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Das Zeit­al­ter der Glo­ba­li­sie­rung bringt vie­le Vor­tei­le für Pkw-Ver­käu­fer mit sich. Sie müs­sen sich nicht län­ger auf den deut­schen Markt beschrän­ken, son­dern kön­nen ihr Auto­mo­bil auch außer­halb der Gren­zen ver­kau­fen. Der Auto­ex­port ist jedoch mit eini­gen Hür­den ver­bun­den, die im Anschluss erklärt wer­den.

Vie­le Men­schen aus ganz Euro­pa bedie­nen sich am deut­schen Auto­markt, um ein neu­es Fahr­zeug zu kau­fen. Auf­grund des gro­ßen Ange­bots an Pkws und den rela­tiv preis­wer­ten Prei­sen haben deut­sche Pkw-Ver­käu­fer die Mög­lich­keit, einen Inter­es­sen­ten aus dem Aus­land zu fin­den. Die Käu­fer kön­nen jedoch für die Kauf­ab­wick­lung nicht immer nach Deutsch­land rei­sen. In die­sem Fall müs­sen sie das Auto­mo­bil ins Aus­land expor­tie­ren.

Allgemeine Informationen zum Autoexport

Der Export eines Fahr­zeugs lohnt sich in der Regel für Gebraucht­wa­gen sowie Fahr­zeu­ge, deren Instand­set­zung nicht mehr loh­nens­wert ist. Auch Fahr­zeu­ge, die in Deutsch­land kei­nen Abneh­mer fin­den, haben im Aus­land häu­fig grö­ße­re Chan­cen.

Jedes Jahr wer­den etwa 400.000 hier­zu­lan­de zuge­las­se­ne Gebraucht­wa­gen ins Aus­land expor­tiert. Zu den wich­tigs­ten Abneh­mern gehö­ren Frank­reich, Ita­li­en aber auch Weiß­russ­land, Turk­me­ni­stan sowie Afri­ka. Die­se Län­der sind ins­be­son­de­re an Gebraucht­wa­gen älte­rer Bau­art inter­es­siert.

Der Auto­ex­port für Pri­vat­ver­käu­fer ist mit eini­gen Hür­den ver­bun­den:

- Inter­es­sier­te müs­sen eine Aus­fuhr­an­mel­dung an ihre zustän­di­ge Grenz­zoll­stel­le über­rei­chen

- eine münd­li­che Anmel­dung ist mög­lich, wenn der Auto­wert unter 1.000 Euro beträgt

- die zoll­amt­li­che Bestä­ti­gung erfolgt nur, wenn man einen Kauf­ver­trag sowie Aus­fuhr­kenn­zei­chen, rote Num­mern­schil­der oder Kurz­kenn­zei­chen besitzt

- für Aus­fuhr­kenn­zei­chen benö­ti­gen Ver­käu­fer neben den übli­chen Doku­men­ten (Fahr­zeug­schein, Per­so, etc.) auch eine Aus­fuhr-Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung.

Wie bereits erkenn­bar ist, kom­men auf Pri­vat­ver­käu­fer eini­ge büro­kra­ti­sche Hür­den zu, die sie auf sich neh­men müs­sen. Wer sich die­se erspa­ren möch­te, für den gibt es den Auto­ex­port durch wirkaufendeinauto.de als Alter­na­ti­ve. Das Unter­neh­men ermit­telt den Fahr­zeug­wert des Gebrauch­ten und küm­mert sich im Anschluss um den Export nach Ost­eu­ro­pa oder Afri­ka. Inter­es­sier­te müs­sen sich in die­sem Fall um nichts mehr küm­mern.

Das Auto für den Verkauf vorbereiten

Bevor man sein Fahr­zeug ver­äu­ßert, soll­te sich die­ses in einem best­mög­li­chen Zustand befin­den. Da der ers­te Ein­druck zählt, ist es zunächst wich­tig, den Pkw optisch in Top-Form zu brin­gen. Dies ermög­licht eine äuße­re und inne­re Rei­ni­gung. Anschlie­ßend erstellt man mög­lichst vie­le Fotos und hält dabei auch even­tu­el­le Macken fest.

Nach­dem pri­va­te Auto­ver­käu­fer ihr Fahr­zeug auf Bil­dern fest­ge­hal­ten haben, kön­nen sie damit begin­nen, eine Fahr­zeug­be­schrei­bung zu erstel­len. Die­se soll­te mög­lichst umfang­reich aus­fal­len und kein Detail aus­las­sen. Je aus­führ­li­cher sie aus­fällt, des­to grö­ßer ist die Chan­ce, einen Inter­es­sier­ten zu fin­den.

Im Anschluss wer­den alle Infor­ma­tio­nen als Inse­rat online publi­ziert. Es gibt meh­re­re Ver­kaufs­por­ta­le, die in ganz Euro­pa oder zum Teil welt­weit ope­rie­ren. Hier muss man nur noch einen pas­sen­den Käu­fer fin­den.

Einen seriösen Käufer im Ausland finden

Bevor das Fahr­zeug den lan­gen Weg ins Aus­land antre­ten kann, müs­sen Inter­es­sier­te einen seriö­sen Käu­fer fin­den. Im Gegen­satz zum Pkw-Ver­kauf in Deutsch­land kommt es in der Regel nicht zu einem pri­va­ten Tref­fen. Folg­lich muss das Ver­trau­en weit­aus grö­ßer sein. Doch wie es so schön heißt: Ver­trau­en ist gut, Vor­sor­ge ist bes­ser.

Prak­tisch jeder aus­län­di­sche Inter­es­sier­te wird den eige­nen Pkw über ein Online-Inse­rat fin­den. Der Kon­takt erfolgt in den meis­ten Fäl­len aus­schließ­lich über das Inter­net. Wenn es aber mög­lich ist und ein gro­ßes Kauf­in­ter­es­se besteht, soll­ten Käu­fer vor­schla­gen, ein pri­va­tes Tref­fen zu arran­gie­ren. Dadurch kön­nen sich bei­de Sei­ten bes­ser ken­nen­ler­nen.

Soll­te ein pri­va­tes Tref­fen aus Kos­ten­grün­den nicht mög­lich sein, kön­nen Ver­käu­fer auf ande­ren Wegen die Iden­ti­tät des Käu­fers ermit­teln:

- Per­so­nal­aus­weis zei­gen las­sen, sowohl in ein­ge­scann­ter Vari­an­te als auch via Web­cam

- falls es sich um einen gewerb­li­chen Käu­fer han­delt, die Umsatz­steu­er-ID nen­nen las­sen und die­se hier prü­fen [1]

Vorsicht nach dem Autoverkauf

Mit dem Auto­ver­kauf ist der Pro­zess für den Ver­käu­fer noch nicht ganz abge­schlos­sen. Es kann zu Pro­ble­men kom­men, wenn der Käu­fer nicht sei­nen Ver­pflich­tun­gen nach­kommt, die gesetz­lich und ver­trag­lich gere­gelt sind. Mel­det der Auto­käu­fer bei­spiels­wei­se sein Fahr­zeug nicht an, kann das Finanz­amt wei­ter­hin die Kraft­fahr­zeug­steu­er vom Ver­käu­fer ver­lan­gen. Aus die­sem Grund soll­te man sich die Ummel­dung vom Käu­fer schrift­lich bestä­ti­gen las­sen.

Wer noch den alten Fahr­zeug­schein besitzt, kann alle Pflich­ten sowie Kon­se­quen­zen, falls die­se nicht erfüllt wer­den, auf sei­ner Rück­sei­te lesen. Ist das Fahr­zeug älter als 2005, wer­den sie jedoch nicht mehr dar­auf zu fin­den sein.

[1] Zur Prü­fung der Umsatz­steu­er-ID benö­ti­gen Anfra­ge­stel­ler selbst eine. Unter Umstän­den bit­tet man einen Bekann­ten die­se Anfra­ge aus­zu­füh­ren.