Nick Freund / fotolia

11 Millionen Diesel-Fahrzeuge von Volkswagen wurden weltweit manipuliert. Sie zeigten niedrigere Emissionswerte an, wenn sie auf Abgasstandards hin überprüft wurden. Dabei waren die Werte in realen Situationen 10 bis 40 Mal höher. Mehrere Länder beginnen nun Ermittlungen gegen VW einzuleiten. Sicherheitshalber stellte Volkswagen 6,5 Milliarden Euro zurück, um sich auf eventuelle Prozesse einzustellen – doch die Kosten könnten weit höher ausfallen. Die US-Umweltbehörde könnte eine Strafe von bis 18 Milliarden Dollar festlegen.

Zusätzlich zur Marke selbst stehen nun auch Tochterunternehmen im Fokus und Verdacht der Manipulation. Also beispielsweise Audi, Seat oder Skoda. Konzernchef Martin Winterkorn äußerte sich dazu: „Fehler einiger weniger … Wir klären das auf“. Angeblich soll Winterkorn sogar ersetzt werden. Andere Manger werden mit Sicherheit ihre Posten verlieren. Umsatzeinbußen wird es definitiv geben.

Auch die Aktie bekam den Skandal zu spüren: Sie fiel zeitweise auf unter 100 Euro (98 Euro), nachdem sie schon einen Verlust von 40 Prozent verkraften musste. Dass die gefälschten Messwerte gerade in den USA zur ersten Anklage führen könnten, ist für VW besonders schmerzlich. Dort hat der Autohersteller mit schleppenden Absatzzahlen zu kämpfen. Doch der Imageschaden droht weltweit.

Zu den globalen Klägern könnten sich noch andere dazu gesellen: Eine Sammelklage von VW-Kunden wegen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist wahrscheinlich, Anleger könnten wegen Täuschung eine Klage erwägen, zudem wurden sie über den Skandal nicht informiert. Das wäre ein Verstoß gegen das Aktienrecht. Durch die Verluste der VW-Aktie wird auch der Dax belastet.

Auf Facebook hat VW nun ein Video von Winterkorn veröffentlicht:

 

Liebe Facebook-Nutzer, wir verstehen eure Enttäuschung. Volkswagen treibt die Aufklärung von Unregelmäßigkeiten einer…

Posted by Volkswagen Deutschland on Dienstag, 22. September 2015