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Die Mer­ce­des C-Klas­se ver­tieft nun ihre Sprach­kennt­nis­se der betuch­ten fern­öst­li­chen Kund­schaft. Die­se möch­te vor allem zwei Din­ge: reich­lich Platz im Fond und „Qua­li­tät made in Ger­ma­ny“. Im Sep­tem­ber soll die gestreck­te Ver­si­on der Mit­tel­klas­se-Limou­si­ne in der Volks­re­pu­blik auf den Markt erschei­nen. Die gesam­te Pro­duk­ti­on geschieht bei der Bei­jing Benz Auto­mo­ti­ve Co. (BBAC).

Die Schwa­ben kön­nen 150 000 Kun­den­aus­lie­fe­run­gen des vor­he­ri­gen Modells der C-Klas­se in Chi­na ver­bu­chen. Ein viel­ver­spre­chen­der Absatz­markt für Mer­ce­des. „Ent­wi­ckelt in Chi­na, pro­du­ziert in Chi­na, wird die C-Klas­se Lang­ver­si­on einer unse­rer Wachs­tums­trei­ber in die­sem Markt wer­den“, hofft Huber­tus Tro­ska, Vor­stands­mit­glied der Daim­ler AG in Chi­na.

Damit könn­te Tro­ska gar nicht so falsch lie­gen. Deut­sche Fahr­zeug­her­stel­ler erobern schon lan­ge den gesam­ten asia­ti­schen Fahr­zeug­markt mit Streck­bank-Ver­sio­nen ihrer Mit­tel­klas­se-Limou­si­nen. So offe­riert Audi den A4, VW den Pas­sat oder BMW den 3er oder 5er als Plus-Size-Modell in Asi­en an.

Mer­ce­des ver­län­ger­te die C-Klas­se um acht Zen­ti­me­ter. Der gewon­ne­ne Raum wird nur dazu ver­wen­det, den Fond zu ver­grö­ßern. Wem die acht Zen­ti­me­ter zusätz­lich noch nicht genü­gen, der kann den in Chi­na meist unge­nutz­ten Bei­fah­rer­sitz aus der hin­te­ren Sitz­rei­he her­aus elek­trisch ver­stel­len.

Die Bes­ser­ver­die­ner aus dem ent­fern­ten Osten schät­zen außer­dem die deut­schen Sicher­heits­stan­dards. So hat die C-Klas­se die moderns­ten Assis­tenz­sys­te­me an Bord. Eines ist bei­spiels­wei­se ein teil­au­to­no­mer Stau­as­sis­tent für die ver­stopf­ten Stra­ßen der chi­ne­si­schen Groß­städ­te. Das Info­tain­ment-Sys­tem, wel­ches über das Touch­pad in der Mit­tel­kon­so­le bedient wird, erkennt jetzt die knapp 87 000 chi­ne­si­schen Schrift­zei­chen.