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Der Volkswagen-Konzern hat das Elektroautozeitalter eingeläutet. Anfang 2013 wurde der „Technologie-Leuchtturm“ XL1 präsentiert, nun der elektrisch angetriebene VW e-Up, das Hybridauto Audi A3 Sport­back e-tron und der e-Golf. Der Hybrid von Porsche, der Panamera S E-Hybrid, ist bereits auf dem Markt, ebenso wie der Jetta Hybrid. Die anderen Neuheiten erscheinen im Jahr 2014 auf den Markt, der e-Up ist bereits bestellbar. Des Weiteren folgt noch der Golf mit Hybridantrieb (der technisch dem hier vorgestellten Audi A3 entsprechen wird). Nun heißt es warm anziehen für Konkurrenten wie beispielsweise Toyota. Hatte das japanische Unternehmen den Markt der Hybridautos seit Jahren weitgehend alleine beackert, so tritt der Volkswagen-Konzern mit seinen großen Marken jetzt an, den zeitlichen Vorsprung auszugleichen. Und dass die Wolfsburger es immer wieder fertig bringen, als Letzter zu kommen und dann Marktführer zu werden, haben sie nicht nur bei den Kompaktvans mit dem Touran oder bei den kompakten SUVs mit dem Tiguan bewiesen.

Da Elektroautos immer noch den Nachteil der geringen Reichweite haben, bringt VW als ersten Wagen mit Elektroherz den kleinen Up für den Stadtverkehr auf den Markt. Anders als BMW mit dem i3, hat man hier kein Auto von Grund auf neu konzipiert und es wurde auch keine eigene Fabrik dafür auf die grüne Wiese gestellt. So ist Volkswagen dadurch nicht zum Erfolg verdammt: Da der e-Up mit seinen herkömmlich angetriebenen Brüdern auf einer Fertigungsstraße gebaut wird, kann sein Produktionsanteil je nach Nachfrage beliebig variiert werden. Die Elektrokomponenten hat VW im Übrigen selbst entwickelt und lässt sich nicht von Zulieferern bedienen. Die E-Motoren und Batteriesysteme werden in den VW-Werken in Kassel und Braunschweig angefertigt. Nur die einzelnen Batteriezellen werden zugeliefert.

Die Batterie im Boden des e-Up gewährleistet eine Leistung von 75 Kilowatt. Mit einer Batterieladung kann man im besten Fall 165 Kilometer weit fahren. Das Aufladen der Batterie dauert an der Steckdose neun Stunden, an einer 3,6-kW-Wallbox etwa sechs Stunden. Wie die meisten Elektroautos ist auch der e-Up außerordentlich spurtstark: Je nach gewähltem Programm liegt das Anfahrdrehmoment bei maximal 210 Newtonmeter – ziemlich viel für ein Auto, das gerade mal 1 139 Kilo wiegt. In sieben Sekunden kommt der Up von null auf Tempo 60 und kann somit in der Stadt gut mit den Großen mithalten. Auch auf Landstraßen macht er einen guten Eindruck. Auf der Autobahn kann er mit 130 km/h geradeso mitschwimmen.

Das Besondere am e-Up ist der Bremsvorgang: Geht man vom Gaspedal, so ist die bremsende Wirkung durch das Rekuperieren, also durch die Stromerzeugung, mal stark und mal schwach – je nachdem, welches Fahrprogramm ausgewählt wurde. Bei der maximal möglichen Verzögerung braucht man in der Stadt kaum noch das Bremspedal, um zu verzögern (äußerst angenehm, hat man sich erst einmal daran gewöhnt). Und auf der Autobahn kann man selbst bestimmen, ob man – je nach Verkehrsfluss – abbremsen oder dahinsegeln will, wenn man den Fuß vom Gas nimmt. Das alles wird über den Schalthebel eingestellt, indem man ihn nach links oder rechts drückt. So kann man ähnlich wie beim manuellen Runterschalten eines Automatikgetriebes das Auto verlangsamen, ohne die Bremse zu betätigen. Toll umgesetzt!

Motor und Antrieb e-Up 
Motorart Permanenterregter Synchron-Elektromotor
Leistung in PS 54-82
Leistung in kW 40-60
bei U/min 2.800-12.000
Drehmoment in Nm 210
Antrieb Frontantrieb
Gänge 1
Maße und Gewichte  
Länge in mm 3.540
Breite in mm 1.645
Höhe in mm 1.477
Leergewicht in kg 1.139
Zuladung in kg 361
Kofferraumvolumen in Liter 250
Kofferraumvolumen, variabel in Liter 923
Fahrleistungen / Verbrauch  
Höchstgeschwindigkeit in km/h 130
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 12,4
Weitere Informationen  
Reichweite 80-160 km
Verbrauch 11,7 kWh/100 km
Grundpreis 26 900 Euro