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Kaum einer will ihn haben, trotzdem kann ihn bald fast jeder kriegen: Das E10-Super ist immer noch ein heißes Thema in Deutschland.

Geteilte Meinung herrscht darüber, wie groß die Akzeptanz von E10 ist. Während Aral eine Zahl von 30 Prozent nennt, die den Kraftstoff tanken, sind es nach Angaben des Fernsehsenders RTL nur knapp 14 Prozent. Bei der Einführung von E10 im Februar 2011 hatte die Mineralölwirtschaft noch mit einem Absatz von satten 90 Prozent gerechnet. Einer der Gründe für das Debakel dürfte auch der nicht existente Preisvorteil sein: Zwischen E10 und dem „klassischen“ E5-Super herrscht derzeit so gut wie Gleichstand.

Trotz alle dem forciert Aral die weitere Einführung von E10. Bis zum Ende des Jahres 2011 soll die Sorte an sämtlichen Stationen der Marke erhältlich sein. Diese finale Phase der Umrüstung betrifft vor allem Nordrhein-Westfalen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Super E10 soll in Zukunft der günstige Ottokraftstoff sein. Das war bislang jedoch nicht immer der Fall: Trotzdem ist Aral-Chef Stefan Brok zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass trotz der anfänglichen Vorbehalte die Autofahrer Super E10 zunehmend akzeptieren werden und E10 langfristig zur meistgetankten Ottokraftstoffsorte wird.“ Vorsichtiger ist hingegen Shell: Hier will man vor einer weiteren Einführung von E10 den Markt beobachten.