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Was wür­de der Tuner G-Power machen, gäbe es kei­ne Kom­pres­so­ren mehr? Ok, wahr­schein­lich Tur­bo­la­der ver­bau­en. Letzt­lich geht es nur um ein Ziel: Mehr Leis­tung aus BMW-Moto­ren zu bekom­men. So auch bei dem 4,4-Liter-V8 im BMW M3 GTS. Gera­de erst im Früh­jahr 2011 haben die Bay­ern gezeigt, dass locker 635 Pfer­de­stär­ken aus dem Trieb­werk des stärks­ten M3-Modells zu holen sind. Nun, im Herbst, wird noch mal nach­ge­rüs­tet. Über 700 PS sind nun maxi­mal erreich­bar. Jedoch ist dies­mal der nor­ma­le M3 die Aus­gangs­ba­sis. Die­ser trägt nach dem Umbau den pas­sen­den Bei­na­men „Tor­na­do“.

Zum Motor-Kit für den M3 gehört vor­ab die Ver­stär­kung eini­ger Motor­tei­le. So wer­den geschmie­de­te, wider­stands­fä­hi­ge­re Kol­ben von Mah­le ver­wen­det. Dazu modi­fi­zier­te G-Power die Kur­bel­wel­le, was eine Erhö­hung des Motor-Hub­raums von vier auf 4,6 Liter mit sich brach­te. Des Wei­te­ren wer­den noch ver­stärk­te Pleu­el ver­baut. Das Kom­pres­sor-Sys­tem, das bereits im März 2011 für mehr Pferd­stär­ken im M3 GTS sorg­te, wur­de noch wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Lader schafft nun einen Druck von maxi­mal 0,5 Bar. Die Air­box des Kom­pres­sor-Sys­tems besteht wahl­wei­se aus Kar­bon. Sie wiegt nun vier Kilo­gramm, statt der zwölf die das regu­lär ver­bau­te Alu-Guss­teil auf die Wage bringt. Eine strö­mungs­op­ti­mier­te Titan-Abgas­an­la­ge aus eige­nem Hau­se soll noch mehr PS brin­gen. Zusam­men­ge­rech­net bringt der getun­te V8 eine Leis­tung von 720 PS – der seri­en­mä­ßi­ge Sau­ger schafft gera­de mal 420 PS. Das Dreh­mo­ment erhöht sich von 400 auf 700 New­ton­me­ter.

Die 300 PS gehen nicht spur­los an den Fahr­leis­tun­gen vor­über. An Stel­le von 4,6 braucht der getun­te M3 jetzt nur noch 3,7 Sekun­den von null auf 100 km/h. In gera­de mal 9,5 Sekun­den erreicht der „Tor­na­do“ die­se Geschwin­dig­keit. „Über 330 km/h“ sind maxi­mal mög­lich. Wer so fix fah­ren möch­te, muss für den Motor-Umbau inklu­si­ve Abgas­an­la­ge 41 650 Euro bezah­len – dabei sind die Mon­ta­ge­kos­ten noch nicht mal ein­ge­rech­net.