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Wer noch Winterreiniger im Scheibenwaschbehälter seines Autos gebunkert hat, für den wird es langsam Zeit, auf ein Sommerprodukt umzusteigen. Denn Pflanzenpollen und Insektenreste sorgen ab Frühjahr für schwer zu entfernende Verunreinigungen auf der Windschutzscheibe, gegen die der alkoholhaltige Wintermix nur wenig ausrichten kann. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat gemeinsam mit dem Auto Club Europa (ACE) zwölf gängige Sommerscheibenreiniger getestet, mit dabei ein 1:10-Produkt, die anderen sind im Verhältnis 1:100 zu mischende Konzentrate.

Die meisten der getesteten Konzentrate bekamen von den Prüfern sehr gute bis gute Noten. Testsieger mit einem „sehr empfehlenswert“ wurde das Produkt „Aral Klare Sicht Sommer 1:100„. Außerdem sehr empfehlenswert auf dem zweiten Platz: „Caramba Scheiben-Reiniger“ und „Nigrin Performance Scheibenklar„. Erneut punktgleich dahinter steht das außerordentlich preiswerte „RS 1000 Klare Sicht“ sowie zwei weitere sehr empfehlenswerte Produkte, nämlich „Dr. Wack CW 1:100 Super Scheibenreiniger“ und „Volkswagen 1:100 Scheibenreiniger Konzentrat„. Beide erzielten Bestnoten bei der Reinigungswirkung, sind aber auch nicht gerade günstig.

Die Rangfolge der „empfehlenswerten“ Produkte führt das „Scheiben-Reiniger Super Konzentrat“ von Liqui Moly gemeinsam mit dem reinigungsstarken, aber hochpreisigen „Mercedes Benz SummerFit 1:100“ an. Ebenfalls empfehlenswert: „Sonax Xtreme Scheibenreiniger 1:100“ und „Shell Sommer Klarsicht Konzentrat„. Letzterer ist der einzige Kontrahent im Testfeld, welcher im Verhältnis 1:10 gemixt wird und mit 67 Cent pro Liter Fertigmischung das kostspieligste Angebot im Vergleich darstellt.

Größere Abstriche bei der Reinigungsleistung machten die Tester beim „bedingt empfehlenswerten“ „Autosol Scheibenreiniger“ aus. Schlusslicht ist das als „nicht empfehlenswert“ eingestufte „Sommer Scheibenreiniger Konzentrat 1:100“ von Total mit stärkeren Mängeln beim Lösen der sommertypischen Schmutzarten.

Um gleiche Startbedingungen für alle Scheibenreiniger zu schaffen, wurde die Reinigungswirkung aller zwölf Kandidaten auf einem speziell eingerichteten Prüfstand mit standardisiertem Testschmutz nach zwei unterschiedlichen Rezepturen getestet. Ein Chemie-Gemisch aus Reifenabrieb, Bremsstaub, Abgasruß, Heißwachs und Motorenöl simulierte Stadtschmutz. Der Landschmutz bestand aus hartnäckigen Insektenrückständen, synthetisch hergestellt aus Eigelb, Eiweiß, Puderzucker und Ethanol. Entscheidend für das Testergebnis war die Anzahl an Wischvorgängen, die mit der fertigen Spritzwassermischung benötigt wurden, um die installierte Autoscheibe komplett zu reinigen.

Zum all umfassenden Testprogramm gehörte auch eine Verträglichkeitsprüfung in vier Disziplinen. Erfreuliches Resultat dieses Vergleichs: In Sachen Lackverträglichkeit erzielen alle Kandidaten volle Punktzahl. Ebenso bei Hartwasser- und Alkoholstabilität, ein Kriterium, das die Gefahr von Ablagerungen im Scheibenreiniger bewertet, die im schlimmsten Fall zu beträchtlichen Schäden an der Scheibenwaschanlage führen können. Ausschließlich „Dr. Wacks CW 1:100“ erreicht dieses Traumergebnis auch bei der Kunststoffverträglichkeit.