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Während die deutschen Hersteller sich beim Thema „Hybrid“ lange sehr schwer getan haben, bringt die Toyota-Tochter nun ein weiteres Model mit kombinierten Antrieben auf den Markt. Der neue GS 300h wird rund 9500 Euro günstiger sein als der größere GS 450h und schließt damit die Lücke zur Mittelklasse.

Sparsamer Antrieb, enttäuschende Fahrleistungen

Eben jene Mittelklasse ist es, der sich der GS 300h auch technischer Komponenten bedient: Statt klassenüblicher Sechszylinder kommt ein Benziner mit nur vier Brennräumen zum Einsatz, der in Verbindung mit dem Elektromotor bis zu 223 PS mobilisiert. Nur der Verbrauch liegt nicht auf Oberklasseniveau: Mit nur 4,7 Litern Normverbrauch auf 100 km wird er Kraftstoffkonsum eines Kleinwagens erreicht. In der Praxis scheint die Leistung allerdings nicht so recht zu der Oberklasselimousine zu passen: Während die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h noch zu akzeptieren ist, enttäuscht das Spurtvermögen. Benzinder und Elektromotor sind über ein stufenloses Getriebe miteinander gekoppelt. Wird spontan mehr Leistung abgefordert, heult der Verbrennungsmotor ersteinmal auf. Wie bei der aus Motorrollern bekannten Variomatik setzt der Vorschub dann erst mit Verzögerung ein.

Straffes Fahrwerk, Lenkung mit wenig Rückmeldung

Das Fahrwerk ist sportlich straff abgestimmt und vermittelt einen guten Kontakt zur Fahrbahn. Über die Lenkung lässt sich das leider nicht sagen, auch im Sport-Modus bleib sie im Vergleich zur deutschen Oberklasse-Konkurrenz schwammig und indirekt. Überzeugen kann hingegen die tadellose Verarbeitung und die Qualitätsanmutung der Materialien im Innenraum.

Fazit: Durchwachsene Eindrücke

Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für den Lexus GS 300h kann nicht ausgesprochen werden. Der Antrieb ist zwar sparsam, nervt aber mit einer schlechten Abstimmung und etwas enttäuschenden Fahrleistungen. Ein Verbrauch von unter fünf Litern Benzin auf 100 km ist zwar ein Argument, die Einstiegsdiesel der Oberklasse-Konkurrenz verbrauchen allerdings kaum mehr Kraftstoff.

Alten Lexus warten und reparieren

Ein Neukauf muss sowieso nicht immer sein – speziell beim Lexus GS 300h ist hierzulande auch ein großer Wertverlust zu befürchten. Denn wie bereits bei den alten Modellen, gibt man in Deutschlands Werkstätten meistens zuviel Geld  für Autoersatzteile und wichtiges Zubehör aus. Eine günstigere Alternative zur Werkstatt bieten dabei Fachhändler für Lexus Ersatzteile, wie autoersatzteile.de/lexus-autoteile. Aber erfahrungsgemäß lohnt sich die Investition in den soliden Japaner, der dies mit langer Haltbarkeit dankt.