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Gerade erst 24 Jahre alt, aber schon einen Porsche 911 Turbo erworben: Das dürfte 1979 für Aufsehen gesorgt haben, zumal seinerzeit wahrscheinlich noch kein Verkäufer etwas mit den Namen Bill Gates und Microsoft anfangen konnte. Jetzt wurde Bills alter Elfer vom Auktionshaus Dorotheum in Wien versteigert.

Schon vier Jahre nachdem der Studienabbrecher Gates im Jahr 1975 Microsoft gegründet hatte, genehmigte er sich den 911 Turbo 3.3 im auffälligen Türkis-Metallic. Ein Kuriosum befindet sich im Cockpit des 2011 überholten Sportwagens: Der Tacho reicht bis gerade mal 85 Meilen pro Stunde, umgerechnet knapp 140 km/h. Bemerkenswert bei einem Auto mit 300 PS, welches in 5,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und für 260 Sachen gut ist. Die Lösung des Rätsels: Jedes in den USA verkaufte Auto erhielt ab 1979 den begrenzten Tacho. Durch diese Maßnahme wollte die „National Highway Traffic Safety Administration“ (NHTSA) die Unfallzahlen reduzieren. Jedoch ohne Erfolg, bereits 1982 kehrten die vollständigen Skalen zurück.

Der Preis für den Gates-Porsche wurde zwischen 39 000 und 50 000 Euro geschätzt. Doch der Promi-Bonus des Wagens machte sich bewährt: Den Zuschlag bekam schließlich ein Telefonbieter bei 71 680 Euro. In Anbetracht der weiter steigenden Preise für alte Porsche 911 womöglich keine schlechte Investition.