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Test: Winterscheibenreiniger im Vergleich

Format: 36 cm 24 cm · 300 dpi

Gegen die trübe Sicht: Schei­ben­rei­ni­ger für den Win­ter im Test.

Klare Sicht im Auto muss sein. Und die ist vor allem im Win­ter oft ein­ge­trübt. Des­halb hat sich die Gesell­schaft für Tech­ni­sche Über­wa­chung (GTÜ) gemein­sam mit Auto Bild zehn gän­gige Winter-Fertigmischungen für die Schei­ben­wasch­an­lage vorgenommen. 

Sie­ger im Test wurde mit der Ein­stu­fung „sehr emp­feh­lens­werte“ das Sonax Anti­F­rost & Klar­Sicht gebrauchs­fer­tig mit Citrus-Duft, knapp gefolgt vom Jet Scheiben-Frostschutz Fer­tig­ge­misch. „Emp­feh­lens­werte“ Fer­tig­mix­tu­ren waren Aral Klare Sicht Win­ter, Shell Easy­Clean Win­ter Klar­sicht und Frost­schutz sowie der Rei­ni­ger für die Schei­ben­wasch­an­lage von Hem, einer Tank­stel­len­kette mit Schwer­punkt in Nord­deutsch­land. Nur „bedingt emp­feh­lens­wert“ bewer­te­ten die GTÜ-Prüfer Ede­kas Gut & Güns­tig Schei­ben Frost­schutz mit Citrus-Duft. Der lan­dete zwar auf­grund sei­nes extrem nied­ri­gen Prei­ses in der Gesamt­punkt­zahl noch vor Shell und Hem, schaffte aber die Prüf­kri­te­rien einer flot­ten, ordent­li­chen Schei­ben­rei­ni­gung nur unzu­rei­chend. Ohne Güte­sie­gel blie­ben des­halb auch Rob­by­rob Klar­blick, Total wash Schei­ben­frost­schutz, Nig­rin Per­for­mance Scheiben-FrostschutzEner­gi­zer und OMV Caris­tal Pre­mium Win­ter Winds­hield Cleaner.

Format: DIN A4 quer · für Autobild

So wurde getetstet

Auf­gabe eines win­ter­tüch­ti­gen Schei­ben­rei­ni­gers ist nicht nur, selbst bei kräf­ti­gen Minus­tem­pe­ra­tu­ren den trü­ben Salz­ne­bel von vor­aus­fah­ren­den Fahr­zeu­gen weg­zu­wi­schen, son­dern auch soge­nann­ten Hydrophob-Schmutz, also einen typi­schen Schmier­film aus Rei­fen­abrieb, Brems­staub, Abgas­ruß, Heiß­wachs aus Wasch­an­la­gen und Moto­renöl zu lösen. Der brei­tet sich das ganze Jahr über auf der Wind­schutz­scheibe aus, klebt aber bei Kälte noch hart­nä­cki­ger als im Som­mer auf der Scheibe.

Wie die Schei­ben­rei­ni­ger damit zurecht­kom­men, wurde am kli­ma­ti­sier­ten und voll­au­to­ma­ti­sier­ten Prüf­stand getes­tet. Den sehr emp­feh­lens­wer­ten Win­ter­schei­ben­rei­ni­gern von Sonax und Jet reich­ten bei Außen­tem­pe­ra­tu­ren um den Gefrier­punkt durch­schnitt­lich vier Wisch­zy­klen mit jeweils fünf Wisch­hü­ben, um mit ins­ge­samt 200 Mil­li­li­ter Rei­ni­gungs­flüs­sig­keit die Wind­schutz­scheibe befrie­di­gend zu säu­bern. Die fünf schlech­tes­ten Kon­kur­ren­ten hin­ge­gen hat­ten ihre Auf­gabe selbst mit einem hal­ben Liter nach zehn Wisch­zy­klen noch immer nicht geschafft. Das beein­flusst auch die Kos­ten pro Rei­ni­gungs­vor­gang. Da liegt der Sie­ger Sonax mit 50 Cent in der Spit­zen­gruppe, obwohl er beim Ver­gleich der Liter­preise mit 2 Euro 50 eher im Mit­tel­feld zu fin­den ist.

Im Test ging es aber um noch mehr, etwa um die Bedie­nungs­an­lei­tung, die Hand­ha­bung und den Geruch. Dabei spiel­ten für die GTÜ-Prüfer auch ver­meint­li­che Klei­nig­kei­ten eine Rolle. So soll­ten irre­füh­rende Kenn­zeich­nun­gen ver­mie­den wer­den, die „die aktive Neu­gier von Kin­dern wecken […] könn­ten oder eine ähn­li­che Auf­ma­chung […] auf­wei­sen, wie sie für Lebens­mit­tel […] oder Kos­me­tika ver­wen­det“ wer­den (EU-Chemikalienverordnung 1272/2008/EC CLP). Kon­se­quen­ter­weise gab‘s des­halb für die Abbil­dung einer appe­tit­li­chen Zitrone auf dem OMV-Beutel Punktabzug.

Im Hin­blick auf die ziel­ge­naue Hand­ha­bung sind klei­nere Gebinde, Aus­gieß­hil­fen oder die prak­ti­schen Stand­bo­den­beu­tel bes­ser als klo­bige und ent­spre­chend schwere Kanis­ter. Ganz grund­sätz­lich monier­ten die GTÜ-Tester, dass kei­nes der Test­pro­dukte über einen kin­der­si­che­ren Ver­schluss verfügte.

Selbst­ver­ständ­lich sol­len Schei­ben­rei­ni­ger selbst bei tage­lan­ger Ein­wir­kung keine Schä­den auf Lack oder Schein­wer­fer­glä­sern aus Poly­car­bo­nat hin­ter­las­sen. Ein­zi­ger Aus­rei­ßer hier Nig­rin, des­sen „Per­for­mance“ im Test mit leich­ten Lack­schä­den und fei­nen Ris­sen im Kunst­stoff nicht unbe­dingt als mus­ter­gül­tig zu bezeich­nen war.

Zu guter Letzt über­prüf­ten die GTÜ-Experten die Hart­was­ser­sta­bi­li­tät der Test­pro­dukte für den Fall, dass spar­same Anwen­der die Rei­ni­ger mit kalk­hal­ti­gem Lei­tungs­was­ser mischen, obwohl sie dabei eine Min­de­rung der Rei­ni­gungs­leis­tung sowie eine Redu­zie­rung des Gefrier­schut­zes in Kauf neh­men. Dann soll­ten keine Kalkaus­fäl­lun­gen auf­tre­ten, die Schä­den an der Wisch-Wasch-Anlage anrich­ten könn­ten. Ent­war­nung fast auf der gan­zen Linie: Bis auf OMV blie­ben alle Mischun­gen mit Was­ser klar. 


Autofahrer-Farbenlehre - mit Bunt nichts im Sinn

Aller­lei Far­ben: Range Rover Evo­que Cabrio­let im Pop-up Store

Es ist die Frage aller Fra­gen: Wel­che Farbe hat der Wagen? Aber mit Far­ben haben die Auto­fah­rer schon län­ger nichts im Sinn.

Auf Platz 1 der Neu­wa­gen­far­ben steht bei Auto­käu­fern in Deutsch­land auch 2016 wie­der Silber/Grau, dicht gefolgt von Schwarz. Über die Hälfte aller Neu­wa­gen wurde in die­sen Lackie­run­gen aus­ge­lie­fert: 28,1 Pro­zent in Grau oder Sil­ber, 27,4 Pro­zent in Schwarz. Dahin­ter folgt mit 20 Pro­zent die Farbe Weiß. Damit setzt sich der Trend der „unbun­ten Far­ben“ fort. Seit 2000 wird über die Hälfte (56 Pro­zent) aller Neu­wa­gen in den Lackie­run­gen Silber/Grau, Schwarz oder Weiß ver­kauft. 2016 fuh­ren drei von vier Neu­wa­gen (75,5 Pro­zent) in einer die­ser Far­ben vor.

Im Wie­der­ver­kaufs­wert sieht der Ver­band der Auto­mo­bil­in­dus­trie (VDA), einen Grund für die Popu­la­ri­tät von gedeck­ten Far­ben. Vor allem bei Fir­men­wa­gen, deren Anteil an den gesam­ten Neu­zu­las­sun­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gestie­gen ist, spielt der Wie­der­ver­kaufs­wert eine wich­tige Rolle. Noch 1990 war jeder zweite Neu­wa­gen in bun­ten Far­ben lackiert worden,1995 sogar mehr als zwei Drit­tel. Unter den bun­ten Neu­wa­gen­far­ben ist Blau die belieb­teste (9,6 Pro­zent). Auf­fäl­lige Far­ben wie Orange (0,6 Pro­zent), Lila/Violett (0,3 Pro­zent) oder Gelb (1,5 Pro­zent) tre­ten dage­gen in der Neu­wa­gen­flotte 2016 kaum in Erschei­nung. Die Farbe Rot wird wei­ter­hin von einer klei­nen, aber sta­bi­len Gruppe geschätzt (2016: 6,5 Prozent).

Die Lieb­lings­far­ben der Auto­käu­fer ermit­telte der VDA auf Basis der Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für alle Pkw-Neuzulassungen bis Novem­ber 2016. 


Stuttgart als Testfeld für autonomes Fahren

Erpro­bung der Pra­xis: Mer­ce­des fährt nun auto­nom durch Stutt­gart, aller­dings beglei­tet von zwei geschul­ten Testern.

Jetzt geht das Tes­ten rich­tig los: Mercedes-Benz darf die nächste Gene­ra­tion auto­nom fah­ren­der Autos auf öffent­li­chen Stra­ßen im Stutt­gar­ter Raum tes­ten. Dies hat das zustän­dige Regie­rungs­prä­si­dium beschlos­sen. Getes­tet wird in ers­ter Linie das Auto, das per App fah­rer­los zum Besit­zer kommt.

Ziel der auto­no­men Test­wa­gen­flotte auf Basis der V-Klasse von Mercedes-Benz ist es, die neu­este Sen­sor­ge­ne­ra­tio­nen sowie das „DAVOS“-Betriebssystem (Daim­ler Auto­no­mous Vehi­cle Ope­ra­ting Sys­tem) inten­siv im rea­len Ver­kehr zu erpro­ben. Neu an Bord sind dabei neben Lidar-Sensoren auch Deep-Learning-Technologien sowie bis­her im Auto­mo­bil­be­reich kaum ver­wen­dete Gra­fik­pro­zes­so­ren (GPUs). Die Erpro­bung des voll­au­to­ma­ti­sier­ten Fah­rens wird auch künf­tig aus Sicher­heits­grün­den immer von zwei spe­zi­ell geschul­ten Fah­rern im Auto überwacht.

Bereits 2011 hatte Mercedes-Benz die Geneh­mi­gung für das Tes­ten auto­no­mer Fahr­zeuge auf deut­schen Stra­ßen erhal­ten und damit erfolg­reich die Bertha-Benz-Fahrt im August 2013 absol­viert, bei der das For­schungs­fahr­zeug S 500 Intel­li­gent Drive rund 100 Kilo­me­ter zurück­legte. Basie­rend auf den damals gesam­mel­ten Erfah­run­gen sowie aus zahl­lo­sen wei­te­ren Erpro­bungs­fahr­ten welt­weit hat Mercedes-Benz das Davos für auto­nom fah­rende Fahr­zeuge entwickelt. 


Biometrie: Wie dich dein Auto erkennt

Conti biometrie

Dein Auto erkennt dich - am Fin­ger­ab­druck und durch Gesichtserkennung.

Sein Fahr­zeug per Funk-Fernbedienung zu öff­nen oder im Auto per Smart­phone mit der pas­sen­den App schon vor Fahr­be­ginn ein ange­neh­mes Klima zu sor­gen ist längst ein alter Hut. Auch das schlüs­sel­lose Ent­rie­geln per Knopf­druck und Star­ten auf glei­che Weise - wenn sich der Schlüs­sel in der Nähe befin­det – klappt bei vie­len Model­len ohne gro­ßen Auf­he­bens. Selbst die indi­vi­du­elle Ein­stel­lung etwa von Sitz-, Lenkrad- und Rück­spie­gel auf den jewei­li­gen Men­schen am Lenk­rad kann bei den meis­ten Premium-Modellen per Betä­ti­gung eines Schal­ters geschehen.

Aller­dings wei­sen die bis­lang übli­chen Sys­teme – beson­ders bei Tür- und Start­schlös­sern – Schwä­chen auf. Mit Hilfe von pfif­fi­gen elek­tro­ni­schen Gerä­ten, die es für ein paar Euro im Inter­net gibt, las­sen sie sich leicht über­lis­ten und öff­nen so Gele­gen­heit für Diebe. Mit Ele­men­ten aus der Bio­me­trie eröff­net Auto­zu­lie­fe­rer Con­ti­nen­tal neue Mög­lich­kei­ten im Bereich der Per­so­na­li­sie­rung und Authen­ti­fi­zie­rung im Fahr­zeug: Als Sesam-öffne-dich nutzt Con­ti­nen­tal die Fin­ger­ab­drü­cke der berech­tig­ten Fahr­zeug­len­ker. Dies zu über­lis­ten dürfte kei­nem bösen Buben gelingen.

„Mit der Ein­bin­dung bio­me­tri­scher Ele­mente kommt unsere Exper­tise im Bereich der Sys­tem­in­te­gra­tion voll zum Tra­gen. Denn wir ver­knüp­fen unsere Zugangs­kon­troll­lö­sung mit ande­ren intel­li­gen­ten Sys­te­men im Fahr­zeug, um Fah­rern ein Plus in Sachen Kom­fort und Sicher­heit zu ver­schaf­fen“, erklärt Andreas Wolf, Lei­ter des Continental-Geschäftsbereichs Body & Secu­rity. „Das Zugangs­sys­tem funk­tio­niert zudem als eine Art Tür­ste­her, denn wir kön­nen Kom­po­nen­ten gezielt genau dann ansteu­ern, wenn sie benö­tigt wer­den, sodass sie nicht im Dau­er­be­trieb lau­fen müs­sen – dies spart Ener­gie und erhöht die Effizienz.“

Conti Biometrie 2

Bio­me­trie im Auto zur Authen­ti­fi­zie­rung und Personalisierung.

Außer­dem machen wei­tere bio­me­tri­sche Ele­mente eine echte Indi­vi­dua­li­sie­rung des Fahr­zeugs mög­lich. Dafür ist das Sys­tem mit einer Innen­raum­ka­mera ver­knüpft, die das Gesicht des Fah­rers erkennt und Fahr­zeug­ein­stel­lun­gen wie Sitz- und Spie­gel­po­si­tion, Musik, Tem­pe­ra­tur oder Navi­ga­tion auto­ma­tisch für den jewei­li­gen Fah­rer per­so­na­li­siert. Auch das Intel­li­gente Glas von Con­ti­nen­tal, mit dem sich nahezu alle Schei­ben im Fahr­zeug auf Knopf­druck gezielt und stu­fen­weise ver­dun­keln las­sen, kann inte­griert wer­den: Nähern sich Fah­rer oder Fah­re­rin dem Auto, hel­len sich des­sen Schei­ben auto­ma­tisch auf.

Für die Tech­nik des Biometrie-Systems von Con­ti­nen­tal ist es gleich­gül­tig, wel­che Zugangs-Technologie im Fahr­zeug ver­wen­det wird. Sie funk­tio­niert bei Blue­tooth oder Low Energy ebenso wie bei Frequency. 


E-Autos: Die ungenutze Prämie

E-Autos

E-Autos: Die Käu­fer üben sich in Zurückhaltung.

Ein hal­bes Jahr nach dem Start der Kauf­prä­mie für E-Autos lie­gen die Stro­mer immer noch wie Blei in den Auto­re­ga­len. Bis zum Ende des Jahre 2016 waren es gerade mal etwas über 9 Tau­send Anträge, die auf die E-Auto-Prämie gestellt wur­den - fast die Hälfte kam von Unter­neh­men. Dabei woll­ten nur 5.100 Antrag­stel­ler in ein rei­nes Elek­tro­auto stei­gen und die volle För­de­rung von 4.000 Euro ein­strei­chen. Rund 3.900 bevor­zug­ten ein Plug-in-Hybrid, das nur mit 3.000 Euro unter­stützt wird.

Die vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten für die seit Juli 2016 erhält­li­che Prä­mie von ins­ge­samt 1,2 Mil­li­ar­den Euro wol­len sich Bund und Her­stel­ler tei­len. Die Anzahl der Anträge bleibt aller­dings nach wie vor mei­len­weit hin­ter den Erwar­tun­gen zurück. Das Ziel der Bun­des­re­gie­rung eine Mil­lion Elek­tro­fahr­zeu­gen bis 2020 zuzu­las­sen, ist nicht mehr rea­lis­tisch. Auch die Erwar­tung der Bun­des­re­gie­rung durch die Prä­mien den Kauf von min­des­tens 300.000 Fahr­zeu­gen anzu­kur­beln wird wohl uner­füllt blei­ben. Die Nach­frage bleibt schwach. Die klei­nen E-Modelle blei­ben ein teu­rer Kauf, die Reich­wei­ten blei­ben beschei­den und die Lade­sta­tio­nen sind noch rar.

Eletro Auto in der Garage Bei Veröffentlichung des Bildmaterials ist als Bildnachweis © RUB, Foto: Schirdewahn zu nennen. .

E-Autos: Die Lade­sta­tio­nen blei­ben noch rar.  © RUB, Foto: Schirdewahn

Den­noch bleibt Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dobrindt (CSU) opti­mis­tisch, dass sich diese Tech­no­lo­gie durch­set­zen wer­den. es sei eine Frage der Zeit, die Akzep­tanz müsse wach­sen, auch wenn dabei noch „ein Stück Dyna­mik“ fehle, wie der Minis­ter sich gegen­über der „Deut­schen Presse Agen­tur“ äußerte. Woher die feh­lende Dyna­mik kom­men soll, bleibt aller­dings noch offen. 


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