdatums der genormten Teströhrchen und wegen Schwierigkeiten beim Vertrieb der Geräte, erklärte der ACE.