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Bruce Weiner ist ein vorbildlicher US-Geschäftsmann. Doch Bruce hat eine für einen Amerikaner außergewöhnliche Schwäche: Kleinstwagen. Und zwar nicht nur BMW Isetta und Goggomobil, sondern sämtliche Mikromobile, die es jemals gab. Jetzt löst er seine gigantische Sammlung auf: Knapp 200 Winz-Autos wird RM Auctions am 15. und 16. Februar 2013 versteigern. Der Höhepunkt ist eine BMW Isetta mit Extrem-Tuning.

Das Vorbild für die Monster-Isetta ist ein 1998 erstmalig vorgestelltes Hot-Wheels-Spielzeugauto mit Namen „Whatta Drag„. Die absonderliche Mischung entwickelte sich flott zum Verkaufsschlager. 2005 kommt unser Freund Bruce ins Spiel. Er fragt sich, ob „Whatta Drag“ nicht ebenfalls im Maßstab 1:1 machbar wäre und beginnt mit der Arbeit. Er nimmt eine BMW Isetta 300 aus dem Jahr 1959 und lässt ausschließlich die Hülle übrig. Das originale Motörchen mit 13 PS kommt ins Regal und wird durch einen 502-Cubic-inch-Big-Block von Chevrolet ersetzt. Das 8,2-Liter-Trumm passt selbstverständlich nicht in die Serien-Isetta, also entsteht ein Heckanbau mit fettem Hinterrad und Riesen-Spoiler.

Dadurch wächst die Isetta von ursprünglich 2,28 Meter Länge auf 3,78 Meter an. Der Chevy-Motorklotz wird von Bruce und seinen Jungs durch einen Kompressor plus zwei Holley-Vergaser auf rund 740 PS befördert. Ein wenig BMW bleibt erhalten: Die Aufhängung kommt vom M3. Wie schnell die Super-Isetta ist, bleibt geheim, denn vor Benutzung wird gewarnt. Der „Whatta Drag“ ist nur ein Show-Car und nicht für die Benutzung auf Straße oder Rennstrecke geeignet. Das hohe Drehmoment könnte bei falscher Fahrweise zur Gefahr für Leib und Leben werden. Wer es trotzdem wagen möchte, sollte mindestens 70 000 Euro ansetzen und mitbieten.