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Was möchten wir anziehen? Nicht nur für uns müssen wir im Frühjahr diese Überlegung anstellen, ebenso die Sommer-Felgen benötigen eine entsprechende Bekleidung und wollen mit neuen Gummimänteln losziehen. Traditionell haben die Stiftung Warentest und der ADAC auch für die bevorstehende Saison die neuen Rundlinge geprüft. Getestet wurden insgesamt 33 Pneus in den zwei verkaufsstärksten Reifengrößen. Es waren 16 Reifen in der Kleinwagen-Dimension 175/65 R 14 T, wie sie beispielsweise bei Fiat 500, Toyota Yaris und Ford Fiesta verwendet werden. Die restlichen 17 haben die Größe 195/65 R15 V, welche bei Autos wie Audi A3, BMW 3er und VW Golf aufgezogen werden.

Bei der kleinen Größe zeigte sich: Die Pneus von Continental, Hankook, Pirelli, Bridgestone, Falken und Nokian haben in allen Bereichen geglänzt und bekommen deshalb jeweils das Prädikat „gut“. Die Reifen von Firestone, Michelin, Barum, Goodyear, Semperit und Vredestein offenbaren im Gesamtbild über alle Testkategorien hinweg leichte Mängel und haben ein „befriedigend“ erhalten. Der Avon ZT5 hatte sowohl Schwierigkeiten auf trockener Fahrbahn als auch auf nassem Untergrund. Er wurde mit „ausreichend“ benotet. Die Produkte von Debica, Kormoran und Kleber zeigen alle ziemlich schwache Fahrleistungen auf nasser Fahrbahn. Sie sind demzufolge „mangelhaft“.

Bei den 195ern bekamen die Rundlinge von Goodyear, Dunlop, Hankook, Fulda, Nokian, Pirelli und Vredestein gute Noten. Die Pneus von Semperit, Kumho und Michelin werden wegen leichter Schwächen auf nasser Fahrbahn abgewertet und schneiden „befriedigend“ ab. Bei den Reifen von Yokohama, Bridgestone und Continental kommen Schwächen im Verschleiß durch. Sie erhalten ebenso das Urteil „befriedigend“. Der ContiPremium-Contact 5 erlangt in den Kriterien Nassbremsen und Nasshandling zwar ein „sehr gut“, muss im Verschleiß jedoch Federn lassen. Analog beim Bridgestone, einer der fünf Besten auf Nässe. Auch er kassiert beim Verschleiß Minuspunkte. Insgesamt haben in der Dimension 195/65 R15 V von den fünf besten Modellen auf nasser Fahrbahn drei Modelle aufgrund erhöhtem Verschleiß schlechter abgeschnitten. Der Zielkonflikt „Nassgriff versus Verschleiß“ zeigt sich in dieser Dimension außerordentlich deutlich. Das Modell Apollo Alnac 4G konnte den verschärften Schnelllauftest nicht bestehen, sodass es nur für die Wertung „ausreichend“ reicht. Der Federal Formoza, ebenso mit Problemen im Schnelllauftest, befindet sich mit einem „mangelhaft“ am Schluss. Der Grund dafür liegt in einer schwachen Fahrleistung auf nasser Fahrbahn.

Nach dem eigentlichen Test hatte die Stiftung Warentest in den vorherigen Wochen weitere Stichproben aus dem gesamten Testfeld nachgeprüft. Damit sollte gewährleistet werden, dass die am Markt verfügbaren Reifen der Qualität der Testobjekte entsprechen. Laut Stiftung wurden die Resultate des Sommerreifentests auch im Nachtest bestätigt.