Tiberius Gracchus / fotolia

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Die Auftragsflaute im Industriegeschäft hat das Wachstum des Autozulieferers Schaeffler im ersten Halbjahr abgebremst und das Unternehmen zu einer Korrektur seiner Umsatzprognose gezwungen. Der Umsatz werde im Jahr 2013 voraussichtlich nach nur noch um zwei Prozent auf rund 11,35 Milliarden Euro wachsen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mit. Die Erholung der Weltwirtschaft verlaufe mühsam und die Konjunkturentwicklung in China sei schwach, begründete das Unternehmen.

Ursprünglich hatte Schaffler ein vierprozentiges Plus kalkuliert. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hält Schaeffler jedoch an seiner Prognose von rund 1,47 Milliarden Euro fest. Im ersten Halbjahr 2013 reduzierte sich der Umsatz um 0,7 Prozent auf 5,614 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,2 Prozent auf 724 Millionen Euro zurück.

In Europa profitieren die Herzogenauracher von exportstarken Herstellern, wie zum Beispiel Volkswagen. In den gut laufenden Pkw-Märkten Nordamerika und China gehören Autobauer wie Ford oder General Motors zu den Abnehmern. „Wir erwarten für die Sparte Automotive weiterhin ein nachhaltiges Umsatzwachstum über Markt”, erläuterte Schaeffler-Chef Jürgen M. Geißinger. „Die bisher schwache Umsatzentwicklung in der Sparte Industrie kann jedoch im zweiten Halbjahr voraussichtlich nicht mehr kompensiert werden.