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Von 1909 bis 1953 wurden rund 30 000 Exemplare des legendären Threewheeler in England gebaut und sie haben Geschichte geschrieben.

Die skurrilen Threewheeler waren damals ein Verkaufserfolg, weil sie aufgrund ihres einzigen Antriebsrades als Motorräder galten und dadurch steuerlich günstig waren. Der britische Automobilhersteller Morgan präsentiert nun auf dem Genfer Automobilsalon seine Threewheeler in einer Neuauflage. Der Anspruch, mit dem Threewheeler „Fahrspaß der besonderen Art“ zu vermitteln, meint „einen neuen Blick auf die Verbindung von Beschleunigung, Leistung und Wirtschaftlichkeit“ zu werfen, während andere Hersteller Nachhaltigkeit als Thema haben.

Die Optik des Dreirades entspricht ganz dem klassischen Vorbild und die Technik den neuesten Standards. Ein 115 PS starker V-2-Motor der Marke Harley Davidson mit 1,9 Liter Hubraum vom Motorenspezialisten S & S ist an ein Mazda-Fünfgang-Getriebe gekoppelt. Von 0 auf 100 km/h schafft es der Threewheeler in gut 4,5 Sekunden.

Die von Hand gearbeitete Aluminiumkarosserie wiegt 500 Kilo und verspricht eine beeindruckende Fahrleistung. Das Cockpit ist mit Flugzeuginstrumenten versehen und bietet den Insassen mehr Platz als beim Dreirad-Vorbild. Zwei Überrollbügel und ein Rohrrahmen schützen die Fahrer und Beifahrer. Speichenfelgen und Scheinwerfer auf Stangen sorgen für den Retro-Look. Sitzbank und Armaturenträger sind aus Leder, wobei der Kunde beim Kauf zwischen zwei Lederfarben, bei der Lackierung zwischen acht Farben wählen kann.

Sicherheit und Emissionen sollen von US-amerikanischen und europäischen Zulassungsbehörden abgenommen worden sein, einem Straßeneinsatz steht also nichts im Wege. Etwa 30 000 Euro kostet der Threewheeler ohne Steuern, gegen Aufpreis gibt es einen auf Hochglanz polierten Motor, Edelstahl-Endrohre oder spezielle Design-Kits.