Transporter / Wohnmobile - Mehr zum Thema
Was ist ein Wohnmobil?
Als Wohnmobil wird ein Fahrzeug bezeichnet, welches eine zum Wohnen ausgestattete Inneneinrichtung aufweist. Die Einrichtung ist fast identisch mit dem eines Wohnwagens, der jedoch keinen eigenen Antrieb hat und immer mit einem geeigneten Fahrzeug gezogen werden muss. Wohnmobile nutzen als Fahrzeugbasis meistens einen Transporter. Pkw-Aufbauten findet man meistens nur als Marke Eigenbau, da die Platz- und Kraftverhältnisse der Motoren für komfortable Wohnmobile ungeeignet sind. Wohnmobile werden hauptsächlich als Freizeitfahrzeuge für Urlaube oder für Handelsvertreter oder Montagearbeiter zur günstigen Übernachtung genutzt.
Anfänglich wurden Wohnmobile als Reisemobile bezeichnet. Es handelte sich dabei um ein bewohnbares Fahrzeug, jedoch mit dem Schwerpunkt des Reisens bzw. des Fahrens. Die Begriffe werden gegenwärtig synonym verwendet.
Wohnmobile und ihre verschiedene Typen
Wohnmobile als Kastenwagen
Die ersten Wohnmobile entstanden mit in den 1950er mit der Entwicklung des VW-Busses. Er wird auch als Prototyp für den Transporter bezeichnet. Die Fahrzeuge ähnelten sehr einem Kastenwagen, wobei in den Seitenbereich Fenster und Türen eingebaut und der Laderaum bzw. die Sitzflächen mit einer spartanischen Inneneinrichtung ausgetauscht wurden. Ab den 1970er wurde die Innenausstattung der Wohnmobile zusätzlich mit einem Sanitärbereich ausgestattet. Diese umgebauten Transporter werden heutzutage unter dem Begriff Kastenwagen produziert. Durch ihre Bauart bieten sie mehr Fahrkomfort und sind meistens auch sparsamer als größere Wohnmobile. Somit besitzen diese umgebauten Transporter eine hohe Alltagstauglichkeit. Nachteile sind dann jedoch, dass der Wohnraum entschieden kleiner und somit der Wohnkomfort geringer ist als die der größeren Wohnmobile. Dies liegt daran, dass die Maße der serienmäßigen Transporter begrenzt sind. Des Weiteren sind die Kosten für den aufwendigen Umbau gegenüber der Fahrzeuggröße verhältnismäßig zu hoch.
Moderne Wohnmobile als Kastenwagen besitzen in der Regel ein festes Hochdach oder zumindest ein Aufstelldach, um eine gute Stehhöhe zu gewährleisten. Diese Hochdächer dienen nicht nur dem Wohnkomfort, sondern sind auch für die steuerliche Einstufung für Wohnmobile erforderlich.
Alkoven Wohnmobile
Als Alkoven wird in Wohnmobilen eine Bettnische bezeichnet. Alkoven gelten heutzutage als Wohnmobile schlechthin, da sie eine optimale Raumausnutzung besitzen. Die Wohnmobile mit dem typischen Bettvorbau auf der Fahrerkabine werden in fast allen Ländern auf Piktogrammen und Verkehrsschildern als Synonym für Wohnmobile verwendet.
Teilintegrierte Wohnmobile
Bei teilintegrierten Wohnmobilen wird das Fahrerhaus des Serienfahrzeuges mit als Wohnzweck genutzt. Dabei wird nichts an der serienmäßigen Ausstattung geändert. Teilintegrierte Wohnmobile besitzen über dem Fahrerhaus einen kleinen Alkoven, der jedoch nur als Stehhöhe genutzt wird und nicht wie bei großen Alkoven als Schlafplatz. Durch Drehen der Fahrersitze kann das Fahrerhaus mit als Wohnraum genutzt werden. Ein Vorteil ist das größere Platzangebot bei überschaubaren Kosten, jedoch müssen bei der Isolierung des Fahrerhauses Abstriche gemacht werden.
Vollintegrierte Wohnmobile
Diese Wohnmobile werden auch als Königsklasse bezeichnet. Sie werden auf Fahrgestellen ohne Fahrerhaus aufgebaut. Die Außenhaut des Fahrerhauses fehlt komplett, und es muss von den Wohnmobilherstellern eine komplett isolierte Frontmaske angefertigt werden. Die Königsklasse der Wohnmobile besitzt somit einen vollwertigen Wohnraum aus einem Guss, bei dem nur aus sicherheitstechnischen Gründen die Frontscheiben zusätzlich isoliert werden müssen. Man erhält somit Wohnmobile mit maximalem Wohnkomfort zu einem damit verbundenen hohen Preis.
Der Transporter
Als in den 1950er der erste Transporter der Autohersteller vorgestellt wurde, ahnte keiner, dass sich der Transporter zu einer Legende als potenzielles Nutzfahrzeug entwickeln würde. Mit dem Einzug der Transporter wurde der Arbeitsalltag z.B. von Lieferanten erheblich erleichtert.
Kraftfahrzeuge, die durch ihr zulässiges Gesamtgewicht mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B gefahren werden dürfen und vorwiegend zur Güterbeförderung genutzt werden, werden als Transporter bezeichnet. Eine genaue Definition in der Straßenverkehrsordnung gibt es nicht.
Für Transporter gelten keine gesonderten Geschwindigkeitsbegrenzungen, solange das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 t nicht überschritten wird. Des Weiteren können Transporter mit einem Pkw-Führerschein gefahren werden. Bei Kurierfahrern bzw. bei Stadttransporten ist der Transporter sehr beliebt, da der Transporter starke Motoren und gegenüber dem Pkw eine deutlich größere Abmessung besitzt.
Transporter unterliegen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t keiner gesonderten Geschwindigkeitsbegrenzung, können mit dem Pkw-Führerschein (Klasse B, früher Klasse III) gefahren werden,
verbinden starke Motoren mit einer gegenüber normalen Pkw deutlich größeren Masse, daher sind sie bei zeitkritischen Transporten (Kurierfahrten) entsprechend populär. Besonderheiten sind auch, dass für Transporter keine Fahrtenschreiber wie bei Lkw sowie keine Ruhepausen vorgeschrieben sind, was natürlich von einigen Parteien als Kritik an der Nutzung der Transporter als Nutzfahrzeug ausgelegt wird.
Für die Wartung und Reparatur von Wohnmobile / Transporter benötigt man nicht nur ein entsprechendes Platzangebot, sondern auch meistens ein spezielles Fachwissen, da besonders bei Wohnmobilen die Technik oder die Motoren schwierig verbaut und zugänglich sind.
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