d_e_r_i_c / foto­lia

Wie könn­te eine zeit­ge­mä­ße Inter­pre­ta­ti­on des Citro­ën 2 CV aus­se­hen? Ver­su­che in die­se Rich­tung gab es bereits meh­re­re, jetzt weckt die Toyo­ta-Stu­die ME.WE Asso­zia­tio­nen an die legen­dä­re „Ente“. Leicht und preis­wert: So lau­tet die Devi­se beim ME.WE, des­sen Seri­en­fer­ti­gung aber gegen­wär­tig nicht geplant ist. Ent­wi­ckelt wur­de das Fahr­zeug vom Indus­trie­de­si­gner Jean-Marie Mas­s­aud gemein­sam mit dem euro­päi­schen Design- und Ent­wick­lungs­zen­trum von Toyo­ta.

Mit einer Län­ge von 3,44 Meter hat der Toyo­ta ME.WE fast genau die Abmes­sun­gen eines Aygo, ist aber mit 1,75 Meter und 1,60 Meter ein­deu­tig brei­ter und höher. Fahr­fer­tig soll die Stu­die gera­de mal 750 Kilo­gramm wie­gen, das sind 125 Kilo­gramm weni­ger als ein Aygo. Ermög­li­chen tut das ein Git­ter­rohr­rah­men aus Alu­mi­ni­um. Dazu kom­men unter­schied­li­che Karos­se­rie­ver­klei­dun­gen aus geschäum­tem Poly­pro­py­len, einer außer­or­dent­lich leich­ten und har­ten Kunst­stoff­art. Des­halb wiegt die Karos­se­rie laut Toyo­ta nur 14 Kilo­gramm. Die Plas­tik­hül­le könn­te in etli­chen For­men ange­bo­ten wer­den, mög­lich sind ein Pick-up, ein Cabrio, ein Off­roa­der oder auch ein Stadt­au­to. Letz­te­res kommt der aktu­ell gezeig­ten Aus­füh­rung gleich. Für den Boden sowie die hori­zon­ta­len Ober­flä­chen kommt Bam­bus zum Ein­satz, ein schnell nach­wach­sen­der Roh­stoff.

Viel Wert legt man auf die simp­le Nutz­bar­keit des ME.WE. Gegen­läu­fig öff­nen­de Türen und eine feh­len­de B-Säu­le erleich­tern das Ein­stei­gen. Nach dem Vor­bild der „Ente“ kön­nen die dünn gepols­ter­ten Ein­zel­sit­ze her­aus­ge­nom­men wer­den, zum Bei­spiel für ein Pick­nick. An einen ande­ren Citro­ën, näm­lich den Meha­ri, erin­nern die kom­plett ent­fern­ba­ren Fens­ter, ein­schließ­lich der Wind­schutz­schei­be. Neben­bei bestand auch beim Meha­ri die Karos­se­rie aus Kunst­stoff. Den Antrieb gewähr­leis­ten im Toyo­ta ME.WE je ein Elek­tro­mo­tor in jeder Rad­na­be. Die Bat­te­ri­en sind im Unter­bo­den instal­liert. Hei­zung und Kli­ma­ti­sie­rung erfol­gen durch eine Wär­me­pum­pe, die mit den beheiz­ba­ren Sit­zen kom­bi­niert ist, um den Strom­ver­brauch zu redu­zie­ren.