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ADAC testet Ganzjahresreifen - es bleibt ein Kompromiss

Es ist wie­der so weit. Zwar sind die Tem­pe­ra­tu­ren noch nicht ganz auf Win­ter ein­ge­stellt, dafür pras­seln aber der­zeit in kur­zer Folge die Win­ter­rei­fen­tests der ein­schlä­gi­gen Auto­ma­ga­zine auf uns herab. Ers­ter war dies­mal der Auto­club ACE, der gemein­sam mit dem öster­rei­chi­schen Part­ner­club  ARBÖ Ganz­jah­res­rei­fen auf einem VW Golf VII in der popu­lä­ren Größe 205/55 R16V unter die Lupe genom­men haben. Und weil der Markt­an­teil die­ser Alles­kön­ner wei­ter zunimmt, hat sich auch der ADAC die­ser Rei­fen­art aus­führ­lich gewid­met und sich sie­ben Modelle für die untere Mit­tel­klasse zur Brust genom­men. Da alle Modelle über eine M+S-Kennzeichnung ver­fü­gen, gel­ten Sie auch als Win­ter­rei­fen im Sinne der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung zur Erfül­lung der situa­ti­ven Winterreifenpflicht.

Test Ganzjahresreifen

ADAC -Test der aktu­el­len Ganz­jah­res­rei­fen. Fazit: Die Spe­zia­lis­ten haben ihre Berech­ti­gung, Der Ganz­jah­res­rei­fen bleibt ein Kom­pro­miss, der Schwer­punkte set­zen kann, aber an die Qua­li­tä­ten eines Spe­zia­lis­ten nicht ganz herankommt.

 

Aber sind es wirk­lich Alles­kön­ner? Um diese Frage zu beant­wor­ten hat der ADAC zum Ver­gleich je einen guten Som­mer­rei­fen und einen guten Win­ter­rei­fen mit in den Test genom­men. Und da zeigt sich erneut, dass Ganz­jah­res­rei­fen auch keine Wun­der voll­brin­gen kön­nen. Es gibt eine Art entweder-oder: Ent­we­der sind die Rei­fen stark auf Schnee, dann hapert es im Tro­cke­nen, oder sie glän­zen im Tro­cke­nen dann hapert es im Schnee. Und eben das ist der Grund, wes­we­gen es Spe­zia­lis­ten gibt. So schluß­fol­gert der ADAC: „Diese Dif­fe­ren­zie­run­gen der ver­schie­de­nen Anwen­dungs­be­rei­che zei­gen, dass die Sommer- und Win­ter­spe­zia­lis­ten nach wie vor ihre Bedeu­tung haben und des­we­gen vor­zu­zie­hen sind, wenn wid­ri­gen oder extreme Wetter- und Stra­ßen­be­din­gun­gen sou­ve­rän beherrscht wer­den müssen.„ 


Advanced Urban Vehicle - die Zukunft des Autos

Advanced Urban Vehicle

Ein­par­ken leicht gemacht - mit 75 Grad Ein­schlag­win­kel fin­det das Advan­ced Urban Vehi­cle leicht in jede noch so kleine Parklücke.

Aus­stei­gen und das Auto selbst per Smart­phone oder Smart­watch ein­par­ken las­sen - das erscheint ange­sichts beste­hen­der Par­kas­sis­ten­ten nicht mehr so ganz futu­ris­tisch. Aber mit einem Lenk­ein­schlag, der sei­nes­glei­chen sucht, war es doch erstaun­lich, was das Advan­ced Urban Vehi­cle leis­ten konnte, das vor kur­zem auf der Auto­me­cha­nika in Frank­furt auf dem Stand von ZF vor­ge­führt wurde. Der Auto­zu­lie­fe­rer prä­sen­tiert damit eine zukunfts­wei­sende Kon­struk­tion und zeigt dane­ben auf, wel­ches Poten­zial die intel­li­gente Ver­net­zung ein­zel­ner Fahr­werk, Antriebs- und Fahras­sis­tenz­sys­teme in sich trägt.

Automechanika 2016

Das Advan­ced Urban Vehi­cle auf der Auto­me­cha­nika 2016

Das Advan­ced Urban Vehi­cle demons­triert eine exem­pla­ri­sche Lösung für das Klein- und Kom­pakt­seg­ment im urba­nen Indi­vi­du­al­ver­kehr. das rein elek­trisch ange­trie­bene Fahr­zeug ver­fügt über eine inno­va­tive Vor­der­achse, die einen Lenk­ein­schlag­win­kel  bis zu 75 Grad ermög­licht und damit in jede noch so kleine Park­lü­cke manö­vriert wer­den kann. „Smart Par­king Assis­tent“ heißt die Fahrassistenzfunktion 


GTÜ-Report: Weniger Mängel bei der HU

automechanika · 2016 · Frankfurt/M.

Die GTÜ ver­zeich­net weni­ger Män­gel bei den von die­ser Prüf­or­ga­ni­sa­tion durch­ge­führ­ten Haupt­un­ter­su­chun­gen im ers­ten Halb­jahr 2016.  Gra­fik: Kröner/GTÜ.

Die Män­gel bei Pkw in der Haupt­un­ter­su­chung gehen offen­bar wei­ter zurück. Diese Ten­denz mel­det der Report der Gesell­schaft für tech­ni­sche Über­wa­chung (GTÜ) in der Män­gel­sta­tis­tik der von die­ser Prüf­or­ga­ni­sa­tion durch­ge­führ­ten amt­li­chen Haupt­un­ter­su­chun­gen (HU).

So fie­len im ers­ten Halb­jahr weni­ger Pkw durch die HU als die Jahre zuvor. Die Prüf­in­ge­nieure schick­ten 21,2 Pro­zent der Autos mit erheb­li­chen Män­geln zurück in die Werk­statt. Dies gab die Prüf- und Sach­ver­stän­di­ge­n­or­ga­ni­sa­tion heute auf der Fach­messe „auto­me­cha­nika“ in Frank­furt am Main bekannt. Bei der letz­ten Män­ge­ler­he­bung 2015 waren es noch fast ein Pro­zent mehr Fahr­zeuge, die im ers­ten Anlauf keine HU-Plakette erhielten.

61,3 Pro­zent der Pkw absol­vier­ten im 1. Halb­jahr 2016 die HU ohne jeg­li­che Bean­stan­dung – auch dies bedeu­tet eine Ver­bes­se­rung um ein knap­pes Pro­zent. „Grund hier­für dürfte zum einen die Qua­li­täts­ver­bes­se­rung der Fahr­zeuge und zum ande­ren die Zunahme von Service- und Repa­ra­tur­leis­tun­gen in den Kfz-Werkstätten sein“, sagte GTÜ-Geschäftsführer Robert Köst­ler. Für die aktu­elle Män­gel­sta­tis­tik wur­den über 2,3 Mil­lio­nen Haupt­un­ter­su­chun­gen ausgewertet.

Das Durch­schnitts­al­ter aller 45,1 Mil­lio­nen in Deutsch­land zuge­las­se­nen Pkw nimmt wei­ter zu und liegt der­zeit bei 9,2 Jah­ren. Auf­grund des hohen Fahr­zeugal­ters ist der Gesamt­zu­stand älte­rer Fahr­zeuge häu­fig sehr schlecht. Je älter die Autos sind, desto häu­fi­ger fal­len sie auch durch die Haupt­un­ter­su­chung: Von den ein- bis drei­jäh­ri­gen Pkw bekom­men bei den von der GTÜ unter­such­ten Fahr­zeu­gen zunächst knapp vier Pro­zent keine Pla­kette. Bei den über neun Jahre alten Autos liegt der Anteil bei fast einem Drit­tel. Dies heißt, dass über 13 Mil­lio­nen Pkw die­ser Alters­klasse mit sicher­heits­re­le­van­ten Män­geln im täg­li­chen Stra­ßen­ver­kehr unter­wegs sind.

automechanika · 2016 · Frankfurt/M.

Ver­tei­lung und Anzahl der Ein­zel­män­gel Pkw für das 1. Halb­jahr 2016 · Gra­fik: Kröner/GTÜ

Am häu­figs­ten stellte die GTÜ erneut Män­gel bei der Elek­trik, ins­be­son­dere bei der Beleuch­tung der Fahr­zeuge fest, gefolgt von Umwelt­be­las­tung (Abgas, Ölver­lust etc.) und der Brems­an­lage. Mängel-Spitzenreiter über alle Alters­klas­sen hin­weg ist bei den von den Stutt­gar­tern geprüf­ten Pkw mit 25,7 Pro­zent die Bau­gruppe „Beleuch­tung und Elek­trik“. Auf Platz zwei folgt die „Umwelt­be­las­tung“ wie Motor­ab­gase, Ölver­lust, Lärm­ent­wick­lung etc. mit 23,4 Pro­zent. Den drit­ten Platz belegt die „Brems­an­lage“ mit 17,4 Pro­zent. Auf Rang vier lie­gen „Ach­sen, Räder, Rei­fen und Auf­hän­gun­gen“ mit 12,8 Pro­zent und auf dem fünf­ten Platz lan­den „Fahr­ge­stell, Rah­men, Auf­bau“ mit 8,7 Pro­zent. Die Zahl der Ein­zel­män­gel bei den mit Män­geln behaf­te­ten Fahr­zeu­gen hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wei­ter zuge­nom­men. Neben ver­nach­läs­sig­ter War­tung dürfte ein wei­te­rer Grund hier­für das Jahr für Jahr stei­gende Alter der Pkw auf den Stra­ßen sein. 


ACE testet Ganzjahresreifen

ACE Ganzjahresreifen Ergebnis

Die Test­er­geb­nisse in der Zusam­men­fas­sung. ACE sieht die Ganz­jah­res­rei­fen als „ver­kappte Winterreifen“.

Ganz­jah­res­rei­fen wer­den immer belieb­ter. Exper­ten schät­zen, dass ihr Anteil in den letz­ten Jah­ren auf zirka 12 Pro­zent gewach­sen ist. Immer mehr Rei­fen­mar­ken gehen des­halb mit ent­spre­chen­den Pro­duk­ten in den Markt. Der ACE (Auto Club Europa) hat sich gemein­sam mit dem öster­rei­chi­schen Part­ner­club ARBÖ zehn ver­schie­dene All­wet­ter­rei­fen zur Brust genom­men und die Eigen­schaf­ten der ver­meint­li­chen Alles­kön­ner unter die Lupe genom­men.  Über­ra­schend am Ergeb­nis: Gerade auf tro­cke­ner Straße kön­nen die Uni­ver­sal­gum­mis nicht mit­hal­ten. Eine Aus­nahme gibt es jedoch.

Bei Tem­pe­ra­tu­ren von minus 20 bis 40 Grad plus sol­len die Ganz­jah­res­rei­fen fast schon Wun­der voll­brin­gen. Das heißt, genug Grip bie­ten, egal ob die Straße tro­cken ist, es gerade hef­tig reg­net oder Schnee und Matsch auf der Fahr­bahn lie­gen. Zehn Ganz­jah­res­rei­fen hat der ACE des­halb einem Här­te­test im Nor­den Finn­lands und in Deutsch­land unterzogen.

Test­sie­ger mit der Note „sehr emp­feh­lens­wert“ (203 von 260 Punk­ten) wurde der Nokian Wea­t­her­proof. Er kann ebenso wie der zweit­plat­zierte Goo­dyear Vec­tor 4Seasons (194 Punkte) vor allem auf Schnee mit gutem Hand­ling und kur­zen Brems­we­gen über­zeu­gen. Weni­ger über­zeu­gend schnei­den beide Rei­fen aller­dings im Ver­gleich mit einem Som­mer­rei­fen auf tro­cke­ner Fahr­bahn ab: Beim Brem­sen aus 100 km/h kommt der Test­wa­gen erst nach 44,1 Metern (Nokian) bezie­hungs­weise 46,1 Metern (Goo­dyear) zum Ste­hen. Der Test­wa­gen mit den Referenz-Sommerreifen (Con­ti­nen­tal Pre­mium Con­tact 5) steht bereits nach 37,8 Metern, also mehr als eine Fahr­zeug­länge frü­her. Selbst der reine Win­ter­rei­fen (Dun­lop Win­ter­Sport 5) reiht sich mit 45,7 Metern zwi­schen den bei­den Ganz­jah­res­rei­fen ein.
Und auch bei Nässe fin­den sich die Allwetter-Reifen mit ihren Mess­wer­ten (Nokian: 58,7 Meter, Goo­dyear: 58,9 Meter) eher auf dem Niveau der Win­ter­rei­fen (60 Meter) als auf dem der Som­mer­rei­fen (52 Meter).

„Fast alle von uns getes­te­ten Ganz­jah­res­rei­fen sind eigent­lich ver­kappte Win­ter­rei­fen. Sie bie­ten Sicher­heits­re­ser­ven vor allem wenn es schneit oder die Fahr­bahn ver­eist ist. Schon bei Regen kön­nen viele der Ganz­jah­res­rei­fen nicht mehr mit Som­mer­rei­fen mit­hal­ten, bei Tro­cken­heit sind sie, genau wie Win­ter­rei­fen, defi­ni­tiv die fal­sche Wahl“, fasst Gun­nar Beer, Rei­fen­ex­perte beim ACE, die Ergeb­nisse zusammen.

Reifentest ACE Bremsen nass

Dass es auch anders geht, zeigt der dritt­plat­zierte Miche­lin Cross Cli­mate (182 Punkte). Er führt das Feld der Ganz­jah­res­rei­fen beim Brem­sen auf Nässe und Tro­cken­heit an, die Schwä­chen auf Schnee kos­ten ihn aller­dings eine bes­sere Gesamt-Platzierung.

„Wir wer­den oft gefragt, ob ein Ganz­jah­res­rei­fen auf Schnee und Eis mit einem Win­ter­rei­fen mit­hal­ten kann. Unser Test zeigt: Viele kön­nen das mitt­ler­weile. Für uns sind die aktu­ell ange­bo­te­nen Ganz­jah­res­rei­fen sogar zu nah am Win­ter­rei­fen, denn die Stra­ßen sind in Deutsch­land nur sel­ten ver­schneit. Schnee und Eis lie­gen vor allem in den Ber­gen – und dort soll­ten ohne­hin rich­tige Win­ter­rei­fen auf­ge­zo­gen wer­den“, betont Gun­nar Beer. 


Automechanika: Ein Reifen gewinnt Innovationspreis

automechanika 2014 16.-20.09.2014 © Jochen Günther / Messe Frankfurt

auto­me­cha­nika © Jochen Gün­ther / Messe Frankfurt

Nur noch wenige Tage, dann star­tet die Auto­me­cha­nika als die welt­weit größte Fach­messe für Auto­mo­bil­wirt­schaft, die vom 13. bis zum 17. Sep­tem­ber ihre Tore öff­net. Da die Messe stets eine Platt­form für Zukunfts­tech­no­lo­gien bie­tet, ver­gibt eine unab­hän­gige Jury aus Exper­ten schon im Vor­feld den Inno­va­tion Award als Preis für die tech­no­lo­gisch inter­es­san­tes­ten Pro­dukte. Ins­ge­samt acht Inno­va­tio­nen wer­den aus­ge­zeich­net, die jeweils einem der acht Pro­dukt­be­rei­che der Messe zuge­ord­net wer­den. Zusätz­lich ent­schied sich die Jury dies­mal im Rah­men der Inno­va­tion Awards erst­ma­lig einen „Green Award“ zu vergeben.

Die­ser zusätz­li­che Preis geht  - pas­send zu anste­hen­den Win­ter­sai­son - an den Rei­fen­her­stel­ler Con­ti­nen­tal für den Win­ter­Con­tact TS 850 P aus Löwenzahn-Kautschuk „Tara­xa­gum“, der den Inno­va­ti­ons­preis auch in der Kate­go­rie „Access­ories & Cust­o­mi­zing“ erhielt. Was die Jury über­zeugte: „Mit dem Löwenzahn-Kautschuk Tara­xa­gum™ aus der Wur­zel des rus­si­schen Löwen­zahns ent­wi­ckelt Con­ti­nen­tal zusam­men mit meh­re­ren Part­nern eine Alter­na­tive zum tra­di­tio­nel­len Anbau von Natur­kau­tschuk. Beim Win­ter­Con­tact TS 850 P wurde der Lauf­strei­fen voll­stän­dig aus Taraxagum-Kautschuk her­ge­stellt.“ Zu kau­fen ist die Taraxagum-Version aller­dings noch nicht, es han­delt sich bis­lang noch um eine Klein­se­rie von Pro­to­ty­pen. Nach Aus­kunft des Her­stel­lers soll es noch etwa 5 bis 10 Jahre bis zu Seri­en­rei­fen dau­ern. Die wei­te­ren Inno­va­tion Awards gin­gen in den genann­ten Kate­go­rien an fol­gende Gewinner:
Den Award für „Parts & Com­ponents“ erhielt Bosch für eine ultra­leichte Li-Ionen-Batterie, der Award für „Elec­tro­nics & Sys­tems“ ging  an Por­tec­tor für eine zugriffs­si­chere Ein­rich­tung gegen Fahr­zeug­dieb­stahl, die Kate­go­rie „Repair & Dia­gnostics“ fiel an die NGK Spark Plug Europe GmbH für das Pro­dukt NCEM, ein kom­pak­tes und leich­tes Mehrgas-Messgerät.  Die Kate­go­rie „Manage­ment & Digi­tal Solu­ti­ons“ fiel an die AVL DiTEST GmbH für eine Ent­wick­lung im Bereich der Gerä­te­ver­net­zung. In der Kate­go­rie „Repair & Main­ten­ance“ ging der Award an die CORGHI  S.p.A. für die Mon­ta­ge­ma­schine UNIFORMITY als erste Reifen-Montagemaschine mit Dia­gno­se­funk­tion. In der Kate­go­rie „Car Wash, Care & Recon­di­tio­ning“ siegte die WashTec Clea­ning Tech­no­logy GmbH mit dem Mul­tiF­lex Sei­ten­wä­scher und in der Kate­go­rie „OE Pro­ducts & Ser­vices“ über­zeugte VALEO mit dem Valeo SCALA™ Laser­scan­ner für die auto­mo­bile Mas­sen­pro­duk­tion. Die Tech­nik ist ein Schlüs­sel­fak­tor für auto­ma­ti­sier­tes Fah­ren und funk­tio­niert über einen gro­ßen Erfas­sungs­be­reich, ein wei­tes Sicht­feld und große Genauigkeit. 


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