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Tuning by Frostla – nur Wunder dauern länger

Die Firma fostla.de ist weit über die Stadtgrenzen Hannovers hinaus bekannt für atemberaubende Umbauten, die zusätzlich aber auch in puncto Leistung keinerlei Vergleiche zu scheuen brauchen. Das Team von fostla.de hat sich ein Motto als gelebtes Ziel auserkoren, das da lautet „Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger“.

Einmal mehr hat das fostla.de-Team Hand an ein Mercedes-Benz-Coupé S 63 AMG mit dem V8-Biturbo-Motor (Hubraum: knapp 5,5 Liter) gelegt. Anders als bei seinem blauen „Bruder“ überwiegen hier allerdings die Vollfolierung in Orange-Chrom-Matt und das Widebody-Design des Aero-Kits von Prior. Dem Leistungsniveau wurde mittels Chiptuning der Stufe 2 aus dem dank der Kooperation mit PP-Performance zur Verfügung stehenden „Regal“ von 585 Serien-PS (= 430 kW) hin zu jetzt 740 PS (= 544 kW) auf die Sprünge geholfen. Die radhausfüllenden, anthrazit-metallic pulverbeschichteten 15-Speichen-Felgen sind eine Augenweide. Und zusätzlich ist noch ein Tieferlegungsmodul über das Lenkrad zu steuern.

Für die fostla.de-Mannschaft war der Hintergrund dieses Projektautos das Dabeisein bei der legendären Präsentation von Top Marques Supercars auf dem Grimaldi-Forum in Monaco. Der Daimler war eines der Highlights und zog die Blicke der geneigten Zuschauer auf sich …


GTÜ testet Reifenpannensets

Reifenpanne: Heute hilft nur noch das Reifenpannenset. Fotos: Tschovikov/GTÜ

Bei einer Reifenpanne war früher der Ersatzreifen die letzte Rettung. Mittlerweile haben die Autohersteller die Ersatzreifen aus Gewichtsgründen durch Reifenpannensets ersetzt. Aber meist machen die Autofahrer erst beim Zwangsstopp auf dem Standstreifen der Autobahn erste Bekanntschaft mit dem Set, das den platten Reifen wieder abdichten und mit Druck versorgen soll.  Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat zusammen mit der Fachzeitschrift „Auto Bild“ acht Reparatur-Kits zur Behebung einer Reifenpanne geprüft.

Testsieger von Res-Q für rund 50 Euro.

 

Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde das Res-Q Tire Mobility Kit von Airman. Für knapp 50 Euro bietet es einen 180-Watt-Kompressor und eine 450-ml-Druckflasche mit Naturkautschuk als Dichtmittel. Der Kompressor pumpt in einem Arbeitsgang das Dichtmittel in den Reifen und sollte bei Stichverletzungen von nicht mehr als sechs Millimetern Durchmesser im Bereich der Lauffläche den erforderlichen Reifendruck liefern, um notfalls bis zu 200 Kilometer weit zur nächsten Werkstatt zu kommen.

Testergebnisse: Zwei fielen durch.

Auf den weiteren Plätzen folgen drei empfehlenswerte Pannensets, nämlich das Reifenpannenset von Elastofit sowie das 1-2-Go Kit 2 Step Tire Repair von Terra-S und Pannex – Die schnelle Hilfe bei Reifenpannen. Alle drei setzen ebenfalls auf die Kombination Kompressor und Dichtmittel wie auch das von den GTÜ-Testern als „bedingt empfehlenswert“ eingestufte Smart repair von Slime. Als ebenso „bedingt empfehlenswert“ erwies sich der Reifen Pilot von Holts mit seiner klassischen Aerosol-Spraydose, die den defekten Reifen gleichzeitig mit Dichtmittel und Druck versorgen soll. Das AIO Comfort Plus Reifendichtmittel von Premium-Seal und Dunlops Reifenreparaturset erfüllten die Testkriterien nicht. Im Fall von Premium-Seal blockierte bei mehrfachen Versuchen jedes Mal nach wenigen Sekunden die Dichtmittelzufuhr, so dass sich der Reifen überhaupt nicht befüllen ließ, und bei Dunlop reichte der maximale Druckaufbau von 0,6 bar schlicht nicht aus, um die Testfahrt antreten zu können.

Wichtigstes Prüfkriterium im Test war die Wirkung der Pannensets. Für die Testkandidaten galt es, einen platten 17-Zoll-Reifen mit einem sechs Millimeter großen Durchstich am Rande der Lauffläche abzudichten und möglichst auf 2,5 bar wieder aufzupumpen. So sollte auch nach mehr als zehn Kilometern eine weitgehend risikolose Fahrt bei Tempo 80 notfalls durch wiederholtes Aufpumpen mit Hilfe des im Set enthaltenen Kompressors möglich sein. Weitere Druckmessungen nach einer Stunde und nach 24 Stunden gaben ebenfalls Aufschluss darüber, wie gut die Sets dicht gehalten haben.

Punktabzüge wegen unpraktischer Handhabung: Pannenset mit Druckflasche.

Keines der Sets hatte den Reifendurchstich absolut perfekt abgedichtet. Aber selbst nach einem Tag lag der Druck bei Airman und Elastofit immer noch nahe des Ausgangswertes um 2,4 bar. In weiteren Tests der GTÜ-Experten ging es unter anderem um Fragen der Qualität, der Handhabung, der Sicherheit und der Kosten. Das ResQ Tire Mobility Kit sammelte da weiter fleißig Punkte. Zum Beispiel weil es über den leistungsstärksten Kompressor im Testfeld verfügt. Zusatzpunkte konnten die Produkte mit Extras erzielen, wenn zum Lieferumfang etwa Warnweste, Handschuhe oder eine Beleuchtung für Einsätze bei Dunkelheit gehörten oder Adapter für den Kompressor zur Verwendung im Freizeitbereich, um Bälle, Luftmatratzen oder Fahrradreifen aufzupumpen. Die GTÜ rät vom Einsatz abgelaufener Füllflaschen grundsätzlich ab. Daher sollte regelmäßig das Verfallsdatum des Dichtmittels überprüft werden.


Tuning World 2017: Eine Krone für Vanessa

 

Zum schönsten Auto gewählt beim European Tuning Showdown: der Mini Cooper „Custom Hot Rod“ von Mirko Tacchi.

Vom Sportfahrwerk bis zur Folie, von der pulverbeschichteten Felge bis zum Discolicht – die „Tuning World Bodensee 2017“ lockte am verlängerten Wochenende 109 200 Besucher an (2016: 103 800). Sie bekamen 1062 Autos, 203 Aussteller, 154 Clubstände, den „European Tuning Showdown“ um das schönste Auto, Driftshows und die Wahl der „Miss Tuning“ geboten. Vanessa Schmitt aus Bruchsal holte sich im Finale am 1. Mai die Krone.

Die Jury kürte Vanessa Schmitt aus Bruchsal  zur neuen Miss Tuning 2017. Ihre Vorgängerin Julia Oemler, Miss Tuning 2016, setzt ihr die Krone auf das Haupt.

Die 21-jährige Gewinnerin konnte sich nach vier aufregenden Messetagen gegen ihre elf Konkurrentinnen durchsetzen. Ihr steht als neuem Gesicht der Szene ein Jahr mit VIP-Events und Werbeauftritten bevor. Und natürlich steht sie Modell für den Miss-Tuning-Kalender 2018. Die Bruchsalerin darf außerdem ein Jahr lang einen getunten Nissan Micra ihr Eigen nennen.

Static Display: Drift Show

Und auch die Show kam nicht zu kurz. Mehrmals täglich hieß es“Gib Gummi“  beim German Speed Drift.  Bei den Drift-Battles und -Shows brachten die Fahrer vor vollbesetzten Rängen die Reifen und das Publikum zum Durchdrehen. Mit dabei: YouTube-Drifter und Rallyefahrer Ken Block. Der US-amerikanische Rallyefahrer, Gymkhana-Athlet und YouTube-Star begeisterte mit seinen Driftvideos ein Millionenpublikum.


Verbrennungsmotoren haben (doch noch) Zukunft

Wie sieht die Zukunft der Automobile aus? Es wird heftig gestritten in Sachen Emissionen von Verbrennungsmotoren. Dabei ist vor allem der Dieselmotor schon in Verruf gekommen. Alternativen stehen hoch im Kurs. Aber obwohl die angeblich „sauberen“ Elektrofahrzeuge doch noch wie Blei in den Schaufenstern der Autohäuser stehen, versprechen Politik und Autoindustrie den „Stromern“ eine große Zukunft – aber Verbrennungsmotoren soll es weiterhin geben.

Es soll eine Vielfalt der Antriebssysteme geben, so wie Continental die automobile Zukunft sieht. Und der Verbrennungsmotor habe seinen Zenit noch nicht überschritten. Foto: Continental

Beispielsweise Continental: „Die Autos der Zukunft werden elektrisch fahren. Dazu voll vernetzt und automatisiert. Wir rechnen 2025 mit einem Marktanteil für rein elektrische Antriebe in Höhe von etwa zehn Prozent“, sagte Conti-Vorstandsvorsitzender Dr. Elmar Degenhardt. Für Hybridantriebe werde er voraussichtlich nahezu 30 Prozent betragen. Der Verbrennungsantrieb hat seinen Zenit also tatsächlich erst noch vor sich. Erst nach 2025 erwartet Continental einen langsamen Volumenrückgang beim Verbrennungsantrieb. Bis dahin könne er noch viel effizienter werden, etwa auch durch 48-Volt-Systeme, und habe seinen Zenit erst noch vor sich, ist sich Degenhardt sicher. Der Automobilzulieferer rechnet somit in der kommenden Dekade weiterhin mit großem Wachstumspotenzial für Technologien, die den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen senken. Nur damit ließen sich die weltweit zunehmend strengeren Abgasnormen und Emissionsvorgaben weiterhin erfüllen.

In konventionellen Antrieben wird daher nach Einschätzung des Unternehmens der Anteil an Elektronik, Sensorik und Software weiter zunehmen. Die erwarteten Umsatzzuwächse mit Technologien für elektrische Antriebe sollen die nach 2025 voraussichtlich sinkenden Umsätze aus Geschäften mit Produkten und Systemen für Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb mehr als ausgleichen.

 


Dieselstreit: Weg mit dem Generalverdacht

Abgasemissionen sind im Focus des Umweltbundesamtes. Nach dem Abgasskandal bei VW schauen die Behörden nun auch genauer hin. Foto: Shutterstock

Das Umweltbundesamt (UBA) stellte fest, dass Diesel-Pkw die Euro-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NOx) auf der Straße noch deutlich stärker überschreiten als bislang angenommen. Sei man für das Jahr 2016 bislang von 575 mg NOx/km ausgegangen, zeige eine neue Untersuchung, dass die Diesel-Pkw-Flotte in Deutschland bei durchschnittlich 767 mg NOx/km liege. Für die Neubewertung wurden in Deutschland typische Außentemperaturen berücksichtigt, weil hohe NOx-Emissionen vor allem an kalten Tagen auftreten.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) reagierte prompt und nicht ohne spöttischen Unterton wegen der offensichtlichen Selbstverständlichkeiten auf die neuen UBA-Aussagen: „Im Ergebnis zeigt sich nichts Neues: Dass die Emissionen auf der Straße höher sind als im Labor, ist bekannt. Die Aussage des VDA, dass Euro-6-Fahrzeuge deutlich bessere NOx-Werte aufweisen als Euro-5-Diesel, wird bestätigt…Es ist ebenfalls bekannt, dass Realwerte auch von der verwendeten Abgastechnologie abhängen.“ Eine Durchschnittsbetrachtung sei daher wenig aussagekräftig, so der VDA.

 

Emissionsmessung in der Werkstatt bringt andere Ergebnisse als beim Straßentest.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger fordert: „Unsere neuen Daten zeichnen ein deutlich realistischeres und leider noch unerfreulicheres Bild der Stickoxidbelastung durch Diesel-Pkw in Deutschland. Wir brauchen mehr denn je eine schnelle Entlastung der vielen hunderttausend Menschen, die in den Innenstädten unter den Folgen der viel zu hohen Dieselabgase leiden.“

Der VDA sagt voraus, dass es mit der Einführung der SCR-Technologie in wenigen Jahren kaum noch NOx-Grenzwertüberschreitungen an den verkehrsintensiven Luftmessstationen geben werde. Für den VDA ist der kommende EU-weite Straßentest RDE (Real Driving Emissions) ein weiterer Schritt, um die Emissionen dem Laborwert anzunähern. Der Verband bezeichnet die vom Gesetzgeber eingebrachten und beschlossenen Schritte als richtig, um die Differenz zwischen Real- und Laborwerten zu verringern und fordert seinerseits: „Das UBA sollte aufhören, den modernen Diesel pauschal unter Generalverdacht zu stellen,“ fordert der Verband. Der Diesel werde gebraucht, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Denn er verbrauche bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff als ein Benziner und sein CO2-Ausstoß sei um 15 Prozent niedriger. „Dies macht Dieselfahrzeuge zu einem unverzichtbaren Baustein bei der Umsetzung der europäischen Klimaschutzziele.“


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