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Der futuristische Supersparwagen XL1 ist das Prestigeobjekt von Volkswagen: Es handelt sich um ein Ein-Liter-Auto. Beim Preis jedoch endet das Sparen: Für deutlich über 100 000 Euro ist ein XL1 erhältlich. Dass es auch anders geht, hatte VW schon bei der XL1-Präsentation erkennen lassen. Würde man den Antrieb in einen Up packen, läge dessen Verbrauch nicht weit über den 0,9 Litern des XL1. Auf der Tokyo Motor Show (22. November bis 1. Dezember 2013) steht nun der so genannte Twin Up.

Wie bereits erwähnt, nutzt der Twin Up die Technik des XL1, verzichtet aber auf die extrem aerodynamische Karosserie und Kohlefaser. Nach Aussagen von VW teilt sich der spezielle Up den Dieselmotor, die E-Maschine sowie das DSG mit dem XL1. Die Antriebseinheit verfügt über eine Systemleistung von 55 Kilowatt (75 PS). Sie setzt sich aus einem 0,8-Liter-Zweizylinder-TDI mit 35 Kilowatt (48 PS), einer ebenso starken E-Maschine, einem Siebengang-DSG und der Leistungselektronik zusammen. Unterhalb der Rücksitzbank und des Kofferraums findet sich die Lithium-Ionen-Batterie mit einem Fassungsvermögen von 8,6 Kilowattstunden. Auf diese Weise hat sie mehr Inhalt als der 5,5-kWh-Akku des XL1. Das ist auch notwendig, denn der 35-kW-Elektromotor ist nahezu doppelt so stark wie die E-Maschine im XL1. Für klassischen Sprit ist es ein 33 Liter großer Tank erhältlich.

Via Tastendruck kann der Fahrer des Twin Up einen rein elektrischen Fahrmodus auswählen. Etwa 50 Kilometer weit soll es nur mit Strom gehen, maximal sind dadurch bis zu 125 km/h möglich. Mit dem Benzinmotor stoppt der Vortrieb erst bei 140 Sachen. Das Drehmomentmaximum liegt bei 215 Newtonmeter gegenüber 140 Newtonmeter beim XL1, von null auf 60 km/h kommt der Twin Up in 8,8 Sekunden. Und der alles entscheidende Verbrauch? Er beträgt 1,1 Liter auf 100 Kilometer, was 27 Gramm CO2 entspricht. Als Grundlage dient allerdings der als wenig realistisch bekannte NEFZ-Fahrzyklus. Im Falle des Twin Up ist das mit dem Realismus sowieso eine eigene Sache: Er wird wohl eine Studie bleiben. Von einer Serienproduktion ist nicht die Rede, besonders aus Kostengründen. Der Twin UP würde wohl mehr kosten als der Elektro-Up.