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Es naht die Wintersaison. Dies gilt auch für Autos und deren Reifen. Um Geld zu sparen, greifen viele Autofahrer zu „Billigreifen“. Sie verheißene eine solide Leistung für weniger Geld. Die Gesellschaft für Technische Überwachung, kurz GTÜ, hat sich in ihrem aktuellen Test auf solche Reifen spezialisiert. Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend. Als Testfahrzeug diente ein VW Golf, die Reifen hatten die Dimension 205/55 R16. Die GTÜ mahnt, dass bei „vermeintlich günstigen Pneus aus chinesischer und teilweise osteuropäischer Produktion“ Vorsicht geboten sei. Beim Bremsen und Handling auf schneebedeckter Fahrbahn schlagen sich die günstigen Reifen noch ausreichend. Auf nasser oder matschiger Strecke zeigen sich dann ihre ganze Schwäche.

So hatte der letztplatzierte Reifen einen um elf Meter längeren Bremsweg im Vergleich zu einem europäischen Mittelklassereifen. Im schlimmsten Fall droht dadurch ein Verkehrsunfall, so die Experten. Auch die Geschwindigkeiten, die die Autos mit schlechteren Reifen innerhalb des Bremsweges aufweisen, seien alarmierend. Mit ganzen 41 km/h war ein Fahrzeug mit dem schlechtesten Reifen unterwegs.

Folgende Reifen wurden getestet:

Marke Bremsweg Restgeschwindigkeit
Linglong R650LL 61,3 m 41,4 km/h
Achilles W101 59,7 m 38,8 km/h
Racealone Snoway I 59,0 m 37,4 km/h
Ovation W586 57,9 m 35,2 km/h
Kormoran Snowpro B2 57,5 m 34,3 km/h
Infinity INF 049 56,5 m 32,0 km/h
Champiro Winterpro 53,7 m 23,6 km/h
Referenzreifen 50,7 m 0,0 km/h