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Jetzt müs­sen har­te Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den“, äußer­te sich der KPMG-Auto­ex­per­te Mathieu Mey­er am Diens­tag. Das kön­ne Ita­li­en, aber eben­so die USA betref­fen. Zwar habe sich Fiats Situa­ti­on durch den Durch­bruch beim Kauf der übri­gen Chrys­ler-Antei­le klar ver­bes­sert – die Über­ka­pa­zi­tä­ten spe­zi­ell in Ita­li­en wür­den jedoch nach wie vor bestehen. „Ich ver­mu­te, dass da noch etwas kommt”, mut­maß­te der Exper­te der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft. Er sei gespannt auf die kom­men­den sechs bis zwölf Mona­te.

Nach zähen Ver­hand­lun­gen hat­te Fiat am 1. Janu­ar ange­kün­digt, sei­ne US-Toch­ter Chrys­ler in den nächs­ten Wochen voll­stän­dig zu über­neh­men. Wäh­rend der ita­lie­ni­sche Auto­bau­er extrem unter der Flau­te auf dem Hei­mat­kon­ti­nent zu lei­den hat und eben­so in Süd­ame­ri­ka Pro­ble­me hat, lie­fen Chrys­lers US-Geschäf­te zuletzt her­vor­ra­gend. Das behü­te­te die Kon­zern­mut­ter mehr­fach vor den roten Zah­len. Die geret­te­ten Bilan­zen kön­nen jedoch nicht über den kost­spie­li­gen Leer­lauf in eini­gen Fiat-Wer­ken spe­zi­ell in Ita­li­en hin­weg­täu­schen. Weil die Nach­fra­ge über lan­ge Zeit kaum vor­han­den war, ste­hen vie­le Bän­der still.