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In Anbe­tracht immer neu­er Rekord­prei­se an Tank­stel­len for­dern diver­se gro­ße Bun­des­län­der die Bun­des­re­gie­rung dazu auf, Maß­nah­men gegen unge­recht­fer­tig­te Preis­er­hö­hun­gen zu über­prü­fen.

Das ist das Resul­tat einer Befra­gung des Auto­mo­bil­clubs ACE vor den kom­men­den Bera­tun­gen im Bun­des­rat. Dem von Thü­rin­gen ein­ge­brach­ten Ent­schlie­ßungs­an­trag, in dem eine Preis­er­hö­hungs­brem­se nach öster­rei­chi­schem Vor­bild emp­foh­len wird, wer­den über­wie­gend kei­ne Chan­cen ein­ge­räumt. Nord­rhein-West­fa­lens Lan­des­re­gie­rung beteu­ert, sich für mehr Trans­pa­renz stark zu machen. Man wird die Bun­des­re­gie­rung auf­for­dern, „alle kar­tell­recht­li­chen sowie ord­nungs- und wirt­schafts­po­li­ti­schen Maß­nah­men zu prü­fen.“ Zusam­men mit Hes­sen begrüßt NRW eine Sprit­preis­brem­se nach aus­tra­li­schem Vor­bild.

Sel­bi­ges schlägt der ACE vor: Dem­zu­fol­ge sol­len die Mine­ral­öl­un­ter­neh­men unab­hän­gig von­ein­an­der täg­lich bis 14 Uhr den Ben­zin­preis für den fol­gen­den Tag an eine staat­li­che Behör­de mel­den. Die­ser ange­mel­de­te Preis muss von je sechs Uhr an 24 Stun­den bei­be­hal­ten wer­den. Nach Auf­fas­sung von ACE-Chef Wolf­gang Rose las­sen sich die neus­ten hohen Preis­auf­schlä­ge für Kraft­stoff weder durch die Roh­öl­prei­se noch durch Wäh­rungs­schwan­kun­gen ver­ant­wor­ten. Es han­de­le sich eher „um einen dreis­ten Raub­zug der Mine­ral­öl­kon­zer­ne zu Las­ten ihrer Tank­kun­den“, so Rose.