Kia ist in Deutschland vor allem für frontgetriebene Klein- und Kompaktwagen sowie SUVs bekannt. In den USA jedoch wird ab Frühling 2014 auch eine heckgetriebene Oberklasselimousine namens K900 offeriert. Ein sportlicher Hecktriebler könnte demnächst folgen, denn auf der NAIAS 2014 in Detroit (North American International Auto Show, Publikumstage 18. bis 25. Januar) wird ein 2+2-sitziger Sportwagen als Studie präsentiert.

Das Coupé mit dem Namen GT4 Stinger wurde im Kia-Designstudio im kalifornischen Irvine konzipiert. Eines der beiden nun publizierten Bilder zeigt die Front: Der für die Marke typische Kühlergrill wird hier von einem weißen Lichtband eingefasst – so wird das Hauptmerkmal der Marke akzentuiert. Daneben sind vertikal positionierte LED-Scheinwerfer sichtbar, die wohl die Technologiekompetenz hervorheben sollen. Lufteinlässe zwecks Kühlung der Vorderradbremsen leiten die Luft um die 20-Zoll-Räder. Und unterhalb des Stoßfängers gewährleistet ein Frontsplitter aus Carbon einen höheren Anpressdruck der Vorderreifen. Das zweite Bild offenbart die Umrisse der Studie. Demnach handelt es sich um ein kompaktes Coupé. Die auf dem Bild gerade noch erkennbaren, äußerst langen Türfugen könnten auf Scherentüren hindeuten. Unter der Haube des GT4 Stinger arbeitet jedenfalls ein Turbobenziner mit 2,0 Liter Hubraum und 315 Pferdestärken. Details zur neuen Kia-Studie werden wohl erst auf den Pressetagen der Messe veröffentlicht.

In den USA haben Autos mit Heckantrieb eine größere Bedeutung als hierzulande, sie gelten als prestigeträchtiger, sportlicher und luxuriöser. Die Einführung von sportlichen Hecktrieblern in Europa ist wohl nicht gänzlich ausgeschlossen. Ambitionen in dieser Richtung zeigte die Marke mit der Präsentation des in Europa entwickelten Kia GT auf einer europäischen Messe: Die viertürige Coupéstudie – beziehungsweise eine Sportlimousine – wurde 2011 auf der Frankfurter IAA gezeigt. Auch diese hatte einen Heckantrieb.