Tommy Windecker/ Fotalia

Die meisten Autokäufer sind zwar sensibel was den Preis betrifft, doch wenn es um Sicherheit geht, sind viele bereit, etwas mehr auszugeben. Das war das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Wie sicher ein Auto jedoch im Fall eines Crashs ist, geht aus keiner Untersuchung so gut hervor, wie aus den regelmäßig durchgeführten EuroNCAP-Crashtests.

Ein Schwerpunkt lag bei diesem Mal auf Fahrzeugen, die besonders für die Schwellenländer gedacht sind. Dazu zählen der Citroën C-Elysée und sein baugleicher Zwilling Peugeot 301. Mit nur drei von fünf Sternen schaften sie kein überwältigendes Resultat. Kritisiert werden besonders gefährliche Strukturen des Armaturenbretts sowie die erhebliche Belastung des Brustkorbs beim seitlichen Pfahlaufprall, der die Kollision mit einer Laterne oder einem Baum simuliert. Des Weiteren war der Schutz vor dem Schleudertrauma im Fall eines Heckaufpralls auf den Rücksitzen schlecht.

Der in Großbritannien offerierte Kleinwagen MG 3, der zum chinesischen Hersteller Shanghai Automotive Industry gehörenden Marke MG, erhielt ebenso nur drei Sterne. Auch hier fielen die hinteren Kopfstützen durch, die die Fondpassagiere bei einem Heckaufprall nicht ausreichend schützen. Dazu kommt, dass die Frontairbags nicht gut genug aufgeblasen werden – dadurch schlägt der Kopf durch den Airbag hindurch.

Doch auch der in Deutschland verkaufte Renault Mégane erhielt nach den neuen Testvorschriften des Jahres 2014 nicht mehr Sterne als die Schwellenländer-Autos. Zu den Problemstellen, an denen mit ernsten Verletzungen zu rechnen ist, zählen der Brustkorb beim Pfahlaufprall und der Nacken der Fondpassagiere beim Heckcrash. Überdies bemängeln die Experten, dass ein Gurtwarnsystem zwar standardmäßig dabei ist, doch die Warnung erfolgt in Textform und ist nicht in allen Sprachen verfügbar. Ohne diesen Mangel hätte der Mégane vier Sterne erreicht, so die Tester. Das offenbart, wie streng die Maßstäbe mittlerweile sind.

Der VW Golf Sportsvan schnitt dagegen mit fünf Sternen hervorragend ab. Zu diesem Ergebnis trug das automatische Notbremssystem bei. Das serienmäßige, bei Landstraßentempo wirkende System wurde von den EuroNCAP-Fachleuten geprüft und erfüllte seinen Zweck. Weniger gut als der Sportsvan schnitt der Ford Tourneo Courier ab. Der auf dem Fiesta basierende Kleintransporter kam auf vier Sterne. Die Kritik fokussierte sich auf die eher schlecht schützenden Kopfstützen vorne und hinten.