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Ab Juli 2012 sind Kraftfahrer in Frankreich dazu verpflichtet, ein Alkoholmessgerät im Fahrzeug mitzuführen. Nach Angaben des Automobilclub ACE wurde auf Verlangen des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy Anfang März eine derartige Verordnung erlassen, um Fahrten unter Alkoholeinfluss vorzubeugen.

Jeder Besitzer eines Pkw, Lkw, Busses, oder Motorrades – mit Ausnahme von Mofas – muss ein unbenutztes Messgerät zur Feststellung des Atemalkohols mit sich führen, welches allzeit erreichbar im Fahrzeug deponiert ist, zum Beispiel im Handschuhfach. Dieses Gerät ist bei Verkehrskontrollen auf Verlangen vorzuführen.

Benutzt werden dürfen sowohl Einweg-Testgeräte als auch elektronische Geräte, die jeweils die französische Norm erfüllen müssen. Sie ist am Kennzeichen „NF“ erkennbar. Die Frist zur Gebrauchsfähigkeit des Geräts darf nicht überschritten sein, ansonsten wird es von der Polizei nicht anerkannt.

Einweg-Testgeräte sind in Frankreich zum Beispiel an Tankstellen, Raststätten, in Apotheken oder auch Supermärkten käuflich. Ein einzelner Einmaltester kostet nach Angaben vom Autoclub rund einen Euro. Er besteht aus einem kleinen Röhrchen sowie einer Plastiktüte. Nach dem Hineinpusten ist nach zwei Minuten erkennbar, ob der Fahrer Alkohol konsumiert hat.

Die Vorschrift gilt ebenso für ausländische Kraftfahrer, die nur kurzfristig etwa als Touristen und Transitreisende in Frankreich unterwegs sind. Wer das Gesetz zur Mitführung eines Alkoholtesters missachtet und in eine Verkehrskontrolle gerät, muss nach einer viermonatigen Schonfrist von November 2012 an elf Euro Bußgeld bezahlen und zwar direkt an Ort und Stelle.