Neue Füh­rer­schei­ne samt geän­der­ter Regeln, mehr Umwelt­zo­nen, höhe­re Buß­gel­der und even­tu­ell eine Neu­ord­nung der Flens­bur­ger Ver­kehrs­sün­der­da­tei – das sind nur ein paar der Ände­run­gen, die 2013 auf Auto­fah­rer zukom­men.

Ab dem 19. Janu­ar gibt es neue Plas­tik­kar­ten als Nach­weis der Fahr­erlaub­nis. Sie sind ab die­sem Zeit­punkt 15 Jah­re gül­tig. Doch dies gilt nur für das Doku­ment selbst, wie der TÜV Süd bestä­tigt. Die Fahr­erlaub­nis selbst ist immer noch unbe­grenzt gül­tig. Nach Ablauf der Frist muss nur ein neu­er Füh­rer­schein aus­ge­stellt wer­den. Bis­he­ri­ge Füh­rer­schei­ne gel­ten neben­bei noch bis 2032 unbe­fris­tet wei­ter.

Ver­än­de­run­gen kom­men auch für den Füh­rer­schein bei Motor­rä­dern. Das Wich­tigs­te für Biker auf einen Blick: Die Geschwin­dig­keits­be­gren­zung von 80 Kilo­me­tern pro Stun­de für den 16 und 17 Jah­re alten Nach­wuchs (Füh­rer­schein­klas­se A1) wird gestri­chen; die Leis­tungs­be­schrän­kung von maxi­mal 11 Kilo­watt (15 PS) bei 125 Kubik­zen­ti­me­tern gilt wei­ter­hin. Dabei darf das Ver­hält­nis von Leistung/Gewicht von maxi­mal 0,1 kW/kg nicht über­schrit­ten wer­den. Mehr Leis­tung auf die Stra­ße brin­gen dür­fen hin­ge­gen Motor­rad­fah­rer ab 18 Jah­ren: statt 25 dann 35 kW (48 PS) in der Klas­se A2 (Leistung/Gewicht nicht mehr als 0,2 kW/kg). Es gilt für den Klas­sen­auf­stieg: Jeweils nach zwei Jah­ren ein­schließ­lich prak­ti­scher Prü­fung wird er mög­lich. Selbst beim Auf­stieg in die unbe­grenz­te Klas­se A ist dies not­wen­dig. Füh­rer­schein-Neu­lin­ge erkun­di­gen sich außer­dem am bes­ten bei ihrer Fahr­schu­le oder der zustän­di­gen Behör­de. Wer bereits im Besitz der Fahr­erlaub­nis ist, kommt in den Genuss der Besitz­stands­re­ge­lung und darf min­des­tens all das fah­ren, was bis­her von der Geneh­mi­gung gedeckt war.

Beson­ders in Groß­städ­ten ist das Par­ken in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer kost­spie­li­ger gewor­den. Nun sol­len auch die Ver­war­nungs­gel­der bei Falsch­par­ken deut­lich stei­gen. Für eini­ge Fäl­le ist zum 1. April eine Ver­dop­pe­lung geplant. Die Erhö­hung muss jedoch noch par­la­men­ta­ri­sche Hür­den neh­men.

Nahe­zu kei­ne Groß­stadt ver­zich­tet noch auf die Umwelt­zo­ne. 2013 gesel­len sich neue hin­zu: Um das schwä­bi­sche Lud­wigs­burg ent­steht ein wei­te­res ein­heit­li­ches „Sperr­ge­biet“. Ohne Pla­ket­te kommt 2013 auch kein Auto mehr durch Mainz und Wies­ba­den. Städ­te in Baden-Würt­tem­berg sper­ren außer­dem im neu­en Jahr alle Auto­be­sit­zer aus, deren Fahr­zeug kei­ne grü­ne Pla­ket­te hat. Nach Anga­ben des TÜV Süd erhöht sich die Zahl der Umwelt­zo­nen von aktu­ell 43 auf 50, die der Städ­te und Gemein­den mit Fahr­ver­bo­ten für Gelb oder Rot steigt von 59 auf 71. Kei­ner­lei Pro­ble­me mit Umwelt­zo­nen haben Elek­tro­fahr­zeu­ge. Wem ein sol­ches bereits gehört oder bald kauft, hat Vor­tei­le bei der Steu­er. Bei Anschaf­fung bis Ende 2015 erhält man für zehn Jah­re eine Befrei­ung von der Kfz-Steu­er. Die Rege­lung gilt rück­wir­kend für sämt­li­che Fahr­zeu­ge, die seit dem 18. Mai 2011 zuge­las­sen wur­den. Bis­lang dau­er­te die Steu­er­be­frei­ung nur fünf Jah­re. Dem gegen­über sinkt die För­de­rung der Nach­rüs­tung von Par­ti­kel­fil­tern für Die­sel. 2013 beträgt sie gera­de mal 260 statt 330 Euro.

Das Bun­des­kar­tell­amt möch­te im neu­en Jahr die von der Regie­rung beschlos­se­ne Markt­trans­pa­renz­stel­le ein­rich­ten. Über eine Online-Platt­form sol­len sich Ver­brau­cher so jeder­zeit über gegen­wär­ti­ge Kraft­stoff­prei­se infor­mie­ren kön­nen.