Der Win­ter mit all sei­nen Tücken steht unmit­tel­bar vor der Tür. Wer jetzt nicht recht­zei­tig dar­an denkt, sein Auto win­ter­fest zu machen, wird schnell vor gra­vie­ren­de Pro­ble­me gestellt. Vie­le Maß­nah­men des Win­ter­check kann man sel­ber durch­füh­ren und muss kein Fach­mann sein. Manch­mal ist es aber auch sinn­voll, eine Fach­werk­statt auf­zu­su­chen, deren Mit­ar­bei­ter das Fahr­zeug auf Herz und Nie­ren che­cken wird. Ein opti­mal vor­be­rei­te­tes Fahr­zeug dient nicht nur der eige­nen, son­dern bie­tet bei Eis, Nebel und Schnee auch ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern ein hohes Maß an Sicher­heit. Dar­auf soll­ten Sie ach­ten:

Jür­gen Fälch­le / foto­lia

Den Wintercheck bereits im Oktober beginnen

Die jähr­li­che Pro­ze­dur des Win­ter­check beginnt im Grun­de schon im Okto­ber. Zu die­ser Zeit soll­te man dar­an den­ken, Win­ter­rei­fen auf­zu­zie­hen. Sinkt die Tem­pe­ra­tur unter 7 Grad Cel­si­us, ver­lie­ren Som­mer­rei­fen ihre her­kömm­li­che Haf­tung. Der Brems- und Anhal­te­weg ver­län­gert sich, so dass es in die­sen Fäl­len zu unnö­ti­gen Gefah­ren­si­tua­tio­nen kom­men kann. Zudem gibt es Ärger mit der Kfz-Ver­si­che­rung, wenn man im Win­ter noch mit Som­mer­rei­fen unter­wegs ist. Die Pro­fil­tie­fe soll­te zumin­dest 1,6 mm betra­gen, bes­ser wäre aber mehr. Zudem soll­te in jedem Fall der Luft­druck stim­men, hier sind 2 Bar das Mini­mum. Als Faust­re­gel ist hier laut ADAC anzu­se­hen: Win­ter­rei­fen soll­ten idea­ler­wei­se eine Pro­fil­tie­fe von 4 mm auf­wei­sen und nicht älter als sechs Jah­re sein.

Was die Autowerkstatt von Wintercheck erledigen sollte

Wer nach einer kal­ten Win­ter­nacht früh mor­gens ins Auto steigt, erlebt oft­mals eine def­ti­ge Über­ra­schung. Nichts geht, denn die Bat­te­rie hat ihren Geist auf­ge­ge­ben. Idea­ler­wei­se sucht man hier­zu eine Werk­statt auf, die den Strom­ver­sor­ger einen sorg­fäl­ti­gen Check unter­zieht. Ist das Aggre­gat nicht mehr win­ter­taug­lich, lässt man dort schnell eine neue ein­bau­en, damit das Star­ten des Fahr­zeugs pro­blem­los gesi­chert ist. Auch ande­re Über­prü­fun­gen, für die viel­fach die eige­nen tech­ni­schen Mit­tel nicht aus­rei­chen, soll­ten vom Fach­mann über­nom­men wer­den. Die­ser erkennt die Feh­ler und baut umge­hend neue Ersatz­tei­le ein wie zum Bei­spiel:

  • neu­er Keil­rie­men (ins­be­son­de­re älte­re Pro­duk­te wer­den im Win­ter schnell sprö­de und brü­chig)
  • Check-up der Kühl­flüs­sig­keit (gege­be­nen­falls Aus­tausch oder Nach­fül­len von Frost­schutz­mit­teln)
  • Über­prü­fung der Licht- und Brems­an­la­ge
  • Test der Schei­ben­hei­zung (bei Fehl­funk­ti­on reicht oft­mals der Tausch einer Siche­rung durch den Fach­mann)
  • Prü­fung der Schei­ben­wi­scher und schnel­ler Aus­tausch (kann man natür­lich auch selbst aus­füh­ren)

Vie­le Ele­men­te des Win­ter­check wer­den von der Werk­stät­ten sogar kos­ten­los vor­ge­nom­men. Dank die­ser Über­prü­fung durch die Fach­leu­te wer­den die Feh­ler und Män­gel jedoch schnell erkannt und kön­nen umge­hend beho­ben wer­den. Auch klei­ne­re Lack­schä­den soll­ten auf die­sem Wege aus­ge­bes­sert wer­den, denn Streu­salz und Feuch­tig­keit füh­ren schnell zu Rost­bil­dung.

Was jeder Autofahrer im Winter bei sich haben sollte

Ist der Win­ter­check durch­ge­führt, Män­gel besei­tigt und Feh­ler­quel­len abge­stellt, sind die wesent­lichs­ten Maß­nah­men abge­schlos­sen, um das Auto sicher durch den Win­ter zu brin­gen. Doch für den Fah­rer ist die Sache damit noch nicht erle­digt, denn eini­ges gilt es noch zu erle­di­gen. So sind die Gum­mi­dich­tun­gen vor dem ers­ten Frost mit Gly­ce­rin oder ähn­li­chen Stof­fen ein­zu­schmie­ren, damit die­se nicht am Metall­rah­men anfrie­ren. Dadurch wer­den sie beschä­digt und zer­stört. Wei­te­re Din­ge, die in jedem Fall zum Must-Have zäh­len:

  • Hand­schu­he und Eis­krat­zer
  • Hand­fe­ger für den Schnee
  • Ent­ei­ser für Tür­schlös­ser (bit­te nicht im Auto las­sen!)
  • Start­hil­fe­ka­bel
  • Ent­ei­ser­spray für Schei­ben
  • Schutz­mat­te gegen Frost für Schei­ben (oder ganz­heit­li­che Abde­ckung des Fahr­zeugs)